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Museen in London – meine Tipps [Artsy SPOTS]

Museen in London

Aktuell scheint es in Europa nur zwei Themen in den Medien zu geben: Prinz Harry heiratet seine Meghan in London und die fünf Buchstaben DSGVO. Zu letzterem werde ich mich an dieser Stelle nicht äußern, sondern lieber auf die britische Insel schauen. Wenn am Samstag gefühlt die halbe Welt am Fernseher oder irgendwo in London auf die royale Familie schaut und das Brautkleid bewundert, kann ich mir vorstellen, dass die Museen in London ziemlich leer sein werden. Für mich eine traumhafte Vorstellung, denn die Museumslandschaft in London ist grandios. Zudem sind zahlreiche Museen kostenfrei zugänglich und die Ausstellungsstücke sind von Weltklasse. In diesem Beitrag verrate ich Dir, welche Museen in London mir gefielen und welche ich unbedingt bei meiner nächsten London Reise besuchen möchte. Außerdem habe ich Lektüre-Tipps und einen Übernachtungstipp für Dich.

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Meine Museums-Highlights in London

Am liebsten würde ich ja mal einen ganzen Sommer in London verbringen. Ein verlängertes Wochenende ist für diese Stadt einfach nicht ausreichend. Wenn man erst einmal weiß, wo es was gibt, und welche Stadtteile einem gefallen, dann kann man fern der klassischen Sightseeing Spots einen Eindruck erhalten, wie es sich wohl in London leben lässt. Eine Wohnung in London werde ich mir wohl niemals leisten können, doch das kulturelle Angebot wäre definitiv ein Pluspunkt für die Metropole an der Themse.

Immerhin gibt es in London etwa 200 Museen. Und alle buhlen um Besucher und möchten sich mit Sonderausstellungen gegenseitig übertreffen. Erstaunt war ich, dass zahlreiche Museen in London kostenlos sind. In Deutschland habe ich oft das Gefühl, Kunstausstellungen seien einer gewissen Elite vorenthalten. Jenen, die sich einen Eintritt zwischen von 10 bis 20 Euro regelmäßig  leisten können.

Aber in London: Da kann man sich einfach mal einem langen Museumstag mit anschließendem Afternoon Tea gönnen oder am Wochenende losziehen, um sich archäologische Exponate, moderne Kunst oder Klassiker der Malerei anzuschauen.

Warum mir Kunst wichtig ist

Beim Betrachten von Bildern kann man darüber sinnieren, was das Bild darstellen soll, welche Symbole versteckt sind und warum es überhaupt entstand. Ein tolles Rätselspiel.

Ich fand den Geschichtsunterricht in der Schule wirklich nicht prickelnd. Mit dem Schulfach tat ich mich schwer. Teilweise Stupides auswendig lernen von Zahlen war nicht so mein Fall. Erst durch die Kunstgeschichte erkannte ich gesellschaftliche, politische und ökonomische Zusammenhänge. Die bildhafte Darstellung der Menschheitsgeschichte war mein Zugang zur Historie.

Schnell war mir klar, dass ich auf jeden Fall Kunstgeschichte studieren muss. Na ja, Zahlendreher habe ich trotzdem manchmal drin – doch ich weiß, wo ich nachschlagen muss, um die richtigen Infos zu erhalten.

Du merkst: Bei einem Museumsbesuch, fährt mein Kopf Achterbahn und ich liebe das Gedankenkarussel in meinem Kopf. So ein Museumsbesuch eignet sich auch hervorragend als erstes oder zweites Date. Traumhaft! Denn Du kannst gleich mal testen, wie viel Fantasie und Beobachtungsgabe Dein Gegenüber hat.

Im Anschluss an den Besuch stecke ich meine Nase in die Shops der Museen oder lasse bei einem „Afternoon Tea“ den Museumstag ausklingen.

 

Möchtest Du London mal anders kennen lernen? Hier findest Du meinen Erfahrungsbericht über die Stadtrundfahrt mit dem Afternoon Tea Bus.

 

Okay, Nebenwirkungen gibt es auch. Du wirst in London gerade am Wochenende nie alleine im Museum sein. Mitunter musst Du lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Doch die meisten Museen sind so groß, dass sich die Massen ganz gut in den Ausstellungsräumen verteilen.

Das hier sind meine Empfehlungen für Dich:

 

British Museum

British Museum in London

Weltbekannt: Die Eingangshalle des British Museum in London

 

Das British Museum ist eine absolute Top-Touristenattraktion in London. Darin ist fast alles enthalten, was sich das britische Empire irgendwann einmal angeeignet hat. Sprich: Du kannst Dir anschauen, was Archäologen, Eroberer und Entdecker im Auftrag des Königreichs irgendwann mal auf die britische Insel verschifft haben und aus den Herkunftsländern „entwendeten“.

Für mich gehören diese Kolonialgüter und Raubgüter aus Ägypten, Indien oder Afrika in die Herkunftsländer. Bis heute bittet Ägypten beispielsweise vergeblich um die Rückgabe des Rosetta Stone, dem wichtigsten Ausstellungsstück des Museums.

Vielleicht waren die Bedingungen 1799 in Ägypten nicht ideal, um einige der Schätze sachgerecht zu konservieren. Doch wäre es nicht schön, wenn man im Jahre 2018 diese Exponate dorthin zurückführt, Museumsarbeiter ausbildet und Know-how im Bereich Museumsausstattung und Konservierung weitergibt?

Hier bin ich mit meiner Vorstellung sicherlich sehr romantisch unterwegs. Die Themen Rückgabe enteigneter Kulturgüter und der Umgang mit Kolonialkunst sind in der Museumszene nicht neu. In Deutschland wurde kürzlich ein Leitfaden zum Umgang mit Kolonialkunst (mdr.de) vorgestellt. 

British Museum in London

Blick ins British Museum

 

Tipps für Deinen Besuch im British Museum:

  • Ich habe es nicht gemacht, aber ich möchte es Dir aus eigener Erfahrung ans Herz legen: Überlege Dir vorher, was Du anschauen möchtest. Das British Museum hat 94 Räume und behandelt mehrere tausend Jahre Kulturgeschichte. Stehst Du eher auf ägyptische Mumien, antike Skulpturen, islamische Kunst oder Vasen aus China? Oder hast Du ein Faible für Bücher? Die Bibliothek des Museums umfasst derzeit etwa 350.000 Bände. Da gibt’s einiges zu blättern.
  • Das Museum ist täglich geöffnet von 10 Uhr bis 17.30 Uhr. Freitags sogar bis 20.30 Uhr. Empfehlen würde ich einen Besuch an Werktagen und eher am Nachmittag oder frühen Abend. Die Taktik hat bei meinem Louvre Besuch auch ganz gut geklappt.
  • Es gibt zwar keine Garantie für einen entspannten Besuch, doch lass Dich nicht stressen. Um die berühmtesten Ausstellungsstücke wird es immer eine Menschentraube geben und es geht teilweise ungesittet zu. Ohren zu, Ellenbogen ausfahren und ab durch die Mitte! Ansonsten lohnt es sich, Räume aufzusuchen, die nicht so bekannt sind. Oder Du nimmst Dir einfach weniger vor und planst einen weiteren Besuch in London.
  • Bei meinen nächsten Besuch, werde ich mich einer Special Tour anschließen. Während der Special Morning Tour kannst Du vor der eigentlichen Öffnung an einer geführten Tour teilnehmen (60 Minuten). Der Platz ist auf 20 Besucher limitiert.
  • Bis 29. Juli findet die Sonderausstellung „Rodin and the art of ancient Greece“ statt.
  • Alle Infos für Deinen Besuch im British Museum findest Du auf: britishmuseum.org

 

London Tate Modern

 

Tate Modern in London

Nachts im Tate Modern

 

Am besten überquerst Du die Millenium Bridge, die über die Themse führt. Auf der Bankside liegt das Museum für internationale, moderne und zeitgenössische Kunst – Tate Modern.

In einem ehemaligen Kraftwerk befindet sich mein persönliches Museumshighlight. Über mehrere Stockwerke verteilt, sind Künstler aus der ganzen Welt vertreten: Kandinsky, Duchamp, Matisse und bis September 2018 sogar Picasso!

Tate Modern in London

Das Tate Modern bietet eine grandiose Aussicht auf London.

 

Auch das Tate Modern ist kostenlos. Bei Sonderausstellungen wird Eintritt verlangt und die Öffnungszeiten sind der Knaller: von Sonntag bis Donnerstag von 10 Uhr bis 18 Uhr und Freitag und Samstag kannst Du sogar bis 22 Uhr im Museum bleiben. 

Besucherinformationen findest Du auf: tate.org.uk

 

Mein Tipp: Ab in den 6. Stock – von dort oben hast Du eine fantastische Aussicht auf London.

 

Victoria and Albert Museum

Victoria and Albert Museum in London

V & A Museum in Stadtteil Kensington

 

Das Victoria and Albert Museum liegt im Stadtteil Kensington in Westen Londons. Während meiner London Reise im Januar habe ich mir die Sonderausstellung Winnie the Pooh angeschaut.

Das V & A beherbergt die größte Sammlung von Kunstgewerbe und Design der Welt. Neben Skulpturen, Plastiken und antiken Teppichen, beherbergt das Museum moderne Exponate, etwa Doc Martens Stiefel oder japanische Pop-Art.

Auch hier ist der Eintritt frei und der Besuch ist täglich möglich von 10 Uhr bis 17.45 Uhr, freitags bis 22 Uhr. Yeah! Sonderausstellungen sind kostenpflichtig – online können Tickets für diese erworben werden. Die Winnie the Pooh-Ausstellung war zum Beispiel über mehrere Wochen im Voraus ausgebucht, plane Deinen Besuch also rechtzeitig.

In diesem Jahr möchte mich unbedingt Frida Kahlo: Making Her Self Up anschauen (16. Juni bis 4. November 2018) und Videogames: Design/Play/Disrupt (ab 8. September 2018).

Informationen und Tipps für Deinen Besuch findest Du auf: vam.ac.uk

 

Galerietipp: Whitechapel

Whitechapel Gallery ist zwar kein Museum, doch ich möchte Dir die hippe Galerie im East End auf jeden Fall mit auf den Weg geben.

Aufstrebende Künstler werden hier ausgestellt und die Atmosphäre gefällt mir. Die Galerie ist anders und hat glücklicherweise nicht viel mit deutschen Galerien zu tun – die gähnend leer und oft sehr langweilig sind. Hier kommt man hin, kann sich in Ruhe umschauen und den Besuch mit einem Glas Wein kombinieren. Verschiedene Touren wie Walk Tours oder eine Bus Tour sind in meinen Augen innovativ und eine ideale Gelegenheit andere Kunstliebhaber kennen zu lernen. So macht Kunst auf jeden Fall Spaß!

Informationen zur Whitechapel findest Du hier: whitechapelgallery.org

 

Im Anschluss kannst Du weiter East London erkunden. In diesem Artikel stelle ich Dir meine Eindrücke von der Street Art im East End vor.

 

Lektüre für Deinen Museumsbesuch und Übernachtungstipp

London Übernachtungstipp

Hotelzimmer mit Blick auf Kensington Gardens, mein Reiseführer, Notizheft, App von Visit London und #mirrorselfie.

 

Im Reiseführer London von DuMont* gibt es 15 Wege zum Eintauchen in die Stadt, darunter auch Vorschläge für Museumsbesuche. Wenn es darum geht, moderne Kunst verstehen zu wollen, setze ich auf Will Gombertz und sein Buch „Was gibt’s zu sehen?“.

 

Lektüre-Empfehlungen zu Kunst in London habe ich Dir auf amazon* zusammengestellt.  

 

Bei meinem letzten London Trip habe ich im Hilton London Hyde Park* übernachtet. Die Anbindung ist ideal und bei Sonnenschein bietet sich ein ausgiebiger Spaziergang durch den gegenüberliegenden Park an. Notting Hill und mein Lieblings-Kino ist auch nicht weit entfernt – das Electric Cinema.

 

Buche Deine Unterkunft in London auf booking.com*.

 

 

Weitere Museumstipps für London

Wie ich zu Beginn des Artikels erwähnte, bietet London etwa 200 Museen und zahlreiche Galerien. Alle aufzulisten werde ich nicht gerecht. Doch ich verrate Dir, welche Museen ich bei meinen nächsten Reisen nach London unbedingt besuchen möchte:

  • Tate Britain: In den Stadtteil Pimlico an die Millbank habe ich es nicht geschafft, doch die Sammlung britischer Kunst steht bei mir ganz weit oben auf der Wunschliste. Mit dem Tate Boat kann man von den Tate Modern zu Tate Britain schippern und umgekehrt (alle 40 Minuten während der Öffnungszeiten, Kosten etwa 6,50 britische Pfund).
  • National Gallery: Die bedeutende Gemäldegalerie am Trafalgar Square passte bei meiner letzten London Reise einfach nicht mehr in meinen Zeitplan. Hier dreht sich um westeuropäische Kunst.
  • Museum of London: Das Stadtmuseum von London sollte man sich sicherlich einmal anschauen. Es behandelt die gesamte Stadtgeschichte von der Steinzeit bis heute.
  • Natural History Museum: Direkt gegenüber des V & A liegt das Natural History Museum. Sicherlich sind Dir die riesigen Dinosaurier-Skelette aus diversen Filmen bekannt, oder? Steht ebenfalls auf meiner Must-See-Liste.

 

Hast Du schon Museen in London besucht? Welche Tipps hast Du?

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