Symbolbild Reisepass, Impfpass, Landkarte

Das gehört zur Reiseplanung: Reiseschutzimpfung

7. Oktober 2019

[Anzeige] Du hast akribisch Flugpreise verfolgt? Unterkünfte ausgewählt? Und die Reiseroute für Deine perfekte Rundreise durch Südostasien, Afrika oder Südamerika geplant? Bei aller Vorfreude: Informiere Dich rechtzeitig, ob eine Reiseschutzimpfung im Zielland sinnvoll ist.

Wo finde ich Informationen zum Thema Reiseschutzimpfung?

Ob Hundebiss, verunreinigtes Essen oder Wasser, stehende Gewässer mit umherschwirrenden Moskitos, Tattoo oder One-Night-Stand – auf Reisen lauern Gesundheitsrisiken. Spätestens acht Wochen vor Deiner Abreise solltest Du ärztlichen Rat suchen. Bei Hausarzt/Hausärztin, Tropen- oder Reisemediziner*innen.

Welche Reiseschutzimpfung ratsam ist, erfährst Du zum Beispiel in aktuellen Reiseführern und auf den Webseiten der Auswärtigen Ämter. Allerdings sind diese Informationen nicht verbindlich. Und manchmal veraltet. Besser Du nimmst Dir einen Termin bei Tropeninstituten. Vor Schulferien kann es lange Wartezeiten geben.

Erste Anlaufstellen sind etwa:

  • Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Globale Gesundheit e.V.
  • Robert Koch Institut
  • CRM Centrum für Reisemedizin
  • Auswärtiges Amt
  • Hausarzt

Gefährliche Erkrankungen sind Cholera, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, Typhus, Hepatitis, Tollwut, Meningitis, Tetanus, Diphtherie oder Polio. Impfen und Auffrischen sind für Reisen innerhalb Europas ebenfalls sinnvoll. Wie zum Beispiel gegen Tollwut, Hepatitis oder FSME (wird durch Zecken übertragen).

Wohin geht die Reise? Welcher Reise-Typ bist Du?

Abhängig davon, welche Reise Du planst, kommen verschiedene Impfungen in Frage. Vor allem bei längeren Aufenthalten im Ausland solltest Du mit der Planung ein halbes Jahr vorher beginnen.

Sabbaticals in Dritte-Welt-Ländern. Freiwilligendienst in sozialen oder Naturschutz-Projekten. Forschungsreisen in den tropischen Regenwald oder in die Subtropen. Überall dort wirst Du auf andere Gesundheitsrisiken stoßen als bei City Trips.

Ja, die Nebenwirkungen der Impfungen können je nach Immunsystem lästig sein. Sind trotzdem kein Vergleich zu den möglichen Symptomen einer Infektion. Vorbeugende Maßnahmen senken das Risiko einer Ansteckung. Wie etwa gegen Malaria, denn hier gibt es keinen Impfwirkstoff, lediglich eine Prophylaxe in Tablettenform.

Grundsätzlich gilt: Gibt es keine verpflichtende Impfbestimmung durch das Zielland, bleibt die Entscheidung bei Dir. Also, ob Du Dich für oder gegen eine Impfung entscheidest.

Was ist mit den Kosten für Reiseimpfungen?

Reiseimpfungen hinterlassen ein ziemliches Loch in Deiner Reisekasse. Damit wirst Du jedoch nicht alleine gelassen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen häufig als freiwillige Leistung die Teilkosten.

 

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Und so geht’s:

Du bezahlst die Schutzimpfungen und reichst die Rechnung bei Deiner Krankenkasse ein. In den meisten Fällen zahlt die Kasse zeitnah eine Kostenerstattung. In welcher Höhe die Kostenübernahme der Impfung liegt, variiert von Krankenkasse zu Krankenkasse. Bevor Du Dich impfen lässt, informiere Dich vorher. Sprich mit Deiner Krankenkasse und erfrage die Bedingungen und die Höhe einer möglichen Kostenerstattung.

Der gelbe Lappen – Impfen ohne Impfpass?

Eltern hüten den gelben Pass. Schließlich werden in den ersten Lebensjahren einmalige Impfungen empfohlen. Auch als Erwachsener sind Impfungen ratsam. Nur, wo ist dieser Impfpass?

Impfen ohne Impfpass ist möglich. Findest Du den Pass nicht, dann erhältst Du einen neuen. Taucht er doch wieder auf, wird die Impfung nachgetragen. Patientenakten werden mindestens zehn Jahre aufbewahrt. Du kannst Deinen Hausarzt um die Informationen bitten. Liegt es zu lange zurück, können mitunter auch Impfungen doppelt erfolgen. Lass Dich einfach beraten.

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