Kaffefinca in Salento, Kolumbien

Salento – Ausflug zu einer Kaffeefarm in Kolumbien

9. Dezember 2016

Salento in Kolumbien ist ein kleines Dorf mit gerade einmal 4000 Einwohnern und liegt wunderschön im Grünen auf 1900 m Höhe. Die nächst größere Stadt liegt im Nordwesten und heißt Armenia. Das bergige Salento ist eine der beliebtesten Kaffee-Regionen Kolumbiens. Wenn Du also schon mal hier bist und Dich vom pittoresken Dorfkern mit paisa-Architektur und dem nahegelegenen Valle de Cocora loseisen kannst, dann besuche unbedingt eine Kaffeefarm. Ein privater Fahrer holt uns an unserer Unterkunft Reserva El Cairo ab und fährt uns auf die andere Seite des Berges. Zur bekanntesten Kaffee-Finca der Region: El Ocaso.

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Wie wird Kaffee in Kolumbien angebaut?

Komfortabel erreichen wir die Finca El Ocaso mit dem Auto. Einige Teilnehmer*innen sind zu Fuß aus dem Zentrum von Salento gekommen, das sind knapp 5 Kilometer bergab.

Auf dem alten Farmhaus begrüßt uns José. Er spricht Englisch und wird uns in der kommenden Stunde über die Plantagen der Finca El Ocaso führen. Hier gibt es übrigens auch einige Gästezimmer, in denen man ebenfalls sehr schön wohnen kann.

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Doch wir sind hier um mehr über Kaffee zu erfahren. Also führt uns José durch die Kaffee-Plantagen und anschließend durch verschiedene Gebäude, in denen der Kaffee verarbeitet und anschließend verpackt wird.

Am Ende der Tour dürfen wir uns in der kolumbianischen Zubereitung des Kaffees probieren und natürlich auch verkosten.

Wissenswertes über Kaffee – das habe ich gelernt

Kolumbien ist nach Brasilien und Vietnam der drittgrößte Kaffee-Exporteur weltweit.

Es dauert etwa drei Jahre bis eine Kaffeepflanze die erste Ernte trägt. Nach 15 Jahren sind die Pflanzen nicht mehr so ertragreich und werden dann durch neue Pflanzen ersetzt.

Die Kaffeebohne liegt im Inneren der Kaffeekirsche. Diese sind nicht nur rot, sondern können auch eine gelbe Farbe haben. Beide Kirschsorten sind sehr lecker, saftig und süß. Nur die roten oder gelben Früchte werden zur Weiterverarbeitung verwendet.

Als ich vor acht Jahren erstmals eine Kaffee-Finca besuchte, war ich schon erstaunt wie viel Arbeit hinter einer leckeren Tasse Kaffee steckt. Die Kaffee-Ernte ist noch immer pure Handarbeit. Dabei anstrengende Arbeit, wird leider nur mäßig bezahlt.

Ein flinker Kaffee-Pflücker schafft an einem Tag 100-200 kg der Kaffee-Kirschen zu ernten. Dafür erhält er am Ende des Tages (12 Stunden) etwa 30 Euro.

Nach dem Pflücken werden die Kaffeekirschen gewaschen und so von ihrem Fruchtfleisch entfernt. Anschließend werden sie getrocknet und nach ihrer Qualität aussortiert.

Die Röstung des Kaffees erfolgt in den jeweiligen Exportländern. So kann es sein, dass dieselbe Bohne unterschiedlich schmeckt.

Es gibt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft:

Die besten Bohnen sind für den Export bestimmt und entsprechend teuer. Die Mehrheit der Kolumbianer trinkt Kaffee aus Bohnen 2. Wahl.

Nur in Städten wie Medellín oder Bogotá wird Kaffee 1. Wahl auch in hippen Cafés angeboten, zum Beispiel bei Juan Valdez.

Alle Infos zur Finca El Ocaso hier: https://fincaelocasosalento.com/

Lesetipp:

Wo in Kolumbien übernachten?

Weitere Tipps für Salento in Kolumbien

Wenn Du an einer Kaffeetour am Vormittag oder Mittag teilgenommen hast, dann fahre doch zurück ins Zentrum von Salento, suche Dir einen Platz zum Forelle essen – auch dafür ist Salento bekannt.

Trucha (Forelle) essen in Salento – mein Tipp:

Estiba Restaurante & Café – Google Plus Code:JCQH+9X Quindío, Kolumbien

Oder versacke in einer Kneipe und komm mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt. Vielleicht läuft ja gerade ein Fußballspiel?

Für mich gehört Salento zu einem der schönsten und entspanntesten Dörfer Kolumbiens.

Und natürlich unternimmst Du einen Ausflug ins Valle de Cocora, ins bekannte Tal mit den riesigen Wachspalmen, dem Nationalbaum Kolumbiens. Lass Dir diesen besondere Naturhighlight nicht entgehen.

Die perfekte Unterkunft findest Du in meinen Tipps für Unterkünfte in Kolumbien.

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