alternative Reiseführer 22 Stadtabenteuer

Alternative Reiseführer

22. November 2019

Ich liebe Bücher! Jene, die mich in den Bann ziehen, eine tolle Geschichte erzählen oder mit brillantem Hintergrundwissen und Insidertipps punkten. In klassische und neu aufgelegte Reiseführer schaue ich immer mal wieder rein. Ich kann einfach nicht anders. Wenn Papierseiten Fingerspitzen entlang streifen. Pupillen  i-Tüpfelchen zu Punkt, Komma und Gedankenstrich hüpfen. Und Farbfotos Kopfkino auslösen. So läuft das bei mir idealerweise, wenn ich einen Reiseführer in der Hand halte. Ernüchternd stelle ich fest: Nur noch wenige Reiseführer schaffen es in mein Reisegepäck, denn sie berühren mich nicht. Aktuelle Infos recherchiere ich im Internet. Frischen Wind versprechen alternative Reiseführer und Ausflugsführer. Zwei Buchreihen stelle ich Dir hier vor.

[Hinweis: Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung, Presseexemplare, Affiliate-Links*.]

 

Für Stadtabenteuer

Stadtabenteuer-Michael-Mueller-Verlag

Städtetrips sind spannend. Und zuweilen ziemlich stressig. Das fängt häufig bei der Reiseplanung an. Was schaue ich mir an? Muss ich da hin? Oder ist das einer dieser Touri-Spots, den man lieber weglässt?  Und wie lange muss ich eigentlich sparen, bis ich mir einen Trip nach New York, Berlin, Prag, Hamburg, Wien oder Rom überhaupt leisten kann?

Die neue Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag, stellt 33 Stadtabenteuer vor. Im Fokus stehen Erlebnisse, nicht das Abhaken von Sehenswürdigkeiten. Diese werden einfach mal in die zweite Reihe gestellt. So bleibt Platz für einen Besuch im „Gruselkabinett der Seefahrer“ (Hamburg Edition), einen „Ausflug ins Jahr 5779“ (Prag Edition), einen „Afternoon Tea im Ritz-Carlton“ in Berlin (als Afternoon-Tea-Fan steht das schon ganz lange auf meiner Wunschliste) oder einen „Wiener-Walzer-Blitztanzkurs“ (in Wien natürlich).

Das Beste?  Mindestens die Hälfte der Stadtabenteuer sind kostenlos oder kosten weniger als 12 Euro. Für jeden Geschmack und Reisestil ist etwas dabei. 

Das gefällt mir:

  • Aufmachung. Die Skyline der jeweiligen Stadt ragt aus einer bekannten Sehenswürdigkeit hervor. Im Buch werden Illustrationen und Karten spielerisch und sinnvoll verknüpft, sind Teil des Buches und nicht nur Beiwerk. Und das Druckpapier fühlt sich richtig gut an. Ein bisschen rau – genau richtig.
  • Aufteilung nach Stadtteilen. Knackige/notwendige Infos zu den Spots.
  • Die Texte sind gelungen, genau nach meinem Geschmack. Endlich darf ich mal mit dabei sein. Erfahre aus dem lockeren Erzählstil, dass der Autor in Hamburg mal mit einem Kumpel, mal mit den Kids unterwegs ist. 
  • Etwas versteckt hinten im Einband: Eine Zuordnung der Erlebnisse für Morgens, Mittags und Abends. 

Bisschen Kritik:

Da ich in Hamburg lebe, habe ich mir die Ausgabe natürlich genauer angesehen. 

  • Wie in fast jedem Reiseführer für Hamburg, finden die Stadtteile an der Süderelbe kaum Beachtung. Das macht mich jedes Mal ein bisschen traurig. Wäre doch schön, wenn der Blick auf Veddel, Wilhelmsburg und Harburg gelenkt wird. Im Kapitel „Ab vom Schuss“, findet glücklicherweise mein Lieblingsmuseum, die Sammlung Falckenberg, in Hamburg-Harburg Platz sowie weitere Erlebnisse an den Rändern der Stadt.
  • Die Aufmacher-Fotos der Kapitel wiederholen sich bei den Erlebnissen. Das finde ich schade. Hamburg bietet immerhin jede Menge Fotomotive.
  • Einige Tipps gehören nicht in einen Reiseführern, die sollten eigentlich nur in Hamburg-Lebende kennen. 🙂

Hier findest Du alle Ausgaben der Stadtabenteuer*. 

 

Für Outdoor-Erlebnisse

52 kleine und große Eskapaden

Die Buchreihe 52 kleine & große Eskapaden* aus dem DuMont Reiseverlag ist ideal für Dich, wenn Du für ein paar Stündchen, einen Tag oder ein Wochenende aus dem Alltag ausbrechen willst. Es braucht gar nicht eine Reise um die Welt zu sein, um mal wieder etwas Spannendes in der Natur zu erleben. Anstatt weiter, häufiger, ultimativer – einfach mal einen Gang heraus nehmen, den Urlaub vor der eigenen Haustür starten. Das ist erholsam, abenteuerlich und total spannend. Und es braucht garantiert keine dicke Reisekasse. 

Das gefällt mir: 

  • Konzept. Jedes Wochenende – ein Ausflug. Die Ausflüge sind nach Dauer und Jahreszeiten geordnet. Es braucht nicht viel Planung, um das Abenteuer zu starten. Gerade die Miniurlaube sind eine tolle Gelegenheit um einfach mal Auszubrechen aus der Tretmühle und sich vom Alltag zu erholen.
  • Fotoanteil. Das macht die Ausflüge richtig lebendig, so als sei ich selbst mit im Boot, auf der Alm oder auf dem Gipfel.
  • Autorinnen und Autoren – sympathisch, einige sind sogar selbst Reiseblogger. Die Harz*-Ausgabe hat zum Beispiel Jana Zieseniß (sonne-wolken.de) geschrieben. Elke Weiler (meerblog.de) stellt 52 kleine & große Eskapaden von Sankt Peter-Ording bis Sylt* vor. 
  • Die meisten Erlebnisse sind kostenfrei und mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. 
  • Alle Touren stehen zum Download bereit und können auf dem Smartphone „abgelaufen“ werden.

Kritik?

  • Warum ist das Jahr so kurz?

 

Hier findest Du weitere [block]9[/block].

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