Lissabon Reisetipp
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Modernes Lissabon – der Parque das Nações am Tejo

10. März 2022

In Baixa, Bairro Alto, Belém, Almada und Cacilhas warst Du bereits? Du hast die schönsten Miradouros abgeklappert, bist durch die Alfama gestreift, hast Street Art entdeckt und Azulejos fotografiert? Dann unternimm einen Ausflug in den Osten der Stadt und erkunde das moderne Lissabon. Das ehemalige Gelände der EXPO, den Parque das Nações (Park der Nationen), erreichst Du bequem mit der roten Metrolinie. Wir unternehmen einen Spaziergang durch den lebendigen Stadtteil. Los geht’s an der kunstvollen Haltestelle Oriente.

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Kunst am Bahnhof

Metro Lisboa, Kunst

Seit 1959 verewigen sich portugiesische Künstlerinnen und Künstler in den Haltestellen der Metro Lisboa. Zur Weltausstellung 1998 wurde ein schönes Zeichen gesetzt. Kreative aus der ganzen Welt verewigten sich im Untergrund und widmeten sich dem Thema der EXPO: „Ozeane: Ein Erbe für die Zukunft“.

Errö, Hundertwasser, Yayoi Kusama – halte Ausschau nach den riesigen Kunstwerken auf Fliesen, darunter auch die sagenhafte Stadt Atlantis.

Im Vergleich zu U-Bahn-Stationen in anderen Großstädten halte ich mich hier gerne auf.

Von der Untergrund-Galerie führt der Weg hinauf durch den Fernbahnhof Estação do Oriente.

Estacao do Oriente, Lisabon

Weißer Stahl, durchsichtiges Glas, schwerer Beton. Der Bahnhof stammt aus der Feder des spanischen Architekten Santiago Calatrava. Die Träger der Konstruktionen biegen sich schwungvoll in die Breite und recken sich als gotische Spitzböge in die Höhe.

Einmal durch das gigantische Shoppingcenter Centro Comercial Vasco da Gama spazieren, das an den Rumpf eines Riesenkreuzers erinnert. Stets gut besucht mit unglaublichen Öffnungszeiten: täglich von 8 Uhr morgens bis 24 Uhr nachts.

Vom maroden Hafengebiet zum Vergnügungsviertel

Vasco da Gama Brücke, Lissabon

Vom Einkaufszentrum geht es raus an die frische Luft.

Messegelände, Casino und das zweitgrößte Aquarium der Welt. Zahlreiche Restaurants und Bars sowie eine Promenade direkt am Rio Tejo erwarten Dich. Freier Blick auf die 17,2 km lange Vasco-da-Gama-Brücke – die längste Brücke Europas.

Während Du im historischen Zentrum Lissabons erst einmal auf einen Hügel klettern musst, kannst Du hier durchatmen und den Panorama-Blick genießen.

Warum ist es in der Altstadt vonLissabon eigentlich so umständlich einen schönen Platz direkt am Wasser zu finden?

Bis zum Erdbeben 1755 entwickelte sich die Handelsstadt Lissabon organisch am Fluss Tejo entlang. Nach dem Erdbeben wurde die Stadt neu ausgerichtet. Weg vom Wasser und der potenziellen Gefahr durch Tsunamis. Die Viertel am Fluss verfielen zunehmend. Mit der Expo kam die Wiederentdeckung des Tejo. Das Erbe einer Seefahrernation und der 500. Jahrestag der Entdeckung Indiens auf dem Seeweg standen im Fokus der Weltausstellung.

Tipp:

An meinem letzten Tag in der Stadt unternahm ich eine Flusstour mit dem Segelschiff ab Belém zum Sonnenuntergang. Gebucht habe ich diese Tour auf Get Your Guide*.

Highlights im Parque das Nações

Skulpturen im Park der Nationen

Halte nicht nur Ausschau nach den architektonischen Besonderheiten im Park der Nationen. Wirf auch einen Blick auf Skulpturen und Installationen.

Lince Iberico von Bordalo II

Iberischer Luchs by Bordalo II, Lissabon

Diese Statue eines Iberischen Luchs von Artur Bordalo hat es mir auf Anhieb angetan. Ich freue mich, dass ich nach dem Fuchs in Lissabon und dem Wiesel auf dem Artville in Hamburg, nun ein weiteres Werk des Urban Art-Künstlers, der unter dem Namen Bordalo II bekannt ist, entdecke. Die Werke des Lisabonners sehen aus der Ferne hübsch und putzig aus. Ein Schritt näher heran und das Problem unserer Gesellschaft zeigt sich deutlich. Erst der Müll den wir produzieren und irgendwohin werfen, ermöglichst die Kunst von Bordalo II. Und die Trash-Animals sind direkt von dieser Umweltverschmutzung betroffen.

Promenade

Promenade im Parque das Nacoes, Lissabon

Ich laufe zwischen Portugiesischem Pavillon und MEO Arena zur Promenade am Wasser. Das Casino rechter Hand interessiert mich nicht. Dafür allerdings der Jardim Garcia de Orta, ein botanischer Grünstreifen mit Bänken, der sich bis zum 145 Meter hohen Vasco-da-Gama-Turm zieht.

Leider ist der Grünstreifen nicht ganz so gepflegt, wie ich es mir erhoffte. Vielleicht hat die Pflege in Pandemiezeiten auch nicht so einen hohen Stellenwert oder der Sommer war einfach zu heiß, um die Gärten dauerhaft zu bewässern. Unter den Schatten spendenden Bäumen lässt es sich auf jeden Fall herrlich ein kühles Getränk oder Eis genießen. Über mir surrt die nächste Sehenswürdigkeit – der Teleférico.

Standseilbahn – Telecabine Lisboa

Standseilbahn, Lissabon

Der Teleférico ist eine Gondelbahn. Parallel zur Promenade kannst Du in einer Kabine 20 m über dem Tejo zwischen Vasco-da-Gama-Turm und Ozeanarium einen Kilometer zurücklegen.

Nach Mittagessen und Sonnenbrand gönne ich mir eine kleine Auszeit und genieße einfach den fantastischen Ausblick von oben. Für das Ticket habe ich hin und zurück 8 Euro bezahlt. Du kannst auch ein Kombi-Ticket für 15 Euro kaufen, dann ist der Preis für’s Ozeanarium inklusive.

Vasco-da-Gama-Turm, Lissabon

Bevor das Myriad, ein Fünf-Sterne-Hotel in den Vasco-da-Gama-Turm zog, konntest Du die Aussichtsplattform besuchen. Jetzt musst Du Dich leider als zahlender Gast einquartieren, um Lissabon aus 145 Meter Höhe zu bestaunen.

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Oceanário de Lisboa

Zum Abschluss möchte ich noch das größte Aquarium Europas erwähnen. Das Ocenário liegt in den ehemaligen Dockanlagen und soll beeindruckend sein. Ich habe mich damals aus Zeitgründen gegen einen Besuch entschieden und, weil ich Tiere in Gefangenschaft nicht mehr so gut anschauen kann. Allerdings war ich auch schon öfter in Aquarien und finde, dass die Sensibilisierung und das Sichtbarmachen der Unterwasserwelt extrem wichtig sind. Mit der Hoffnung, dass unsere Ozeane als schützenswert angesehen werden.

Weitere Bilder und Eindrücke vom Parque das Nações

Übernachten im Parque das Nações

Wenn auf Durchreise bist, zum Beispiel auf dem Weg auf die Azoren oder nach Madeira oder mit dem Zug weiter möchtest, dann ist eine Übernachtung in diesem modernen Stadtteil Lissabons eventuell eine Alternative für Dich. Du kannst zu Fuß zum Bahnhof und bist schnell am Flughafen.

Hier eine kleine Hotelauswahl:

Essen und Trinken im Parque das Nações

Vegan essen in Lissabon

Ob Fast-Food im Shopping-Center oder Abendessen in einem Fischrestaurant, Steakhaus oder in einer Pizzeria an der Promenade – an Möglichkeiten mangelt es nicht.

Ich habe mir explizit mal ein veganes Restaurant rausgesucht, weil ich neugierig war.

Das M Butterfly Vegan Cuisine by Miss Saigon hat nur mittags zwischen 12 und 15 Uhr geöffnet. Eine Tischreservierung ist dringend empfohlen. Ich hatte Glück, dass ich trotz spontanem Besuch einen Tisch erhielt. Was mich erwartet war mir nicht so ganz klar und landete schließlich bei einem Drei-Gänge-Menü. Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise werden frisch zubereitet. Teller voller Energie und Vitamine. Du kannst die Gerichte auch als Take-away zubereiten lassen und Dir einen Platz am Flussufer suchen.

Lohnt sich ein Ausflug zum Parque das Nações?

Für mich hat sich der Ausflug definitiv gelohnt.

Ich interessiere mich für Architektur, moderne Kunst und Stadtentwicklungen. Bei einem kurzen Aufenthalt in Lissabon hätte ich diesen Stadtteil eher vernachlässigt. Im Oktober 2021 war ich zum dritten Mal in Lissabon und hatte einfach mal Lust, neue Seiten der Stadt kennenzulernen.

Warst Du schon auf dem ehemaligen EXPO-Gelände? Wie hat es Dir gefallen?

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Modernes Lissabon

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