Kolumbien
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Kolumbien auf dem Tisch – Süße Verführung

Neben dem Öffnen eures 6. Türchens, habt ihr sicherlich auch euren Stiefel geleert, denn heute ist ja Nikolaustag. Für mich gilt das natürlich auch, allerdings ist es auch mein sechster Tag zurück in Deutschland. Und ich muss gestehen, dass ich die weihnachtliche Stimmung zwar schön finde, mir Kolumbien aber jetzt schon sehr fehlt. Darum habe ich mein eigenes Kolumbien Dessert kreiert, mit dem ich mir den Geschmack Kolumbiens auf meinen Teller zaubere. 

Bevor ich euch meine kulinarische Interpretation von Kolumbien vorstelle, möchte ich euch natürlich auch noch ein Beispiel nennen, was mir erst gestern bei der Fahrt mit der S-Bahn aufgefallen ist.

Hier in Hamburg zum Beispiel dauert es keine zwei Sekunden und die meisten sind auf ihre Smartphones fixiert. Dazu noch diese gebückte Haltung. Hebt sich der Blick dann doch einmal, wird gekonnt an seinen Mitmenschen vorbei geschaut. Augenkontakt gibt es kaum und kommt er dann doch einmal Zustande, wird ganz schnell wieder weggeschaut. Oder durch einen hindurch geschaut. Zum Spaß habe ich gestern einen kleinen Selbstversuch unternommen. Lediglich ein Mann hielt meinem Blick stand und lächelte zurück. Immerhin!

Und was ist in Kolumbien nun anders? Nun dort gibt es sicherlich auch solche wie oben beschriebene Exemplare, die in ihrer Welt versunken sind. Allerdings dauert es in den meisten Fällen nicht lange und man wird von seinen Sitznachbarn auf eine Beobachtung hingewiesen, jemand fängt an zu singen oder man wird einfach darauf angesprochen, was man vorhat. Schnell wir man als Nicht-Einheimischer entlarvt und spätestens dann wird man in eine nette, keinesfalls aufdringliche Plauderei verwickelt. Den Small-Talk beherrschen Kolumbianer – keine Frage. Bei diesen Begegnungen konnte ich meine Sprachkenntnisse üben und mir etwas die Zeit vertreiben. 

Dieses Zwischenmenschliche lässt sich nun leider nicht in meine unmittelbare Umgebung pflanzen. Doch es gibt ein paar Aromen, die den Geschmack von Kolumbien direkt wieder in meine Sinne projiziert. Dazu zählen:

  1. Avocados
  2. Kokosnuss
  3. Kaffee
  4. Kakao
  5. Lulo

Bei letzterem handelt es sich um eine exotische Frucht, die ich mit Kolumbien in Verbindung bringe (ebenso wie Lucuma mit Peru). Leider ist diese Frucht hier noch nicht erhältlich, so dass ich darauf verzichten muss. Doch die übrigen Zutaten lassen sich zu einem himmlichen Postre (Nachtisch) kombinieren. Vielleicht ja auch etwas für euch und die bevorstehenden Weihnachtsessen.

Kolumbien Dessert: Rezept für ein Avocado-Kokos-Eis & Kaffeesoße aus der Sierra Nevada

Zugegeben die Rezepte selbst stammen nicht von mir. Auf Pinterest bin ich auf die beiden Rezepte gestoßen und habe sie nach meinem Geschmack abgewandelt. Das Original-Eisrezept findet ihr hier und das für die Dessertsoße hier. aber auf die Idee, die beiden zu kombinieren sehr wohl. Bei meinen Gästen kam es ganz gut an, ich bin gespannt, wie es euch schmeckt.

Zutaten für das Avocado-Kokoseis:

  • 2 reife Avocados
  • eine Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 150 g Zucker 
  • 1/2 Limettensaft
  • Abrieb einer Limettenschale

Avocados halbieren, Kern entfernen, Fruchtfleisch in eine Schüssel geben, Zucker hinzufügen und mit dem Stabmixer pürieren. Wenn ihr einen Food Processor habt, dann kommen die Zutaten eben da rein.

Anschließend die Kokosmilch, Limettensaft und den Limettenabrieb hinzufügen und alles miteinander verrühren.

Dann könnt ihr die Eismasse in eine gefrier geeignete Form umfüllen. Ich habe dazu mein Muffinblech benutzt. So hatte ich es später einfacher beim portionieren, da ich keinen Eislöffel besitze. Euer Gefäß mit dem Eis kommt dann ins Gefrierfach. Am besten bereitet ihr das Eis am Vorabend oder früh am Morgen zu.

Zutaten für die Kaffee-Kakao-Soße:

  • 60 g Zucker
  • 100 ml kalter Espresso (ich habe hierfür Juan Valdez Espresso genommen, jeder andere Espresso tut es aber auch)
  • 3 EL ungesüßtes Kakaopulver
  • 1/4 TL Vanillepulver

Alle Zutaten in einem Topf aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen. In eine Schüssel füllen und leicht abkühlen lassen. Mit Frischhaltefolie abgedeckt kühl stellen.

So, nun lasst euch aber schmecken! Mein Eis war so schnell verputzt, dass ich es nicht mehr zu einem Foto geschafft habe. Das hole ich aber ganz schnell nach!

 

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