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Islas Ballestas (Peru) – zwischen Seelöwen, Pelikanen und Tölpeln

Seelöwen Ballestas Inseln

Die Ballestas Inseln sind ein interessantes Reiseziel auf einer Reise durch den Süden Perus. Dennoch scheiden sich an diesem Ausflug, manchmal sogar an der gesamten Region, die Geister. Vor vielen Jahren wurde noch von einem Bootsausflug zu den Ballestas Inseln oder einem Besuch der Halbinsel Paracas abgeraten. Veraltete Boote, gefährliche Fahrmanöver und eine eher trostlose Landschaft wurden als Gründe gegen einen Besuch genannt. Auf meiner letzten Reise durch Peru besuchte ich erstmals die Ballestas Inseln auf einer klassischen Bootstour durch das Naturschutzgebiet von Paracas. Wie ich den Ausflug bewerte, erfahrt in diesem Beitrag. 

Ballestas Inseln im Nationalreservat Paracas

 

Ballestas-Inseln-Pinguine

Humboldtpinguine und Inkaseeschwalben

Ich kann jedem, der an der Pazifikküste Perus entlang fährt zu einem Ausflug zu den Ballestas Insel raten. Die komplette Südküste Perus steht unter Einfluss des antarktischen Humboldtstroms und schafft eine ganz skurille Landschaft. Mitten in der Wüste lebt eine Vielzahl von Seelöwen, Pelikanen, Nazca-Tölpeln, Humboldt-Pinguinen und Kormoranen. Solch ein Bild haben die wenigsten Touristen von Peru. Üblicherweise schwirren die alte Inkahauptstadt Cusco, die Ruinen von Machu Picchu oder der Titicaca-See im Kopf herum.

Ballestas-Inseln-Nazca-Toelpel

Tölpel soweit das Auge reicht

Ballestas-Voegel-Nester

Brutstätten sind die Krähne, die für den Guanoabbau genutzt werden – skurril!

Wie komme ich zu den Ballestas Inseln in Peru?

 

Ballestas-Seeloewen-roter-Stein

Seelöwen auf roten Felsen – farblich passend!

Wir reisten mit dem Überlandbus „Cruz del Sur“ von Lima an. Um 03:45 Uhr fuhr unser Bus nach Paracas. In Paracas kamen wir gegen halb 8 an und wurden am winzig kleinen Busbahnhof (sollte jemand kürzlich in Paracas gewesen sein, teilt mir doch bitte mit, wie weit die Umbauarbeiten sind) von einem herzlichen Fahrer abgeholt und zum etwa 5 Minuten entfernten neuen Hafen von Paracas gefahren. Wir reisten so früh an, um später am Vormittag weiter nach Ica fahren zu können.

Wenn du planst ebenfalls so früh anzureisen, dann empfehle ich dir deinen Ausflug vorher zu organisieren. Du erhältst dann vor Ort nur noch dein Bootsticket für die Bootsfahrt mit anderen Reisenden. Die Boote fahren alle zur gleichen Zeit los und parallel. Unser Guide erklärte in drei Sprachen und sehr kompetent.

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Seelöwen zeigen ihren Stolz

Ballestas-Seeloewe

It’s all about flexibility!

Was erwartet mich in Paracas und auf den Ballestas Inseln?

 

Ballestas-Peru-Pelikane

Pelikane im Nationalreservat Paracas

Die Ballestas Inseln gehören zum Nationalreservat Paracas. Die Bucht von Paracas wird auch das Tor zur Freiheit genannt (Puerta de la Libertad). Der Unabhängigkeitskämpfer San Martin landetet hier am 08. September 1820 erstmals um Peru von den Spaniern zu befreien. 

Ballestas-Pelikane-Pinguine

Peruanische Pelikane und Humboldtpinguine soweit das Auge reicht

Um die Entstehung des Geoglypen „El Candelabro“ ranken sich verschiedene Geschichten und keine der bisherigen Theorien konnten zweifelsfrei bewiesen werden. 

Die Ballestas Inseln stehen seit 2011 unter Naturschutz.

Die gelbliche Farbe auf den roten Felsen ist Vogelkot. Guano ist ein natürliches Düngemittel und war im 19. Jahrhundert ein Exportschlager. Heute werden etwa alle 7 Jahre eine Schicht von 2 Metern abgetragen und weltweit exportiert. Das Abtragen des Düngers wird von Arbeitern aus den Anden rund um Ayacucho und Huancavelica verrichtet. Sie arbeiten zwischen 3 bis 4 Monaten auf den Inseln.

Die Ballestas Inseln sind ein wichtiger Lebensraum für Humboldt-Pinguine, Seelöwen, Delfine und viele verschiedene Vogelarten, wie etwa den peruanischen Pelikan, den Buntkormoran, den südamerikanischen Austernfischer, den Guanokomoran, den Guanotölpel, die Inkaseeschwalbe oder die Dominikanermöwe. Wer gerne fotografiert, ist hier genau richtig. Dies war für mich eine tolle Möglichkeit um erstmals mein neues Canon Tele-Zoomobjektiv* zu testen, bevor ich den Colca Canyon und den Regenwald von Tambopata besuchte.

2008 lebte ich in Arequipa, Peru und erkundete verschiedene Regionen von Peru und Südamerika. 2015 reiste ich zurück und dies ist ein kleiner Ausschnitt meiner Peru Eindrücke.

 

 

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