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Bücher für den Sommer – Urlaubslektüre

Bücher für den Sommer Urlaubslektüre

Bisher war dies mit Abstand mein un-sonnigster Sommer in Hamburg. Yeah! Aber so langsam verziehen sich die Regenwolken und ich habe immer noch die Hoffnung, dass der Sommer in Deutschland Einzug hält. Dann werde ich meine Strohtasche mit Badesachen packen und mich auf ins Freibad, zum Stausee oder irgendwo ans Meer machen. Auf einem Strandtuch und mit Sonnenbrille auf der Nase lässt es sich doch gleich viel besser in der Urlaubslektüre schmökern, oder? Bei mir spielen eigentlich das ganze Jahr über Bücher eine wichtige Rolle. Dennoch hat die Jahreszeit einen großen Einfluss auf die Auswahl meiner Lektüre. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine Bücher für den Sommer vor. Vielleicht schafft es das ein oder andere Buchexemplar ja sogar mit in Dein Reisegepäck?

 

Bücher für den Sommer – meine Auswahl

In diesem Jahr stehen bei mir Geschichten und Reiseberichte von Abenteurer_innen ganz oben auf meiner Leseliste. Leider habe ich schon sehr viele eher mittelmäßige bis schlechte Erfahrungsberichte gelesen. Ob mir Reiseberichte gefallen, hängt ganz stark vom Schreibstil ab und ob ich die Autoren sympathisch finde. Doch ein paar gute Entdeckungen habe ich gemacht.

Mit dabei sind außerdem noch ein Krimi, den ich mir bereits Anfang des Jahres nach meinem London Besuch am Flughafen kaufte, ein cooles Sachbuch sowie ein Buch, das ich mir letztes Jahr zum Geburtstag gekauft habe und verdammt toll finde.

Nun, aber mal Tacheles – hier sind meine Favoriten für Dich!

 

Stephan Orth – Couchsurfing in Russland

Auf ein weiteres Buch von Stephan Orth habe ich sehnlich gewartet. Sein erstes Buch Couchsurfing im Iran* habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen, es in einem Rutsch durchgelesen und geliebt. Umso mehr freute ich mich auf ein neues Abenteuer des Autors. 

Diesmal geht es durch Russland. Schon lange träume ich davon, einmal mit der Transsibirischen Eisenbahn zu reisen. Doch was würde mir da alles entgehen? So einiges! Orth macht Lust, das für mich noch immer nicht ganz so greifbare Russland, mit all seinen Facetten zu entdecken.

Dabei frage ich mich natürlich auch, inwieweit mir aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse ein Zugang zu den Bewohnern des Landes überhaupt möglich wäre? Der Autor reist insgesamt 10 Wochen durch Russland und wird durch das Eintauchen in die fremde Kultur, fast zum Putin-Versteher.

 

„Eine Diamantenmine in Jakutien, eine Datscha mitten in der Großstadt, das Dorf einer Weltuntergangssekte in Sibirien: Es sind Orte wie diese, an denen Stephan Orth nach dem wahren Russland sucht. […] Von Gastgeber zu Gastgeber ergibt sich ein persönliches Bild dieses riesigen Landes, das derzeit ein zweifelhaftes Comeback auf der weltpolitischen Bühne feiert. Und gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst ist.“

(Klappentext Couchsurfing in Russland*)

 

Samuel Bjork – I’m travelling alone

Im Januar ging es für mich nach London. Selten komme ich am Duty Free Shop oder an Magazin-Ständen vorbei. So auch der Fall am Flughafen Heathrow. Bücher gibt es recht günstig (Aktionen wie: Buy 1 Get 1 Half Price- Richard and Judy Book Club). Außerdem hat mich der Titel direkt angesprochen. Noch dazu handelt es sich bei Bjork um einen norwegischen Autor, was dann ja fast schon ein Garant für Stunden voller Nervenkitzel ist. Der Thriller erschien auf Deutsch unter dem Titel Engelskalt*.

Ganz fertig bin ich noch nicht. Obwohl die ersten 25 Kapitel bereits sehr düster sind, empfinde ich den Schreibstil als manchmal etwas anstrengend. Darum brauchte ich mal kurz Abstand und habe das Buch zur Seite gelegt.  Mein Ziel ist es das Buch aber noch im Sommer fertig zu lesen.

 

Ein Spaziergänger entdeckt im Wald ein totes Mädchen, das vom Baum herabhängt. Den einzigen Hinweis, den die Polizei hat, ist ein Schild einer Flughafengesellschaft, das sie um den Hals trägt: „Ich reise allein.“ Kommissar Holger Munch wird mit dem Fall beauftragt. Er benötigt die Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger, eine brillante doch sehr eigenwillige Polizistin. Sie hat sich auf eine einsame Insel zurückgezogen, um sich dort das Leben zu nehmen. Dennoch schaut sie sich die Akte an und entdeckt etwas Neues, ein Detail, das bisher übersehen wurde. Das tote Mädchen ist nur der Anfang einer Reihe weiterer Morde. 

 

Yossi Ghinsberg – Dem Dschungel entkommen

Ich fühle mich in Peru und Teilen Boliviens nicht als Fremde, sondern eher zuhause und manchmal auch als Rückkehrerin. Viele tolle Regionen der beiden Länder durfte ich erkunden. Vor allem meine Regenwald-Abenteuer habe mich nachhaltig beeindruckt. Übernachtet habe ich allerdings auch immer recht komfortabel in Öko-Lodges.

Davon ist die „mitreißende Überlebensgeschichte eines jungen Backpackers“ weit entfernt. Yossi Ghinsberg reiste Anfang der Achtzigerjahre zwei Jahre lang als Backpacker durch Südamerika. Seine Neugierde, Abenteuerlust und das Vertrauen in einen vermeintlichen Guide führen ihn durch die „grüne Hölle“. 2017 erscheint die Verfilmung von Dem Dschungel entkommen – Überlebenskampf im Urwald Boliviens* mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle (hier kannst Du den Trailer anschauen).

 

„Auf der Suche nach der unberührten Wildnis beschließen die Backpacker Yossi, Marcus und Kevin, dem scheinbar erfahrenen Guide Karl auf eine Expedition in den Dschungel Boliviens zu folgen. Doch durch einen dramatischen Floßunfall am Oberlauf des Amazonas werden die Freunde auseinandergerissen. Ganz auf sich allein gestellt, ohne Messer und mit spärlichem, halb verfaultem Proviant beginnt Yossis dreiwöchige Odyssee durch die grüne Hölle, in quälender Ungewissheit, ob er die anderen jemals wiedersehen wird…“ (Klappentext)

 

 

Will Gompertz – Was gibt’s zu sehen? 150 Jahre Moderne Kunst auf einen Blick

Der Guardian schreibt: „Will Gompertz ist der beste Lehrer, den Sie nie hatten“. Er ist einer der originellsten und einflussreichsten Kulturjournalisten Englands, leitete jahrelang die Londoner Tate Gallery und wurde zu BBCs erstem Kunstkorrespondenten ernannt.

Yes – genau danach habe ich so lange gesucht! Durch Zufall habe ich das Buch im Buch- und Design-Shop Siebter Himmel im Belgischen Viertel in Köln entdeckt. Ein Buch, das kein trockenes Sachbuch ist, aber auch kein schnulziger Historienroman. Endlich schafft es eine Persönlichkeit, mit Witz und in bestem britischen Stil, die manchmal unnahbare Kunst und ihre Geschichte ein bisschen nahbarer zu machen. 

Mit Gompertz würde ich gerne mal durch die Tate Gallery schlendern. Mit ihm beim Afternoon Tea über den trinkfesten Courbet und sein sehr freizügiges Gemälde „Der Ursprung der Welt“ plaudern und mit ihm über mein Lieblingsbild „Charing Cross Bridge“ von Monet (nein, nicht das mit den Seerosen) und die Zukunft der Modernen Kunst sinnieren. 

 

„Was ist moderne Kunst? Warum können wir sie nur lieben oder verabscheuen? Und warum kostet sie so verdammt viel Geld? Erfrischend und erfurchtslos und immer geradeheraus durchdringt Was gibt’s zu sehen? die hochtrabende Kunstsprache und stellt all die grundlegenden Fragen, die Sie nie zu stellen wagten.“

(Klappentext Was gibt’s  zu sehen? 150 Jahre Moderne Kunst auf einen Blick*)

 

Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Mit Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki* hat es im August 2015, zu meinem 30. Geburtstag, erstmals ein japanisches Buch in mein Bücherregal geschafft und damit auch in mein Herz. Niemals hätte ich eine so intensive Lektüre erwartet. Ich bin mit dem Murakami-Virus infiziert.

Zwischenzeitlich habe ich alle auf Deutsch erschienenen Bücher von Haruki Murakami gelesen. Doch dieses Buch hier ist noch immer mein absoluter Favorit. Darum lese ich es jetzt auch noch einmal in der Hoffnung, dass es nicht so schnell endet.

 

„Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos. Als er nach der gemeinsamen Schulzeit nach Tokyo geht, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Er erhält einen Anruf: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-Jährige seiner neuen Freundin Sara und stellt sich, von ihr ermutigt, den Dämonen seiner Vergangenheit.“ (Klappentext)

 

Sarah Marquis – Instinkt. 800 Kilometer zu Fuß durch die Wildnis Australiens

Ein weiterer Abenteuerbericht, den ich sehr gerne mag. Diesmal geht es allerdings, nicht wie bei Yossi Ghinsberg, um den gewollt gesuchten Survival-Modus. Sarah Marquis hat mittlerweile die Welt in diversen Etappen zu Fuß umrundet. Mit ihrem Abenteuer Instinkt. 800 Kilometer zu Fuß durch die Wildnis Australiens*, erfüllt sich die von National Geographic als „Adventurer of the Year“ nominierte Extrem-Wanderin einen Traum. Eine ausführliche Beschreibung des Buchs findest Du in meiner Rezension.

 

Na? War da was für Dich dabei?

Hast Du vielleicht schon das ein oder andere Buch gelesen?

Wie sieht es mit Deiner Lektüre aus?

Ich freue mich immer über Buchtipps.

Also nur her damit und ab in die Kommentare!  🙂 

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Urlaubslektüre für den Sommer Buchtipps

 

 

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2 Kommentare

  • Antworten
    Miriam
    19. Juli 2017 zu 20:13

    Hallo Sonja,
    da sind ein paar tolle Tipps dabei, vielen Dank dafür.
    Ich habe auch noch ein tolles Buch, falls Du mal nach Israel reisen solltest (ist aber auch sehr lustig): Markus Flohr „Wo samstags immer Sonntag ist – ein deutscher Student in Israel“
    Auch eine schöne Sommerlektüre.

    Lg Miriam

    • Antworten
      Sonja
      20. Juli 2017 zu 19:53

      Danke liebe Miriam 😉 Haha, der Klappentext liest sich schon super und kommt deshalb gleich mal auf meine Anschaffungsliste.
      In der Tat würde ich sehr gerne mal nach Israel. Mal schauen, wann es klappt.
      Ganz liebe Grüße und bis hoffentlich bald,
      Sonja

    Antworten