Nationalparks in Kolumbien, Fluss im Nebelwald
Kolumbien Natur- & Nationalparks Reiseblog

Nationalparks in Kolumbien – 6 faszinierende Reiseziele

8. Januar 2023

Kolumbien ist ein Land voller Abenteuer und atemberaubender Landschaften. Vom Amazonas-Regenwald bis zu den Anden können Abenteuerlustige und Naturliebhaber die verschiedenen Nationalparks des Landes erkunden. Die kolumbianischen Nationalparks bieten eine Vielzahl von Aktivitäten, von Trekking über Vogelbeobachtung bis hin zu Kajakfahren. Einige der spektakulärsten Landschaften der Welt erwarten Dich im südamerikanischen Land, das zwischen Karibik und Pazifik liegt. Mit diesem Mini-Guide möchte ich Dir Lust machen, den perfekten Park für Dein nächstes Abenteuer zu finden. Ganz gleich, ob Du auf der Suche nach einem aufregenden Ausflug oder einem Rückzugsort bist, an dem Du Kraft tanken kannst. Viel Spaß bei der Erkundung der atemberaubenden Nationalparks in Kolumbien!

Nationalparks & Naturparks in Kolumbien – Top Spots & Geheimtipps

Nationalparks in Kolumbien, Tayrona

Die kolumbianischen Nationalparks beherbergen eine Vielzahl von Ökosystemen und einige der atemberaubendsten Landschaften der Welt. Küstengebirge, Amazonas- Regenwald, Páramo, Mangrovenwälder – seit meinem ersten Besuch in Kolumbien im Jahr 2008 entdecke ich immer wieder neue natürliche Schönheiten. Für mich als Abenteurerin ist Kolumbien ein Traum. Viele dieser Parks eignen sich hervorragend für Wanderungen und Trekkingtouren und bieten darüberhinaus, ideale Bedingungen für Tierbeobachtungen.

Kein Wunder also, dass Lonely Planet die National- und Naturparks in Kolumbien auf ihre populäre Jahresliste BEST IN TRAVEL 2023 setzt. Damit die Verortung der Parks leichter fällt, nenne ich in der Auflistung hierunter zuerst den Namen des Parks und zusätzlich die nächst größere Stadt. Das macht Dir die spätere Planung Deiner Reiseroute leichter.

Chingaza Nationalpark – Bogotá

Etwa vier Fahrtstunden östlich der kolumbianischen Hauptstadt liegt der Chingaza Nationalpark. Hier in der östlichen Andenkordillere leben Bergtapire und Brillenbären auf 800 bis 4020 Meter Höhe. Die typische Vegetation heißt Páramo. In der baumlosen Landschaft sind Freilejónes die Stars – Korbblütler, deren beharrte Rosette im Laufe der Jahre auf einem braunen Stamm in die Höhe wächst und gelbe Blüten trägt.

Reisetipp:

Die Anreise zum Nationalpark ist zwar auf eigene Faust möglich, allerdings etwas umständlich. Du solltest wissen, dass je nach Regenfall, Straßen gesperrt sein können. Außerdem wird pro Tag nur eine bestimmte Besucherzahl zugelassen. Am besten buchst Du Dir einen privaten Guide oder schließt Dich einer Gruppe an. Ein Tagesausflug ab Bogotá ist machbar, plane lieber mehr Zeit ein. Insbesondere als Trekking-Fan. Im Nationalpark selbst gibt es einen Campingplatz und eine Hütte mit Schlafsaal. Weitere Unterkünfte im Einzugsgebiet des Parks.

Lesetipp:

Nationaler Naturpark Tayrona – Santa Marta

Schon lange kein Geheimtipp mehr, der Vollständigkeit halber erwähne ich den populären Naturpark an der Karibikküste trotzdem. Tayrona liegt im Norden Kolumbiens an den Ausläufern der Bergkette Sierra Nevada. Dieser Nationalpark ist ein idealer Ort, um die karibische Seite des Landes zu erkunden und ein großartiger Ort für einen Strandurlaub. Im Park gibt es viele verschiedene Strände, jeder mit seinem eigenen Charme. Der Park ist auch ein großartiger Ort, um mehr über die indigene Kultur der Region zu erfahren.

Meine Highlights:

Die Wanderung durch tropischen Regenwald und eine Übernachtung am Cabo San Juan, direkt am karibischen Meer bei einer sternenklaren Nacht.

Los Nevados – Pereira

Der nationale Naturpark Los Nevados ist der perfekte Ort, wenn Du sowohl die Anden als auch den Nebelwald sehen möchtest. Die große Vielfalt an Ökosystemen in den Parks macht es möglich, mehrere auf einer einzigen Reise zu besuchen, ohne dass man sehr weit reisen muss.

Pereira liegt im „Goldenen Dreieck“ von Bogotá, Medellín und Calí, also in der Zentralkordillere. Von Pereira bis zum Naturpark Los Nevados benötigst Du etwa vier bis sechs Stunden – je nach Jahreszeit. Dafür kannst Du Dich beim Eisklettern oder Mountainbiking so richtig austoben oder die Stille genießen und Vögel beobachten. Oder Du schmachtest den majestätischen Vulkan Nevado del Ruiz an – immerhin 5.300 Meter hoch.

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Chiribiquete – zwischen Bogotá und Leticia

Der nationale Naturpark Chiribiquete ist noch einer der unberührtesten des Landes. Der geschützte Tropenwald liegt zwischen Bogotá und Leticia. Die UNESCO ernannte den Park zum Kultur- und Weltnaturerbe. Er beherbergt eine große Anzahl verschiedener Tierarten, darunter auch Jaguare. Chiribiquete ist einer der wenigen Orte im Land, wo man den Amazonas-Regenwald zu Fuß erkunden kann.

Besonderheit:

75.000 Felmalereien zeigen Alltagsszenen und die Bedeutung des Jaguars für die lokale Bevölkerung. Chiribiquete ist (glücklicherweise) bisher nur für Wissenschaftler*innen zugänglich.

Nationalpark El Cocuy – Bucaramanga

Der Nationalpark El Cocuy liegt in den Anden und ist ein großartiger Ort zum Wandern. Da der Park auf einer Anhöhe liegt, ist er zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Im Park gibt es auch eine Reihe von Wasserfällen. Hier bist Du genau richtig, wenn Du die Höhe und Traumaussichten auf schneebedeckte Gipfl liebst – schließlich ist dies der höchste Nationalpark des Landes.

Los Katíos – Medellín

Los Katíos befindet sich im Nordwesten Kolumbiens, in der Provinz Chocó. Einer Region, die von Touristen oft übersehen wird. Los Katíos grenzt direkt an den Daríen-Nationalpark in Panama. Ein großartiger Ort, um Feuchtgebiete, Sümpfe und tropische Regenwälder zu erkunden – sie sind nahezu unberührt, da hier kaum Landwirtschaft betrieben wurde. Zugleich lockt der Park mit seinen Naturschätzen zunehmend Wilderer und Holzfäller an. Der Park ist nach der lokalen Bevölkerung genannt, die hier lebten – den Imberá Katíos. Hier kannst Du mehr über die indigene Kultur lernen und, wenn Du Dich dazu berufen fühlst, gemeinnützige Arbeit leisten.

Mein Lieblingsort im Chocó:

Allgemeine Tipps für den Besuch von Nationalparks

Wenn Du einen der kolumbianischen Nationalparks besuchen möchtest, solltest Du einige Dinge beachten. Es ist wichtig, die verschiedenen Jahreszeiten im Land zu kennen. Einige Parks sind zu bestimmten Jahreszeiten nicht geöffnet und bieten zu verschiedenen Zeiten des Jahres unterschiedliche Aktivitäten an. Es ist auch wichtig, die verschiedenen Ökosysteme in den Parks zu kennen und zu wissen, welche klimatischen Besonderheiten Dich vor Ort erwarten. Außerdem ist es ratsam, sich vor einem Besuch in einem Teil des Landes über eine angemessene Reiseversicherung zu informieren.

Tipps für Deine Reiseplanung:

Aktivitäten in den Nationalparks – 3 Vorschläge

In den kolumbianischen Nationalparks gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten und Attraktionen. Zu den beliebtesten Aktivitäten in den Nationalparks gehören Wandern, Vogelbeobachtung, Kajakfahren und die Erkundung der indigenen Kultur.

Trekking in den Anden

Trekking ist eine großartige Möglichkeit, die Anden zu erkunden und die einzigartigen Ökosysteme in dieser Region des Landes zu erleben. In den Anden gibt es verschiedene Orte, an denen man wandern kann, darunter Los Nevados, bereits erwähnt, aber auch Los Santos und El Cocuy.

Nationalparks in Kolumbien, Vogelbeobachtung

Vogelbeobachtung in der Sierra Nevada

Die Vogelbeobachtung wird leicht übersehen, aber sie ist eine großartige Möglichkeit, dieses einzigartige Ökosystem zu erkunden. Insider und KennerInnen der Birdwatching-Szene wissen beretis, welches Vogelparadis Kolumbien ist. Zahlreiche endemische Vogelarten machen Kolumbien zu einem der Top-Länder für Birdwatching.

Ich habe in der Sierra Nevada , genauer in Minca, eine Vielzahl beeindruckender Vögel gesehen. Wie den oben gezeigten Tukan etwa. Aufgenommen von meinem Schlafzimmer.

Kajakfahren im Chiribiquete-Nationalpark

Viele der Nationalparks in Kolumbien eignen sich hervorragend zum Kajakfahren, aber Chiribiquete ist ein guter Ort, wenn Du im Amazonas-Regenwald paddeln möchtest. So ergibt sich eine ganz neue Perspektive auf diese einzigartige Landschaft.

Fazit: Nationalparks in Kolumbien

Wenn Du die natürliche Schönheit Kolumbiens erkunden möchtest, besuche mindestens einen Nationalpark, wenn nicht sogar mehrere. Du schaffst nachhaltige Erlebnisse, tankst Kraft und Energie für Deinen Alltag zu Hause und unterstützt mit Deinem Besuch idealerweise einen sanften Tourismus. Vom Trekking durch die Anden bis zur Kajaktour durch den Amazonasregenwald ist für jeden etwas dabei. Dieser kleine Reiseführer macht Dir hoffentlich Lust, die Vielfalt der Ökosysteme zu erkunden und die Naturwunder Kolumbiens zu entdecken.

Welche Nationalparks in Kolumbien kennst Du bereits?

Lies auch: Kolumbien – Highlights & Reisetipps

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