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Ein Tag in Lima – 7 Reisetipps

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Lima ist nicht gerade eine der Städte, in die man sich auf Anhieb verliebt. Sehr viele Reisende möchten die Hauptstadt Perus am liebsten ganz meiden. Doch in den letzten Jahren hat sich die Wüstenstadt sehr gewandelt. Besonders als kulinarische Metropole hat sich Lima weltweit einen Ruf gemacht und ein Aufenthalt von 2 bis 3 Tagen ist aus meiner Sicht lohnenswert. Diese 7 Reisetipps machen dir hoffentlich Lust auf Entdeckungstour in Lima zu gehen.  

7 Reisetipps für Lima

Es gibt zugegeben einige Punkte, die nicht gerade für einen Urlaub in der größten Stadt Perus sprechen, wie zum Beispiel das Wetter. Nur etwa 2 bis 3 Monate zeigt sich in der Stadt mal der blaue Himmel und der Nebel verschwindet für ein paar Tage. Das bedeutet also, dass du das Beste aus deinem Aufenthalt machen solltest – unabhängig von Sommer, Sonne, Sonnenschein. Die zahlreichen Gastronomie-Tempel, Bars, Restaurants und Imbisse werden dieses Defizit auf jeden Fall wettmachen. Durchprobieren lohnt sich also. Aber vorher bitte den Magen etwas trainieren und es eher langsamer angehen lassen. Also bitte nicht gleich zum erst besten Straßenverkäufer laufen. Wollte ich an dieser Stelle nur erwähnt haben. 

 

1. Free Walking Tour durch Limas Altstadt

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Start der Free Walking Tour: Plaza San Martin

Eine Free Walking Tour ist eine tolle Möglichkeit, das historische Zentrum von Lima kennenzulernen. Los geht es zum Beispiel am Plaza San Martin. Vom meinem Hotel in Miraflores geht es mit dem Metropolitano (ähnlich dem TransMilenio in Bogotá) ins koloniale Zentrum. Während der Tour bekommst du jede Menge Input zur Geschichte, Architektur und Wandel der Altstadt.

lima Hauptplatz

Als ich 2008 das erste Mal in Lima war, wurde mir stets vom Besuch der Altstadt abgeraten. Neugierig wie ich bin, habe ich mich tagsüber dann doch hin getraut. Wunderschöne historische Gebäude galten als Rückzugsort für Terroristen, Prostituierte und die Drogenszene. Die Lage hat sich weitestgehend entspannt und die leer stehenden Gebäude und sauberen Plätze sind heute eine Wohltat für die Bewohner Limas.

Free Walking Tours und alternative Stadtführungen gibt es beim Anbieter Haku Tours, der sich auch sozial engagiert – gefunden über Tripadvisor. José war sehr sympathisch und kompetent. Es werden auch Bustouren angeboten, allerdings würdest du die Hälfte der Zeit nur im Stau stehen.

Casa Suyay

Hotel Casa Suyay Lima

 

2. Bummeln wie die Limeños – Avenida Jirón de la Unión

avenida jiron lima

Lima gönnt sich den „Luxus“ kleiner Fußgängerzonen. Warum ist das besonders? Fußgängerzonen sind in Südamerika gar nicht so häufig. Limas Fußgängerzonen liegen zwischen dem Plaza San Martin und dem Plaza Mayor.

ein tag in lima

Auf der Avenida Jirón de la Unión, die von Norden nach Süden verläuft, kannst du wunderbar bummeln und dir die architektonische Entwicklung genauer ansehen. Maurische Einflüsse, moderne chilenische Shoppingcenter und amerikanische Ketten in restaurierten Kolonialgebäuden treffen hier aufeinander. 

lima kathedrale

Plaza Mayor in Lima

 

3. San Francisco und die schaurigen Katakomben 

Lima Kloster San Francisco

Die Kirche und das Kloster San Francisco sind einen Besuch wert. Besonders die historische Bibliothek ist sehr beeindruckend. Der für mich spannendere Teil liegt unter den Gebäuden.

katakomben lima

Wenn du dir die Katakomben ohne Guide anschaust, erscheinen sie dir sicherlich nur halb so spannend. José hat es geschafft die Geschichte der Katakomben schaurig spannend zu erzählen. So wusste ich bis dahin auch nicht, wie reich Lima eigentlich einmal war und woher der Beiname „Stadt der Könige“ stammt. 

Preise & Öffnungszeiten gibt es auf Museo Catacumbas

4. Bar Cordano – wo einst Präsidenten und Hemingway abhingen

lima bar cordano

Von der Kirche San Francisco ist es nicht weit zur Bar/Restaurant Cordano. Hier kamen einst Präsidenten aus dem naheliegenden Präsidentenpalast zum Mittagstisch vorbei. Du kannst hier ein Menú del día essen, einfach Kaffee und was Süßes oder gleich den Pisco kippen, wenn dir danach ist. Meine Favoriten sind Causa a la Limeña und eine erfrischende Chicha Morada. Ernest Hemingsway soll die Pisco-Option bevorzugt haben – sagt man. 

 

5. Barrio Chino

lima barrio chino

Auf dem Weg ins Barrio Chino

Das Barrio Chino, also das Chinesenviertel, würde ich dir nur empfehlen, wenn du dich sicher fühlst und keine Angst vor Trubel hast. Mich ziehen Markthallen und Straßenstände ja magisch an, aber das ist nicht immer die beste Idee und auch nicht für jeden geeignet. Auch hier gab es einen recht positiven Wandel.

Der Besuch des Barrio Chino wäre für mich vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen, aber tagsüber kann man sich hier mit einem gesunden Menschenverstand ganz normal bewegen. Trotzdem würde ich Kamera, Handy und andere Wertsachen, nicht offensiv zur Schau stellen und erst mal die Lage checken – wenn du verstehst was ich meine?!

 

6. Aussichtspunkt Cerro San Cristóbal

lima cerro san cristobal

Die Tour auf den Cerro San Cristóbal, dem höchsten Punkt in Lima, dauert eigentlich eine Stunde und kostet 5 Soles. Allerdings solltest du vorher wissen, dass der Minibus so lange seine Runden, auf der Plaza Mayor fährt, bis er voll ist und die Tour schließlich beginnt. Ein ganz schöner Zeitfresser. Aber gut der Ausblick hat sich definitiv gelohnt.

aussichtspunkt lima

Welche Ausmaße die Stadt hat, wird erst hier oben deutlich. Mitten in der Wüste so viele Menschen! Wie möchte Lima denn bitteschön eine Wasserversorgung für nahezu 10 Millionen Einwohnern garantieren? Gedanken über Gedanken …

 

7. Barranco – Künstler, Galerien und exzellente Restaurants

lima barranco

Barranco scheint der „Place to be“ für alle hippen Limeños zu sein. In diesem Stadtteil, etwa 10 Taxi-Minuten von Miraflores entfernt, passiert eine Menge. Wunderschöne alte Herrenhäuser werden nach und nach restauriert und erhalten ihren alten Glanz zurück. Bars und Restaurants vermischen sich mit Galerien und kleinen Boutiquen.

Mein Tipp: Ab ins Nachtleben mit dir – es lohnt sich definitiv! Wenn ich mich so eben mal hin beamen könnte, dann ginge es für mich an einem Donnerstagabend zum Beispiel in die Ayahuasca Restobar.

Mein erster Gedanke vor dem Betreten war: „Gibt es hier ’nen Dresscode?“. Der „Schuppen“ ist wirklich hip und die Schlange zu späterer Stunde lang. Ich mag ja eigentlich eher kleinere und informellere Läden. Als ich allerdings die Anticuchos (marinierte Scheiben vom Rinderherzen) gesehen und probiert habe und mir dann noch ein Ayahuasca Sour angeboten wurde – da war es um mich geschehen.

Wenn du also einen tollen Ort zum Auftakt oder Abschluss deiner Peru Reise suchst, dann schaue mal in der Bar vorbei. Keine Nacht in Lima ohne Salsa! Salsa-Clubs gibt’s an fast jeder Ecke. Wenn du mit Einheimischen unterwegs bist, einfach folgen, denn die wissen dann eh besser wo gerade was läuft. Sonst mal im Hotel/Hostel rumfragen, ob die eine Empfehlung für dich haben. 

Für mich ging es ins El Dragón. Leider etwas spät, da die Liveband nicht mehr so lange gespielt hat. Aber typischerweise wird hier im Anschluss an die Liveband Salsa, Bachata, Merengue oder Cumbia getanzt. Aber keine Sorge – einfach tanzen und Spaß haben, das klappt immer, auch wenn man zwei linke Füße hat. Und wenn du eine richtige Noche Latina hinter dir hast, bist du sicherlich verkatert. Und dann gibt es nur ein Rezept: Ceviche essen! Ja, zum Frühstück  🙂 

 

Noch viel mehr Reisetipps für Lima:

lima reisetipps

  • besuche das Museum Larco Herrera,
  • unternehme einen Paragliding-Flug über den Pazifik,
  • schaue bei Astrid und Gastón Acurio vorbei … und wenn du das Budget hast, mache einen Kochkurs,
  • besuche die abendlichen Wasserspiele Circuito Magico del Agua,
  • sei am besten an einem Wochenende in Lima sein und nehme an einem Festival Gastrónomico teil,
  • besuche Nueva Esperanza und
  • bringe mehr Zeit mit und erzähle hoffentlich weiter, dass Lima gar nicht so übel ist.  😉 

 

Besuche delightful SPOTS auf Pinterest und schaue dir meine liebsten Pins auf meiner Peru Pinnwand an.

 

Du möchtest mehr über Peru erfahren?

Hier gibt es weitere Artikel von mir:

Eindrücke meiner Peru Reise

Ausflug zu den Ballestas Inseln

Besuch von Pisco Brennereien in Ica

Ausflug in den Colca Cañon

Ausflug auf dem Titicacasee

Hoteltipp: Casa Suyay in Miraflores

Peruanische Küche

 

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Lima Reisetipps

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1 Kommentar

  • Antworten
    One Million Places
    11. August 2017 zu 13:23

    Hallo Sonja,

    ein schöner Bericht über Lima. Wir haben die Stadt während unserer Weltreise besucht, auch nur für einen Tag 🙂

    Wir freuen uns auf einen Gegenbesuch.

    Viele Grüße
    Michael & Sandra

  • Antworten