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Le Marais – Tipps für Paris hippstes Stadtviertel

Paris Tipps: Le Marais

Eine Städtereise nach Paris ist meist ziemlich vollgepackt mit Programmpunkten. Bei mir ist das zumindest so, denn ich notiere mir eine ellenlange Liste mit Cafés, Shops, Bars, Museen und Restaurants und speichere sie in meinen Google Maps. Neben all dem Sightseeing und Besuchen von Museen, möchte ich Dir das Pariser Stadtviertel Le Marais ans Herz legen. Du kannst einfach nichts falsch machen, wenn Du Museum mal Museum sein lässt und Dich auf die Suche nach dem „normalen“ Stadtleben machst. Also ganz normal ist Le Marais vielleicht nicht: Angesagte Boutiquen, trendy Cafés und Bistros und jede Menge gestylte Pariser lassen sich hier gerne sehen. Da liegt der Begriff Hipster-Viertel recht nah – hat mich allerdings nicht gestört. In diesem Beitrag nehme ich Dich mit auf einen Spaziergang durch Le Marais und verrate Dir, Tipps für Cafés, Restaurant und Shops.

[Dieser Beitrag enthält Werbelinks.]

 

Le Marais – vom Marschland zum hippsten SPOT

Le Marais Paris Tipp

Auf Erkundung durch das Stadtviertel Le Marais

 

Sicherlich hast Du schon mal von Gentrifizierung gehört? Genau dieses Phänomen ist mittlerweile in fast jeder Metropole auf der ganzen Welt erkennbar. So etwas in der Art passierte auch im Le Marais. Das Viertel war nicht immer so hip und angesagt wie heute. Paris platzte irgendwann mal aus allen Nähten und musste expandieren. Also verlagerten sich die Stadtgrenzen von der Île de la Cité hinaus vor die Stadttore, also auf Äcker und Marschland.

Während sich das Ansehen in den ersten Arrondissements über die Jahrhunderte radikal änderte, immer größere Boulevards und königliche Gebäude entstanden, blieb Le Marais davon weitestgehend verschont. Und genau das macht das Stadtviertel Le Marais heute so unglaublich charmant. An manchen Stellen fühlst Du Dich in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Ein Hauch mittelalterlicher Charme, in Hinblick auf die Gebäude und deren Struktur, weht über Le Marais.

Das Viertel liegt nur einen Katzensprung vom Centre Pompidou entfernt. Wenn Du also den üblichen Massen für ein paar Stunden entfliehen möchtest, dann ist ein Besuch des Viertels genau richtig für Dich. Allerdings wird es an Wochenenden im Marais ziemlich voll. Denn auch Pariser mögen das Flair und shoppen dort gerne.

 

Le Marais – meine Tipps

Le Marais Kunstgalerie

Kunstgalerie im Viertel Le Marais

 

Ich bin passionierte Fotografin und Fußgängerin. Zu Fuß kann man einfach so viel mehr entdecken. Darum entscheide ich mich auch, von meinem Hotel im 10. Arrondissement zu Fuß ins Marais zu spazieren. Allerdings ist das ein ganz schönes Stück und wenn, Du ein anderes Tagesprogramm planst, dann spare Dir Deine Kräfte etwas. Die Metro-Stationen Hotel de Ville, Saint Paul, Rambuteau (beim Centre Pompidou), Temple oder Republique sind gute Startpunkte um Le Marais zu erkunden.

 

Cafés und Bistros

Marais Bistro

Le Marais bietet Dir zahlreiche Möglichkeiten zur Einkehr

 

Also Kaffee trinken und Wein trinken geht in Paris ziemlich gut. Wenn Du Pariser in der Mittagspause beobachtet hast, dann hast Du sicherlich gestaunt, oder? Zumindest, wenn Du wie ich Brötchen und Kaffee To Go wie in deutschen Städten gewohnt bist.

Die Restaurants sind bereits zur Mittagszeit voll, 3-Gänge-Menüs der Klassiker und auf jedem Tisch steht eine Karaffe Wein. Essen gehen in Paris ist im Vergleich zu Deutschland teuer. Vielleicht ist das Essen in Deutschland einfach nur sehr günstig?

Also, wenn Du schon mal in diesem tollen Viertel bist, sollten Kaffee oder Espresso und vielleicht ein Törtchen oder eine Tarte au Citron Merengue schon drin sein. Es gibt einfach kaum eine besser Art ungeniert Pariser und Touristen zu beobachten. Außerdem ist die Gefahr im Café nicht ganz so hoch, einem Kellner auf den Schlips zu treten oder versehentlich Gänsestopfleber oder Froschschenkel zu bestellen.

Mag ich:
• Fondation Café
Máncora Cebicheria: ein peruanisches Restaurant
• The Broken Arm
• Fragments
• Chez Nenesse
La Boutique Jaune – Sacha Finkelsztajn: Jiddische Gastronomie mit fabelhaften Backwaren

 

Besonders den kleinen Laden von Sacha Finkelsztajn möchte ich Dir für den kleinen Hunger oder die akute Backwaren-Lust ans Herz legen. Bei Deiner Recherche wirst Du immer wieder L’As du Falafel in der Rue des Rosiers genannt. Schließlich soll es dort die besten Falafel der Stadt geben. Auch ich habe den Weg dorthin gesucht und war erschlagen von der langen Schlange an Touristen und die lautstarke Anpreisung der Kichererbsen-Bällchen. Da bin ich gerne durch die gelbe Tür von Sache Finkelsztajn getreten. Es folgten ein super leckerer Bagel mit genialen Aufstrichen und ein Stück Käsekuchen zum Niederknien. Gut essen in Paris geht auch günstig.

 

Shops für jeden Geschmack

Paris Papier Tigre

Papier Tigre: So schön bunt hier

Nach Besuchen in Paris oder einem Wochenende in London fällt mir immer wieder auf, wie sehr ich individuelle Shops liebe und sie in deutschen Städten zunehmend vermisse – besonders in den Innenstädten. Es geht mir selten darum, etwas zu kaufen, sondern vielmehr darum neue Dinge zu entdecken und Konzept-Stores zu besuchen.

Diese hier mag ich besonders gerne:

 

Augen auf – architektonische Schönheiten

Marais Paris

Tolle Anwesen mit versteckten Gärten

 

Neben all den Cafés, Bistros und Boutiquen solltest Du auf jeden Fall die Augen offen halten. Denn an fast jeder Ecke findest Du architektonische Schätze, Familienanwesen und versteckte Gärten. Es wird schnell deutlich, dass hier einst sehr wohlhabende Pariser ihren Wohnsitz hatten.

Und wenn Dir danach ist, dann gehe zum Place des Vosges. Der quadratische Platz ist umgeben von großen Bäumen und klinkerfarbenen Häusern. Eine kleine Oase inmitten der Metropole Paris. Im Sommer kannst Du es Dir bei einem Picnic bequem machen und Dich in Savoir-vivre und Laissez-faire üben.

 

Museen

Wenn Du keine Lust auf einen Besuch im Louvre hast, findest Du im Le Marais ebenfalls Möglichkeiten in die Geschichte einzutauchen. Direkt am Place des Vosges befindet sich das ehemalige Wohnhaus von Victor Hugo. Ja genau dem Schriftsteller Victor Hugo, der „Der Glöckner von Notre Dame“ schrieb. Von Dienstag bis Sonntag kannst Du das Museum kostenfrei besuchen.
Du magst lieber etwas Modernes? Dann besuche das Musée de Picasso – das übrigens in einem wunderschönen ehemaligen Hotel beherbergt ist.

 

Und wenn der Tag zur Nacht wird…

 

Dann kannst Du ja einfach im Le Marais bleiben und den Tag in einer der zahlreichen Bars ausklingen lassen.

Wie wäre es hiermit?

• Little Red Door
• The entrance of Artists

 

Paris Reiseinformationen

  • Angereist nach Paris bin ich mit der Fluggesellschaft Air France von Hamburg zum Charles de Gaulle Airport.
  • Übernachtet habe ich im Hotel Mademoiselle (10. Arrondissement). Buchen kannst Du das Hotel auf booking.com*.
  • Abgereist bin ich mit dem Zug vom Gare de l’Est nach Deutschland.

Zahlreiche Reisetipps habe ich hier gefunden (bestellbar über amazon.de oder in Deiner Buchhandlung):

 

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