Zum ersten Mal philippinisch essen

Was isst man eigentlich … auf den Philippinen?

19. Oktober 2019

Es gibt sie noch. Allererste Male. Und für mich bedeutete das: Einmal auf die Philippinen zu reisen! Zumindest kulinarisch. Keine Ahnung, wie die typische Küche des Inselarchipels in Südostasien aussieht, geschweige denn schmeckt. Also ziehe ich los und folge der Einladung des „Philippine Department of Tourism“. Unvoreingenommen, zum Probieren moderner philippinischer Köstlichkeiten, mitten in Hamburg. Komponiert von Claude Tayag, einem philippinischen Koch und Künstler, gekocht und serviert im neuen Hamburger Fischrestaurant „Underdocks“. Was kommt da wohl auf den Tisch? Ich bin neugierig. Und teile ein paar Schnappschüsse mit Dir.

[Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung – ohne Auftrag. Zur kulinarischen Reise auf die Philippinen wurde ich bedingungslos eingeladen. Vielen Dank!]

 

Typisch philippinisches Essen?

Los geht’s mit einem Cocktail an der Bar. Darin: „Don Papa“ ein philippinischer Rum, der lange Zeit einen zwielichtigen Ruf hatte. Ein Getränk für Seeleute und Piraten. Etwas verrucht also. Zusammen mit Limettensaft, Ginger Beer, Angosturabitter und Minze auf Eis. Ein guter erster Eindruck.

Kinilaw, das Entrée, ist ebenfalls auf Eis gebettet. Ich liebe Ceviche. Kannte bisher nur die südamerikanische Zubereitungsart. Bei der philippinische Variante wird roher Fisch, hier Thunfisch, ebenfalls gebeizt. Allerdings mit Essig und etwas Zucker. Dazu hauchdünn geschnittene rote Zwiebel, Ingwer, Gurken und ein paar Tropfen Calamansi-Saft. Calamansi sehen aus wie eine Mischung aus Limetten, Mandarinen und Kumquats. Sie haben eine grüne Schale und sind nicht ganz so sauer wie Zitronen, sondern herb.

Zur zweiten Vorspeise, eine „auseinander gerupfte“ Frühlingsrolle (Spring Roll) in der Bowl. Ausgebackene Teig-Dreiecke, getrocknete Krabben, viel Koriander und darunter ein lauwarmes Potpourri aus Rotkohl, Brechbohnen, Ingwer, Sojasprossen, Tofu. Und auch hier wieder süß-saure Komponenten in der Soße. Die Schüssel schmeckt definitiv nach Sommer. Die perfekte Mahlzeit, für ein kleines Strandlokal mit Blick auf den türkisblauen Pazifik und weißen Sandstrand. Zurückhalten fällt schwer. Aber es stehen noch zwei weitere Hauptspeisen und ein Nachtisch auf dem Menü.

Modern interpretiert

Großes Finale mit zweierlei Karé Karé. Glücklicherweise mit Meeresfrüchten. Bisher hatte ich die philippinische Küche vorwiegend mit Schweinefleisch-Gerichten assoziiert, vor allem Spanferkel. Da ich kein Schweinefleisch esse, erschienen mir philippinische Speisen bisher uninteressant.

Das Archipel mit 7107 7641 Inseln (die Philippinen besitzen laut spiegel.de wohl sehr viel mehr Inseln als bisher gedacht) liegt mitten im Pazifischen Ozean, zwischen Taiwan, Vietnam, Indonesien. Nach Osten nichts weiter außer Meer. Liegt doch nahe Meeresfrüchte zu servieren, oder?

Karé Karé ist ein Schmorgericht mit sämiger Erdnusssoße.  Normalerweise kommen Ochsenschanz, Schweinefleisch oder Innereien hinein. Auf unserem Tisch landen gegrillte Krebse auf Radicchio, Miesmuscheln, Tintenfisch und Garnelen sowie brauner, klebriger Reis. Die Soße? Gefährlich lecker! Frische Erdnüsse sind unglaublich intensiv im Geschmack. Wenn es schnell gehen soll, nutzen Filipinos Erdnussbutter.

Süßspeise Philippinen

Zum Abschluss etwas Süßes. Das sind zartschmelzendes Vanille-Kokoseis und  quietschgrüner Wackelpudding mit Tanglad (Zitronengras). Mmh!

An einem grauen, stürmische Herbsttag in Hamburg, war dieser Ausflug wie eine Mini-Fernreise. In eine moderne philippinische Küche. Mit Einflüssen aus Japan, China, USA, Mexiko, Indien und Südamerika für jeden Foodie ziemlich aufregend.

Auf meiner Reisewunschliste stehen bisher:

  • Ein Besuch der Stadt Vigan mit spanischer Kolonialarchitektur,
  • die Reisterrassen von Banaue (beide Sehenswürdigkeiten sind übrigens UNESCO Welterbestätten),
  • die Strände Boracay und El Nido auf Palawan 
  • sowie eine Erkundungstour durch die Hauptstadt Manila. Darf natürlich nicht fehlen.

Warst Du schon auf den Philippinen? Was darf ich bei meinem ersten Urlaub auf dem Archipel nicht verpassen?

Keine Kommentare

    Leave a Reply