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„KĂ€ffchen“? Besuch auf einer Kaffee-Finca in Salento

Nun sind wir schon mal in einer der beliebtesten Kaffee-Regionen Kolumbiens, also lassen wir uns einen Besuch auf einer Kaffee-Finca in Salento nicht entgehen. Unser privater Fahrer holt uns an unserer Unterkunft Reserva El Cairo ab und fĂ€hrt uns auf die andere Seite des Berges, zu einer der bekanntesten Kaffeefarmen der Region: El Ocaso.

Was passiert auf einer Kaffee-Finca?

Im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmern unserer Kaffeetour, erreichen wir ganz schön komfortabel die Kaffee-Finca El Ocaso. Aber auch zu Fuß ist die Kaffee-Finca vom Zentrum Salento’s gut zu Fuß erreichbar, denn es geht ĂŒberwiegend bergab (ca. 5 km). Da unsere Unterkunft aber sowieso schon 45 Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt liegt, entscheiden wir uns fĂŒr einen Fahrer, der wĂ€hrend der Tour auf uns wartet und wieder zurĂŒck nach Salento bringt.

Kaffee-Finca Salento

Ankunft auf der Kaffee-Finca.

Auf dem alten Farmhaus begrĂŒĂŸt uns JosĂ©. Er spricht Englisch und wird uns in der kommenden Stunde ĂŒber die Plantagen der Finca El Ocaso fĂŒhren. Hier gibt es ĂŒbrigens auch einige GĂ€stezimmer und ich denke, dass es sich hier ebenfalls sehr schön wohnen lĂ€sst. Doch wir sind hier um mehr ĂŒber Kaffee zu erfahren. Also fĂŒhrt uns JosĂ© durch die Kaffee-Plantagen und anschließend durch verschiedene GebĂ€ude, in denen der Kaffee verarbeitet und anschließend verpackt wird. Am Ende der Tour dĂŒrfen wir uns in der kolumbianischen Zubereitung des Kaffees probieren und natĂŒrlich auch verköstigen.

Besuch auf der Plantage.

ZunÀchst werden die Pflanzen herangezogen.

Bananenstauden spenden Schatten.

Fakten ĂŒber Kaffee oder was ich mir behalten habe

  • Kolumbien ist nach Brasilien und Vietnam der drittgrĂ¶ĂŸte Kaffee-Exporteur weltweit (laut Statista exportiere Kolumbien 12.716 SĂ€cke (2015). Ein Sack mit ca. 60 kg Kaffeebohnen).
  • Es dauert etwa drei Jahre bis eine Kaffeepflanze die erste Ernte trĂ€gt. Nach 15 Jahren sind die Pflanzen nicht mehr so ertragreich und werden dann durch neue Pflanzen ersetzt.
  • Die Kaffeebohne liegt im Inneren der Kaffeekirsche. Diese sind nicht nur rot, sondern können auch eine gelbe Farbe haben. Beide Kirschsorten sind sehr lecker, saftig und sĂŒĂŸlich.
  • Nur die roten oder gelben FrĂŒchte werden zur Weiterverarbeitung verwendet.
  • Als ich vor acht Jahren erstmals eine Kaffee-Finca besuchte, war ich schon erstaunt wie viel Arbeit hinter einer leckeren Tasse Kaffee steckt. Weiterhin ist die Kaffee-Ernte Handarbeit in Kolumbien. Dabei handelt es sich um eine schweißtreibende Arbeit, die eher mĂ€ĂŸig bezahlt wird.
  • Ein flinker Kaffee-PflĂŒcker schafft an einem Tag ca. 10o-200 kg der Kaffee-Kirschen zu ernten. DafĂŒr erhĂ€lt er am Ende des Tages (12 Stunden) etwa 30 Euro
  • Dann heißt es waschen, schneiden, legen oder anders ausgedrĂŒckt: Die Kaffeekirschen werden gewaschen und so von ihrem Fruchtfleisch entfernt. Anschließend werden sie getrocknet und nach ihrer QualitĂ€t aussortiert. 
  • Die Röstung des Kaffees erfolgt anschließend in den jeweiligen ExportlĂ€ndern. So kann es sein, dass ein und die selbe Bohne ganz unterschiedlich schmecken kann.
  • Es gibt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die besten Bohnen sind fĂŒr den Export bestimmt und entsprechend teuer. Die Mehrheit der Kolumbianer trinkt Kaffee aus Bohnen 2. Wahl. Nur in den StĂ€dten wie etwa MedellĂ­n oder BogotĂĄ, wird Kaffee 1. Wahl auch in hippen Kaffees angeboten wie etwa in den LĂ€den von Juan Valdez

Genug gepflĂŒckt?

Dann werden die Bohnen vom Fruchtfleisch getrennt.

Bevor die Bohnen geröstet werden, werden sie auf ihre QualitĂ€t geprĂŒft.

Zum Schluss dĂŒrfen wir endlich auch mal den Kaffee probieren.

Kaffee aus Kolumbien

Diese gerösteten Bohnen sind fĂŒr Kaffeetrinker in Kolumbien bestimmt.

Finca El Ocaso Salento – Video

Dieses hĂŒbsche Video habe ich auf der Webseite der Finca entdeckt. Es vermittelt euch einen guten Eindruck unserer Kaffee-Tour. Viel Spaß beim Anschauen!

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1 Kommentar

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    Nord-Peru Reisen
    6. Januar 2017 zu 16:52

    Kaffee-Produktion ist immer beeindruckend. Wir haben jetzt schon Fincas in Costa Rica und Peru besucht, aber es ist immer wieder spannend zu sehen, wieviel Arbeit drin steckt !!

    Wir sind leidenschaftliche Kaffeetrinker ! Da wir gerade im Norden von Peru leben, trinken wir Bio-Kaffee aus Rodriguez de Mendoza, den wir erst zu Hause je nach Bedarf mahlen !

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