Paris Louvre Tipps

Musée du Louvre – Tipps für Deinen ersten Besuch

2. Januar 2018

[Aktualisiert 2019] Mit 9 Millionen Besuchern im Jahr ist es das meist besuchte Museum der Welt. Es beherbergt einige der berühmtesten Gemälde und zählt zu den am häufigsten fotografierten Museen auf Instagram: der Louvre. Bei meinem mittlerweile sechsten Besuch in Paris, konnte ich mir diesen klassischen Sightseeing-Höhepunkt nicht entgehen lassen. Ich liebe Kunst und alle die spannenden Geschichten und Mythen, die um die Kunstwerke ranken. Ehrlich gesagt hatte ich ziemliche Bedenken, dass ich nach meinem Besuch im Louvre enttäuscht sein würde. Dem war glücklicherweise nicht so. Woran das lag und welche Tipps ich Dir für Deinen ersten Besuch geben kann, verrate ich Dir in diesem Beitrag.

[Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung – ohne Auftrag  |  Affiliate-Links*]

Paris Trip ohne Louvre?

Bisher hatte ich sehr viel Glück, oft in Paris gewesen zu sein. Warum ich erst jetzt im Louvre war? Für mich war klar, dass ich Zeit benötige und mich garantiert nicht 2 Stunden lang in eine Warteschlange einreihen werde. Dafür waren meine Paris Trips zu kurz und die Zeit zu wertvoll: Fotografieren, durch die Straßen und Gassen der Seine-Metropole wandeln, einkehren, um mir ein Törtchen mit Espresso zu genehmigen und mich vom besonderen Takt der französischen Hauptstadt treiben zu lassen. Paris bietet so viele andere spannende Museen, wie das Centre George Pompidou, Musée d’Orsay, Musée Picasso oder den Grand Palais. Ein Paris Städtereise ohne Louvre ist eindeutig machbar, jeder sollte aber mindestens einmal in dieser beeindruckenden Schatzkammer gewesen sein.

 

Louvre ja, aber mit Plan

Louvre App

Beantworte Dir vor Deinem Museums-Besuch die Frage, warum Du das Musée du Louvre besuchen möchtest. Weil es „alle“ besuchen und Du unbedingt ein Selfie mit der Mona Lisa möchtest? Go for it – viel Spaß, aber Dir entgeht eine Menge. Denn der Zauber dieser beeindruckenden Stätte wird Dir verborgen bleiben.

 

Tipps für Deinen Louvre Besuch

In Paris führen alle Wege zum Louvre. Das Museum liegt im 1. Arrondissement und damit unweit der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Paris. Es liegt auf der rechten Seine-Seite, grenzt an den Jardin des Tuileries und an die viel befahrene Rue Rivoli. Die nächst gelegenen Metro-Stationen heißen Palais Royal-Musée du Louvre und Louvre-Rivoli.

 

1. Der Louvre hat mehr als einen Eingang

Insgesamt hat der Louvre drei Eingänge. Die bekannte Glaspyramide ist der Haupteingang des Louvre. Je nach Wochentag oder Reisezeit bilden sich hier lange Warteschlangen. Es kann durchaus mehrere Stunden dauern, bis Du das Museum von innen siehst, denn alle Besucher müssen durch eine Sicherheitskontrolle. Weitere Eingänge sind: Porte du Lions und unterirdisch über die Galerie du Carrousel. Nicht wundern, dort befindet sich ein Shoppingcenter. Ich habe mir das Erlebnis nicht entgehen lassen und den Haupteingang gewählt.

 

2. Öffnungszeiten & Preise

Dienstags ist der Louvre geschlossen. An den anderen Tagen ist das Museum von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Verlängerte Öffnungszeiten (bis 22 Uhr) gibt es mittwochs und freitags. Dann kannst Du bis 21.45 Uhr im Museum bleiben.

Mein Besuch fiel auf einen Mittwoch und ich erkundete das Museum am späten Nachmittag bis zum Abend. Für mich die beste Entscheidung, denn lange Warteschlangen und überfüllte Museen finde ich un-sexy. Von Oktober bis März gibt es jeweils am ersten Sonntag des Monats freien Eintritt sowie am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag.

Sollte Dein Paris Trip aufs Wochenende fallen, kaufe Dir am besten online Deine Eintrittskarte. Das Museum direkt morgens um 9 Uhr zu besuchen, halte ich für unklug. Du triffst auf Busgruppen und Urlauber mit festem Programm. Eine Garantie gibt es nicht, aber ich kann mir vorstellen, einige Besucher werden um die Mittagszeit das Museum verlassen (Stichwort: Müde, Hunger, Pipi). Gegen Ende der Öffnungszeiten, also so ab 16 Uhr, wird es im Louvre entspannter.

Ich habe  für mein Ticket 17 Euro bezahlt. Auf der Webseite des Louvre stehen zwei Eintrittspreis. Bei Online-Buchung bezahlt Du 17 Euro und sollst weniger als 30 Minuten anstehen müssen. Beim Kauf im Museum kostet der Eintritt 15 Euro. Dort kannst Du entweder in bar oder mit Kreditkarte am Ticketschalter zahlen. Alternativ stehen Ticketautomaten zur Verfügung. Dort ist die Bezahlung nur mit Kreditkarte möglich. Audioguides stehen zur Verfügung –  neuerdings geht es mit Nintendo 3DS auf Museumstour. Du kannst Audioguides auch auf Dein Smartphone laden . Jugendliche (bis 26 Jahre) und Behinderte mit deren Begleitperson haben freien Eintritt, wenn Sie dies nachweisen können.

 

3. Plane Deinen Aufenthalt und verstaue Ballast

Wenn Du einen langen Museumstag planst, nimm Dir am besten Essen und Trinken mit. Es gibt zwar Verpflegungsmöglichkeiten im Louvre (etwa die französische Bäckerei Paul oder der Salon de Thé Angelina mit Terrasse), die Preise sind allerdings hoch. Ebenso alles, was in unmittelbarer Nähe des Museums liegt.

Dein Proviant zusammen mit sonstigem Ballast wie Jacke, Tasche und Wertsachen kannst Du in einem großen Raum mit Schließfächern verstauen. So kannst Du das Museum leicht erkunden. Stelle Dich auf weite Strecken ein; die Flügel Denon und Richelieu sind jeweils 700 Meter lang. Flache Schuhe sind ein Muss.

Museumspläne sind in verschiedenen Sprachen an der Information unter der Glaspyramide erhältlich. Schnappe Dir einen, damit Du den Überblick behältst. Du kannst ihn Dir vorab in deutscher Sprache bequem hier herunterladen.

Neben dem Audioguide gibt es eine App für Dein Smartphone. Erhältlich im Apple Store und bei Google Play.  Die In-App-Kosten liegen zwischen 1,09 € (Die Meisterwerke im Musée du Louvre mit 100 Audiokommentaren) bis 5,49 € (Der ganze Audioguide auf dem Smartphone mit 600 Audiokommentaren).

 

4. Entscheide Dich, was Du sehen möchtest

Der Louvre hat drei Flügel: Richelieu, Sully und Denon und mehrere Ebenen von – 2 bis 2. Auf ca. 60.000 Quadratmetern sind 35.000 Kunstwerke ausgestellt. Das ist ein bisschen was, oder? Verabschiede Dich am besten von dem Gedanken, alles sehen zu wollen. Das Betrachten von Kunst braucht Zeit und nach ein paar Stunden ist Dein Kopf etwas matschig, von den vielen Eindrücken.

Vom zentralen Foyer aus (Ebene -2), direkt unter der großen Glaspyramide, hast Du Zugang zu allen drei Flügeln. Spätestens an diesem Punkt solltest Du auf Deinen Lageplan schauen und wissen, was Du sehen möchtest und worauf Du Lust hast.

Selten alleine im Musee du Louvre

Möchtest Du tausende Jahre zurückreisen und antike Kunstschätze bewundern? Bleib lieber in den unteren Etagen. Dort erwarten Dich Altertümer aus dem Nahen Osten, Ägypten, Griechenland und aus dem Römischen Reich, Kunst aus dem Nahen Osten sowie Islamische Kunst.

Für mich war klar, dass ich erstmal die Antike links liegen lasse und mich auf Italienische Gemälde (1350-1850) und Französische Gemälde (1250-1800) konzentrieren möchte. Ich wählte den Eingang Denon, wie die meisten Besucher.

Bei der Islamischen Kunst, Kunst aus dem Nahen Osten und Ägypten sowie an einigen der wunderschönen Skulpturen aus Europa bin ich hängen geblieben. Soviel also zu meinem Plan!

Was ich zunächst für einen schlechten Scherz hielt, entpuppte sich als Realität: schwarz-weiß Kopien der Mona Lisa und Pfeile weisen den Weg zum echten Gemälde. Verlaufen eher nicht möglich.

 

5. Die Mona Lisa ist sehenswert, aber…

Nicht ohne Grund ist die Mona Lisa eines der berühmtesten Gemälde der Welt und für die Kunstgeschichte von Bedeutung. Mich hat das Gemälde mit dem charmanten Lächeln beeindruckt. Jedoch ist es ein Gemälde, an das man nicht herankommt und es aus der Nähe beobachten kann. Das Gemälde der Mona Lisa ist ein Puzzle-Teil aus einer jahrtausendealten Geschichte, die Stück für Stück aufeinander aufbaut. Wer die Anfänge der Kunst nicht kennt und versucht ihre Entwicklung nachzuvollziehen, wird bestimmte Gemälde nicht verstehen (können). Wenn Du bisher um Kunst und ihre Geschichte einen Bogen gemacht hast, überlege Dir, ob Du eine geführte Tour mit einem Guide buchen möchtest. In kleinen Häppchen erhältst Du interessante Informationen und verstehst viel besser, wie Kunst und Geschichte miteinander verflochten sind.

News 2019: So wie oben wird die Mona Lisa nicht mehr präsentiert. Im Sommer 2019 wurde die Gallerie renoviert und die Mona Lisa vorübergehend „ausquartiert“. Nun hängt sie nicht mehr vor hellem, sondern vor dunklem Hintergrund. Ein neues Besuchersystem, soll zudem einen persönlichen Moment mit der Mona Lisa ermöglichen. [Quelle: Monopol Magazin]

Wandelt man durch die pompösen Gänge des Louvre, betrachtet die wunderschönen Deckenmalereien, Skulpturen, Böden und hält sich vor Augen, dass hier einst Könige lebten, dann ist das ein „special moment“. Der Louvre versammelt eine unfassbare Fülle an Historie an einem Platz. Ein idealer Ort zum Studieren, Beobachten, Philosophieren und – Scherzen.

Für mich war mein erster Besuch im Louvre total entspannt und zugleich beeindruckend. Ich komme garantiert wieder und knöpfe mir eine andere Epoche vor. Im Louvre könnte ich locker mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen verbringen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken.

Den Museumsauftritt des Louvre findest Du auf: www.louvre.fr.

 

6. Louvre Lesetipps:

Der Louvre. Alle Gemälde.


Weitere Infos zum Buch*

 

Einmal durch den Louvre

Weitere Infos zum Buch*

 

Louvre Abu Dhabi: The Complete Guide (English Edition) 

Weitere Paris Reisetipps und Reiseberichte:

 

2 Kommentare

Leave a Reply