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Zwischen Salz und Ton – Fahrt von Bogota nach Villa de Leyva

Raquira Kolumbien

Meine Kolumbien Rundreise setze ich fort und verlasse die Hauptstadt. Auf dem Weg von Bogot√° nach Villa de Leyva liegen sehr sch√∂ne Ausflugsziele in Kolumbien. Dazu z√§hlen beispielsweise die Salzkathedrale von Zipaquira, die T√∂pferhauptstadt R√°quira und die Lagune Guatavita. Zwar kann man das wundersch√∂ne Kolonialdorf Villa de Leyva auch bequem mit dem Bus in etwa 3,5 Stunden erreichen. Doch wenn ich schon einmal in der N√§he bin, m√∂chte ich auch ein paar weitere Eindr√ľcke mitnehmen.  

Die bekannte Salzkathedrale von Zipaquir√°

Wir verlassen Bogot√° um kurz nach acht Uhr an einem Montagmorgen. Normalerweise sind die Stra√üen vom Berufsverkehr verstopft und ein Vorankommen ist schwierig. Da es sich allerdings um einen Feiertag handelt, geht unsere Fahrt z√ľgig voran. Langsam wechselt sich das Bild und wird zunehmend von saftig gr√ľnen Weidefl√§chen abgel√∂st. Mal stehen darauf grasende K√ľhe, Gew√§chsh√§user oder neue Wohnkomplexe. Im Norden werden viele landwirtschaftliche Produkte hergestellt und die Luft ist um einiges besser als in Bogot√°. Immer wieder fahren wir an Rennradfahrern und Joggern vorbei, die die morgendliche frische Luft und die angenehmen Temperaturen nutzen.

zipaquira-eingang

Gegen kurz vor neun Uhr erreichen wir den Parkplatz der Salzkathedrale von Zipaquir√°. Die Kassen haben gerade erst ge√∂ffnet und die Besucherzahl ist √ľberschaubar. An der Kasse dann eine erste √úberraschung, denn die Preise f√ľr Ausl√§nder sind gesalzen. Mein „aktueller“ (aus dem Jahr 2014) Lonely Planet gibt 23.000 COP als Preis pro Erwachsenen an. An der Kasse werden uns f√ľr die g√ľnstigste Option aber 50.000 COP pro Person in Rechnung gestellt. In zwei Jahren hat sich der Preis also mehr als verdoppelt. Fast 20 Euro gebe ich auch in Europa eher selten f√ľr eine Sehensw√ľrdigkeit aus. Nun ja. Den bitteren Beigeschmack schlucke ich herunter. Nun sind wir schon mal da und gehen auch rein. 

zipaquira-kreuz

Schnell passieren wir den Eingang und folgen dem Weg ins Unterirdische. Zwar „soll“ man einer gef√ľhrten Tour teilnehmen, aber zum einen habe ich darauf keine Lust, denn es werden nur F√ľhrungen in spanischer Sprache angeboten und zum anderen kann man das Bauwerk sehr viel besser ohne eine Horde plappernder Touristen genie√üen.

zipaquira-krippe

Zipaquir√° – Eine von drei Salzkathedralen weltweit

Wir schlendern den Kreuzweg entlang, der uns immer tiefer ins Innere des Berges f√ľhrt. Neben der Salzkathedrale in Zipaquir√° gibt es weltweit noch zwei weitere unterirdische Bauwerke dieser Art. Und der Eindruck ist gigantisch. Es l√§sst sich nur erahnen, wie gef√§hrlich es ist in einem Bergbau zu arbeiten und dass, ein fester Glaube vielleicht eine M√∂glichkeit ist, diese Arbeit durchzuf√ľhren. 

zipaquira-salzkathedrale-kolumbien

Als wir wieder heraus kommen, brennen sich die Lichtstrahlen auf meiner Netzhaut ein. Es tut fast schon weh, den strahlend blauen Himmel und die Sonne zu sehen.

Skurril

Skurril

Von Zipaquir√° nach R√°quira

Wir machen noch einen kurzen Stopp am Hauptplatz von Zipaquir√°, dem h√ľbschen St√§dtchen, das f√ľr seine Salzkathedrale bekannt ist. Der Besuch lohnt sich und es gibt viele kleine L√§den und einen beeindruckenden Hauptplatz mit kolonialen Geb√§uden. 

zipaquira-hauptplatz

Neben dem Besuch der Salzkathedrale lohnt sich ein kurzer Bummel durch Zipaquira.

zipaquira-kirche

Anschlie√üend f√ľhrt unsere Reise durch Gebirge und wechselnde Vegetationen. Es dauert etwa 3,5 Stunden bis wir die T√∂pferstadt R√°quira erreichen. Auf den letzten Kilometern werde ich etwas unruhig, denn ich m√∂chte nicht mehr sitzen und mir mal die Beine vertreten.

Ráquira РKolumbiens Töpferhauptstadt

raquira-ausflug

Deshalb freue ich mich auch so sehr, dass wir das bunte Dorf, etwa 25 km von Villa de Leyva entfernt, endlich erreichen. Bevor wir durch das √ľbersichtliche Zentrum und seine zahlreichen Souvenirl√§den bummeln, gibt es erstmal eine St√§rkung bei meinem Lieblingsgetr√§nk – einem Granizado.

raquira-kirche

Bekannt ist R√°quir√° f√ľr seine vielf√§ltigen T√∂pferarbeiten. Wer mehr Zeit mitbringt, kann sich in den Werkst√§tten den Herstellungsprozess erkl√§ren lassen. An Sonntagen gibt es einen gro√üen Keramikmarkt auf dem Hauptplatz. Auf einen gro√üen Souvenirkauf habe ich leider verzichten m√ľssen. Den Ausblick bereits am Anfang der Reise so viele Dinge mitschleppen zu m√ľssen, fand ich nicht sehr prickelnd. Schlie√ülich gibt es dann doch nicht ohne Souvenir. Zwei Armb√§nder haben es in mein Reisegep√§ck geschafft.raquira-kolumbien raquira-toepferstadt

Ausflugsziele Kolumbien – Reisetipps f√ľr euren Besuch

  • Um die Kombination der beiden St√§dte und die anschlie√üende Weiterfahrt nach Villa de Leyva zu erm√∂glichen, haben wir uns f√ľr einen privaten Fahrer entschieden. Billig ist das ganze nicht. Allerdings wird einem dadurch Zeit geschenkt und Organisationsaufwand abgenommen. Ebenfalls keine Gedanken mussten wir uns um unser Gep√§ck machen, denn das blieb einfach im Auto, w√§hrend wir uns umschauten.
  • Alternativ k√∂nnt ihr die St√§dte nat√ľrlich auch mit Bussen erreichen. Zipaquir√° erreicht ihr am besten im Zuges eines Tagesausflugs von Bogot√° aus. Dann k√∂nnt ihr euer Hauptgep√§ck einfach in eurer Unterkunft in Bogot√° lassen. Im Lonely Planet Reisef√ľhrer Kolumbien*
    steht genau, welche Busmöglichkeiten ihr habt. Sonst einfach vor Ort nachfragen.
  • R√°quira liegt nur 25 km von Villa de Leyva entfernt. Ihr k√∂nntet also zuerst bequem nach Villa de Leyva fahren (es gibt bequeme Direktbusse von Bogot√° nach Villa de Leyva und zur√ľck) und von dort aus einen Ausflug in das Dorf unternehmen. 
  • Mein Hauptgrund f√ľr einen privaten Transport war au√üerdem, dass ich gerne die Lagune Guatavita besucht h√§tte. Allerdings waren die Regenf√§lle so stark, dass die Zufahrtswege gesperrt waren. Ganz so schlimm fand ich das am Ende des Tages dann nicht mehr, denn es regnete am Nachmittag in Str√∂men und auch so, war der Tag schon vollgepackt genug. 

 

[red_box] Habt ihr schon die beiden Ausflugsziele besucht? Wie hat es euch gefallen? Habt ihr weitere Tipps f√ľr die Region? Hinterlasst mir euren Kommentar hierunter – ich freue mich![/red_box]

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1 Kommentar

  • Antworten
    mea
    25. Februar 2017 zu 12:19

    liebe Sonja,

    erstmal Kompliment f√ľr deinen wunderbaren Reisebericht und die Bilder. Genau diese Tour m√∂chten wir auch im Juni machen. Dazu meine Frage: Wo habt ihr euren Fahrer gebucht und was kostet das?

    √úber deine Antwort w√ľrd ich mich sehr freuen…:-)

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