Reiseblog Düsseldorf

Konnichiwa – so cool ist Little Tokyo in Düsseldorf

21. Mai 2022

Kaum zu glauben, aber Du musst gar nicht in den Flieger steigen, um Dein Japan-Fernweh zu stillen. Statt 9.000 km um den Globus zu fliegen, setze Dich einfach in die Bahn und fahre an den Rhein. Little Tokyo in Düsseldorf ist Kult! Das Viertel am Bahnhof rund um Immermannstraße, Kloster- und Kreuzstraße gehört zu Düsseldorfs Sehenswürdigkeiten. Little Tokyo macht Lust und weckt meine Neugier auf japanische Kultur. Hier meine Eindrücke und Tipps zum Übernachten, Essen, Trinken und Shoppen.

[Hinweis: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung, Empfehlungen von Herzen sowie Affiliate-Links*. Bestellst Du über die mit einem Sternchen (*) markierten Links, erhalte ich eine kleine Provision für meine Empfehlung. Für Dich entstehen keinerlei Mehrkosten. me and all hotels unterstützte meine Recherche mit zwei Übernachtungen. Vielen Dank!]

Lust auf Japan? Ab an den Rhein!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich war leider noch nicht in Japan. Doch ich träume schon sehr lange davon, die Pazifik-Insel zu erkunden.

Lost in Translation zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Einmal im Lichtermeer Tokyos versinken. In einer Karaoke-Bar singen. Und bei einem Origami-Workshop, den ersten von tausend Kranichen falten.

Haruki Murakami lese ich gerne. Ende 2021 wurde dem Schirftsteller eine eigene Bücherrei gewidmet. Im Waseda International House of Literature würde ich gerne vorbeischauen.

Hanami, Fujiyama, Yaeyama-Inseln. Teezeremonien, Kampfsport, Head Spa. Ja, mein Fernweh ist immens.

Linderung und einen ersten Vorgeschmack auf Japan scheint mir Düsseldorf zu bieten.

In der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens lebt, nach London und Paris, die drittgrößte japanische Gemeinde Europas mit rund 8.500 Japanern und Japanerinnen. Seit 1951 kommen Expats nach Düsseldorf. Die Geschäftsbeziehungen reichen wohl bis ins 19. Jahrhundert zurück. Einige kehren in ihre Heimat zurück, andere bleiben und schlagen Wurzeln. Rund 300 japanische Firmen gibt es mittlerweile in Düsseldorf. Straßenschilder mit deutschen und japanischen Buchstaben inklusive.

Schon gewusst?

Seit 2002 findet einmal jährlich auf der Rheinuferpromenade, meist im Mai oder Juni, der Japan-Tag statt. Das Kultur- und Begegnungsfest ist Europas größtes Japan-Fest und zelebriert die traditionelle Kultur des Landes und seine Pop-Kultur.

Hoteltipp – Übernachten in Little Tokyo in Düsseldorf

me and all hotels Düsseldorf

In meinem Beitrag Düsseldorf Sehenswürdigkeiten – Tipps für zwei Tage habe ich Dir bereits verraten, dass ich im me and all hotel* in Little Tokyo in der Immermannstraße übernachtete.

Hier ein paar Eindrücke von meinem wunderschönen Hotelzimmer mit Kirschblütentapete (siehe oben) und den Annehmlichkeiten dieses hippen Hotels.

Das WC in meinem Hotelzimmer ist eine klassische Porzellanschüssel mit Klopapierrollenhalter. Allerdings gibt es im Erdgeschoss neben der Rezeption ein typisch japanisches Dusch-WC, auch Washlet genannt.

In vielen asiatischen Ländern kommt Wasser nach dem Toilettengang zum Einsatz. Das ist meiner Meinung nach, immer noch die hygienischere Variante. Ein Gebläse pustet alles einmal trocken – das spart Toilettenpapier und verhindert Panikattacken im Supermarkt, wenn das Regal während einer Pandemie mal wieder leer sein sollte.

Im 11. Stockwerk liegt das Frühstücksrestaurant – es gibt sogar Capri-Sonne und Schokoküsse – mit Rundumblick auf Düsseldorf. Abends verwandelt sich die Etage in ein Restaurant mit Bar und gemütliches Wohnzimmer. Wenn es die Pandemie erlaubt, finden Musikevents statt.

Nach meiner Sightseeing-Tour durch Little Tokyo und die Innenstadt, gönne ich mir ein superleckeres Abendessen im Hotel. Für mich gibt es japanisches Soulfood zum Aufwärmen. Die Nudelsuppen-Rezepte stammen von Takumi, einer der Topadressen für Ramen in Düsseldorf.

Ich freue mich riesig, dass die Suppe, die klassischerweise mit Schweineknochen aufgebrüht wird, im me and all hotels als vegetarische Variante auf der Speisekarte steht. Tan Tan Ramen Veggie macht mich happy!

Am nächsten Morgen kannst Du vor dem Frühstück ein Workout absolvieren. Squats, Mountain Climber – im Treppenhaus gibt es auf jeder Etage eine Einheit. Am Ende des vertikalen Parkours kannst Du Dich dann mit den anderen Heros auf einer Kreidetafel verewigen. delightfulspots.de ist Teil der Community.

Eigentlich könnte ich den ganzen Tag im me and all hotels verbringen. In der Lobby wird frischer Kaffee von der Rösterei VIER aufgebrüht. Ich entdecke Kaffee-Raritäten aus Yemen und Peru.

Vor der riesigen Fensterfront verpasst Daquaro allen Bartträgern eine Extra-Portion-Pflege. No Bad-Beard-Day mehr! Ich finde, die beste Bartpflege gibt es immer noch im Barber-Shop. Also liebe Männer, zelebriert eure Bärte und gönnt euch einen präzisen Cut und sauber ausrasierten Nacken. Es sieht gepflegt aus und eure Partner*innen werden es lieben.

Platz zum Co-Working und für Meetings bietet me and all hotels ebenso, wie Controller zum Daddeln von Nintendo Switch. Bock auf eine Runde Mario Kart oder Singstar?

Prüfe jetzt die Verfügbarkeit für Deinen Aufenthalt im japanischen Viertel im Boutique Hotel me and all hotels Düsseldorf*.

Essen und Trinken wie in Japan

Matcha Latte in Düsseldorf

Die beste Möglichkeit eine Kultur ohne Sprachkenntnisse kennenzulernen, geht für mich über den Geschmack. Darum starte ich eine kulinarische Reise durch Little Tokyo. Nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt, liegt die japanische Bäckerei Bakery My Heart in der Marienstraße.

Im Laden liegen einzeln in Plastik abgepackte Back- und Süßwaren, belegte Sandwiches mit gebratenen Nudeln und Burger. Getränke gibt es ebenfalls. Ich probiere ein Melon Pan und Matcha An Pan mit Rotebohnenpaste und einen warmen Matcha Latte.

Gerne hätte ich auch etwas Herzhaftes probiert, aber es gibt bei meinem Besuch nur fleischige Optionen. Die Damen sind äußert freundlich. Den hohen Plastikverbrauch verstehe ich allerdings nicht. Geschmacklich sind die fluffligen Brötchen interessant, noch mal brauche ich ich sie aber nicht.

Bei meinem nächsten Foodie Spots werde ich nicht enttäuscht. In Tains – mein Asiamarkt am Anfang der Immermannstraße tauche ich zwischen den Regalen in eine völlig fremde kulinarische Welt ab.

Kitkat mit Honigmelone, Krabbenchips, Fischflocken, Algen. Instant Noodles in zahlreichen Geschmacksrichtungen. Riesige Ingwerwurzeln und bunte Chilies. Eine Theke mit frisch zubereitem Sushi to go und warmen Nudelgerichten. Würde das Wetter mit spielen, ich hätte mir etwas zum Mittagessen mitgenommen und draußen gegessen. Doch mir ist es zu kalt, nass und windig.

Japanisches Essen und Trinken in Düsseldorf entdecken

Im Vorfeld pickte ich mir Naniwa Noodles & Soups und Takumi Chicken & Veggie zum Ramen heraus. Doch ich habe keine Chance – die Schlange ist lang und ich habe keine Reservierung. Also esse ich Streetfood aus Vietnam. Auch indische Restaurants gibt es im japanischen Viertel. Düsseldorf doch ein Melting Pot? Da kommt fast Metropolen-Flair à la Los Angeles auf.

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Und dann entdecke ich supercoole Waffeln in Fischform, Taiyaki genannt, mit Softeis. Als ich 2019 in New York war, wurde dieses Eis total gehypt und die Warteschlange ging bis zum nächsten Block. Leider bin ich total satt. Im Sommer würde ich bei Bing Go einen Stopp einlegen.

Für besondere Anlässe und Fans gehobener Kochkunst:

IN YOSHI by Nagaya in der Kreuzstraße zeigt der Szene-Koch Yoshizumi Nagaya sein bei japanischen Meistern erlerntes Handwerk. Sushi, Sashimi, Tempura – hier triftt sich das Beste aus Japan und Europa auf dem Teller.

Popkultur und Kunsthandwerk

Bunte Aufkleber, Glitzerstifte, edles Papier. Ich lande im Takagi Bookstore. Auf den Covern der Hochglanzmagazine junge Männer mit Porzellanhaut und blonden Haaren. Vielleicht eine beliebte Boyband? Frauen mit langen glatten Haaren – mal edel, mal poppig gekleidet. Schade, dass ich die Schriftzeichen nicht verstehe.

Ich entdecke ein Pusheen Back- und Kochbuch*. Und Regale voller Manga-Bücher. Mit den Kultformen Manga und Anime bin ich leider überhaupt nicht vertraut. Bis auf Mila Superstar – die TV-Serie habe ich geliebt. Das 12-jährige Mädchen, dass aufgrund einer Lungenkrankkeit von Tokio raus aufs Land zu ihrem Onkel zieht und zur gefeierten Volleyballspielerin wird.

Ein Insider wäre jetzt toll. Was wird gerne gelesen? Und warum sind Frauen in den Büchern häufig mit riesigen Brüsten und knappen Outfits abgebildet? Vielleicht bin ich auch einfach in der Erwachsenen-Abteilung gelandet?

Im Manga Hof in der Oststraße kannst Du Dich zum Manga lesen einquartieren. Im Teehaus stehen mehr als 10.000 Bücher zum Ausleihen bereit. Du bezahlst hier pro Stunde für einen Sessel, eine Kabine oder einen Privatraum. Dort kannst Du dann, wie in Japan üblich, liegend schmökern.

Deko aus und mit Bambus stellt DaBamDaBoo aus. Wunderschöne Steh- und Hängelampen, drollige Buddhafiguren und Glückskatzen, Ikebana Vasen. Perfekt zum Stöbern.

Filigranzes Porzellan, Schälchen und Pitchers. Auf der Ecke Charlottenstraße/Bendemannstraße entdecke ich den Teeladen ANMO ART/CHA. Anna Friedel bietet private Tee-Tastings an und präsentiert ausgewählte Kunstwerke.

Das sind nur ein paar meiner Entdeckungen. Ich hatte gehofft, tolle Automaten mit verrückten blinkenden Dingen zu finden. Leider ohne Erfolg.

Noch mehr Tipps fürs Japan-Gefühl:

  • Ausflug zum EKŌ-Haus der Japanischen Kultur e.V. – für die Gartenanlage wurden Pflanzen extra aus Japan eingeflogen.
  • Ein Treatment bei einem japanischen Frisör inklusive Head Spa und Kopfhautbehandlung.

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