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Prag – Ein Wochenende im Winter

Prag Winter

Von einem Wochenende in Prag habe ich schon so lange geträumt. Im Winter 2014 habe ich euch bereits in einem Blogartikel „Prag – Städtereise im Winter“ von meinem Wunsch einer Winterreise in die tschechische Hauptstadt vorgeschwärmt. Nun hat es endlich geklappt und ich konnte meinem Alltag für ein Wochenende an die Moldau entfliehen. Warum ich noch immer ganz fasziniert von dieser spannenden Stadt und meinem kleinen „weekend getaway“ bin? Schaut selbst: Hier sind meine Reise-Eindrücke. 

Prag mal Anders – Abseits der Touristenströme

Mit dem Flugzeug reiste ich Freitags abends von Hamburg nach Prag. Mein erster City Trip dieser Art, denn üblicherweise vermeide ich solche Kurztrips mit dem Flugzeug. Diesmal
brauchte ich dringend eine Auszeit mit einem lieben Menschen und warf diesmal meine Vorsätze über Bord. Außerdem stand die Stadt schon so lange auf meiner Wunschliste, dass ich
einfach nicht widerstehen konnte.

Nach einer recht kurzen Nacht zog ich morgens die Gardinen zur Seite und sah Schnee soweit das Auge reicht. Wir machten uns auf den Weg zum Platz der Republik (Namesti Republiky), denn hier hatten wir um 10:00 Uhr eine Verabredung mit Dana.

Bereits eine Woche zuvor, hatte ich mir aus der Bücherei Reiseführer zusammen gesucht, doch zum studieren der Lektüre kam ich kaum. Irgendwie bin ich beim surfen auf die Webseite „Like a Local“ gestoßen. Die Aufmachung, Tipps und Darstellung hat mir super gefallen. Hier werden neben Insidertipps auch verschiedene City-Touren angeboten. Danas Rezensionen und ihr Tour-Konzept haben mir so gut gefallen, dass ich eine Tour bei ihr buchte. Ihr Motto: „Prague behind the Scenes„.

 

Auf der Suche nach den versteckten Ecken Prags

Dana zeigt uns in den nächsten vier Stunden ihr Prag. Wir passieren verschiedene Gassen, kommen an dem ein oder anderen hippen Laden vorbei, erfahren mehr über das kleinste Haus in Prag und den zweitältesten Jazzclub in Europa. Ihre Empfehlungen und geschichtlich Relevantes mischt sie sehr angenehm. Wir sind bei dem Schneegestöber vor allem auf das gehen fokussiert und hätten uns Skier oder einen Schlitten zum Rodeln gewünscht. In jedem Fall hat der viele Schneefall einen Vorteil – Prag gehört uns fast alleine. Nur einige Wagemutige gehen auf die Straße und Autofahrer sind kaum unterwegs. Ideal um eine Stadt ungestört erkunden zu können. Und noch dazu sieht Prag so wunderschön aus.

Wir passieren die deutsche Botschaft, sehen unterwegs „Pre-Wedding“ Fotoshootings von Chinesen, die tapfer in ihrem Hochzeitsoutfit posen und wandern einen steilen Hang hinauf. Von hier aus haben wir eine fantastische Aussicht auf die Altstadt und die Prager Burg. Ein wundervoller Ort!

Wie wird es hier erst im Sommer sein, wenn man unter blühenden Apfelbäumen und Mandelbäumen picknicken kann? Was es mit dem Trabant auf sich hat? Am besten ihr schaut selbst in Prag mal vorbei und lasst es euch erzählen.

Gemütliche Stunden in Prag

Die Zeit verging wie im Fluge und langsam wurden unsere Füße kalt. In einem kleinen Café, das von einer Künstler/Galeristen-Familie geführt wird, kehrten wir ein.

Wir plaudern bei Suppe, Sandwiches, Glühwein und Capucchino und erfahren etwas mehr von Dana, ihrem Werdegang und ihrer Idee, Touristen Prag zu zeigen.

Wir erfahren außerdem, dass wir nach dem Ende dieser City Tour zwischen 12 km und 13 km Fußmarsch zurück gelegt haben werden. So weit kommt es uns jetzt noch gar nicht vor, obwohl wir durch den Schnee stiefeln, auf Pflastersteinen wandeln und einen steilen Hang erklimmen.

Unsere City Tour endet bei der Prager Burg und der Kathedrale. Wir kehren aus unserem „Wintermärchen“ zurück in die (Touristen-) Realität und müssen diese tolle Stadt nun wieder mit allen anderen teilen.

Die Prager Altstadt werden wir später erkunden. Wir werden uns erstmal aufwärmen und wieder zurückkommen, wenn es dunkel ist.

Wir verabschieden uns von Dana, die nach diesen vier Stunden eher eine Gastgeberin war als eine „Fremdenführerin“. Dekuji!

Anreise Prag

  • Anfang Januar war klar, dass ich nach Prag reisen werde. Über expedia.de habe ich ein akzeptables Flugangebot mit Czech Airlines gebucht. Für die Anreise zum Hamburg Airport Helmut Schmidt nutzte ich den HVV.
  • Die Emissionen meines Flugs habe ich freiwillig über atmosfair kompensiert, vielleicht ja auch für euch eine Option?

Öffentliche Verkehrsmittel in Prag

  • Am Flughafen in Prag nutzte ich den öffentlichen Nahverkehr. Geplant hatte ich die Fahrt mit dem Airport Express zu nutze (60 CZK). Entgegen der Infos in meinem Reiseführer fuhr der letzte Bus bereits um 21 Uhr und nicht um 22 Uhr wie angegeben. Vor dem Terminal 2 gibt es eine Abfahrtsstelle für die Busse des öffentlichen Nahverkehrs (Linie 119 zur Metro A) und eine weitere Buslinie, die zur Metro B fährt. Die Verbindung A hat mich am schnellsten zu meinem Ziel gebracht. Nervig war, dass es nur einen Automaten zum Lösen der Fahrscheine gibt und dieser keine Scheine akzeptiert. Die Bezahlung mit Kreditkarte ist ohne Probleme möglich.
  • Erst mal an der Metrostation angekommen, bringen euch die Metrolinien sehr schnell ins Zentrum. Ich war überrascht, wie wenig in Prag los war und wie einfach das System funktioniert. Habt für die Fahrscheine immer genügend Münzen dabei. Mit der günstigsten Fahrt (24 CZK) könnt ihr bis zu 60 Minuten fahren.
  • Prag hat drei Metrolinien: A (grün), B (gelb) und C (rot).
    Damit sind alle Sehenswürdigkeiten schnell erreichbar. Trams verkehren ebenfalls überirdisch, habe ich aber nicht genutzt, da wir viel zu Fuß unterwegs waren.

Tipps für ein Prag Wochenende

  • Was „poppt“ euch denn als Erstens in den Sinn, wenn ihr an Prag denkt? Bei mir waren es romantische Spaziergänge, mittelalterliche Gebäude, Cafés, Trdelnik und die Menschen, die von dieser tollen Stadt schwärmten. Prag bietet für jeden Geschmack etwas und so könnt ihr euer individuelles Programm gestalten.
  • Bei diesem ersten Kurztrip nach Prag konnte ich mich nicht ganz so intensiv mit der Stadtgeschichte und Prags Sehenswürdigkeiten beschäftigen, wie ich das sonst tue. Also habe ich das Tourismusbüro von Prag auf Twitter (@Prague_eu) gefragt, was sie mir denn empfehlen können, um mich in die Stadt zu verlieben. Einige interessante Tipps gab es, doch das reichte noch nicht. Ich wollte etwas anderes.

Alternative Stadtführungen in Prag

  • Bei Google, Twitter und Facebook bin ich  irgendwie bei Like A Local Guide gelandet. Nach ein paar Tipps war mir klar, dass mir diese Aufmachung sehr gut gefällt und ich bin bei der Tourbeschreibung „Prague Behind The Scenes“ von Dana hängen geblieben. Die Buchung und Bestätigung ging sehr flott und so wusste ich schon mal, dass ich einen festen Programmpunkt hatte.
  • Die übrige Zeit haben wir genutzt um einfach zu bummeln, etwas trinken zu gehen oder um Fotos zu machen. Wie ihr euren Aufenthalt also gestaltet, hängt von euren Präferenzen ab. Diesmal war ich sehr froh eine City Tour gebucht zu haben. Da es keine anderen Teilnehmer gab, hatten wir eine private Tour. Wirklich ein Luxus und eine ideale Möglichkeit eine Stadt zu
    erkunden.
  • Glücklicherweise habe ich von den prophezeiten Menschenmassen in Prag nicht sehr viel mitbekommen, da wir uns gekonnt um die Stoßzeiten gedrückt haben. Ich habe mich sehr sicher in Prag gefühlt und bin nachts auch noch etwas gewandelt, um Fotos zu machen. Was ich dabei erlebt habe, stelle ich euch in diesem Blogartikel über einen Abendspaziergang durch Prag vor.

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