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Salento (Kolumbien) Hoteltipp – Finca Reserva El Cairo

Der nĂ€chste Stopp auf meiner Kolumbien Rundreise ist das bunte Bergdorf Salento, das bekannt ist fĂŒr seinen Kaffeeanbau, leckere Forellen und das nahe liegende Valle de Cocora. Im Tal wachsen die höchsten Palmenarten der Welt. Bevor ich euch Ausflugsmöglichkeiten in Salento und Umgebung vorstelle, zeige ich euch erst einmal wo ich ĂŒbernachtete und stelle euch meinen Hoteltipp Salento Kolumbien vor.

Finca Reserva El Cairo – Lage

Unsere Unterkunft liegt nicht direkt in Salento selbst, sondern eine etwa 15 minĂŒtige Willy-Fahrt entfernt. Es geht vom Bergdorf Salento bergab in Richtung des bekannten Valle de Cocora. Hier draußen gibt es nur vereinzelt ein paar HĂ€user und Fincas und sonst ganz viel Natur und den rauschenden Fluss Cairo. Vereinzelt lassen sich schon ein paar der riesigen Wachspalmen sehen. 

Reserva El Cairo Salento

Ankunft am Abend

RĂŒckelnd fĂ€hrt uns unser Willy-Fahrer die ungeteerte Auffahrt zur Finca hinauf. Es bereits sehr spĂ€t, als wir unsere Unterkunft erreichen. Am Morgen um 5 Uhr starteten wir in Villa de Leyva. Ein direkter Bus fĂ€hrt uns zum Busbahnhof in BogotĂĄ. Dort steigen wir in den komfortablen Bolivariano/Fronteras-Bus ein, der uns ĂŒber die Andenkordillere, durch Wolken hindurch bis nach Armenia fĂ€hrt. Dort steigen wir erschöpft aus. Um 19 Uhr können wir mit einem Colectivo-Bus nach Salento fahren. Am Hauptplatz angekommen, steigen wir fĂŒr 15.000 COP in einen Willy, einen kleinen Jeep-Transporter, der vorwiegend fĂŒr den Transport von KaffeesĂ€cken eingesetzt wurde und heute Touristen umher fĂ€hrt.

Reserva El Cairo

Blick auf das GrundstĂŒck

Ausstattung und Zimmer in der Finca 

Insgesamt bietet die Finca sieben komfortable und großzĂŒgige Zimmer mit eigenem Badezimmer und Dusche an. Unser Doppelzimmer liegt auf der ersten Etage und verfĂŒgt ĂŒber einen Balkon. Auf der gleichen Ebene liegen das gemĂŒtliche Wohnzimmer mit zahlreichen Spielen und BĂŒchern (und einem riesigen Fernseher). Ebenso auch die Rezeption mit einem Tourenschalter und ein kleines Restaurant. Wer mit dem eigenen Auto anreist, kann dieses bequem auf dem GelĂ€nde abstellen und Wlan gibt es auch.

GemĂŒtlicher Aufenthaltsraum fĂŒr die GĂ€ste der Finca.

Schöne Dekoration und Details.

Offene KĂŒche im Restaurant.

Toller Start: Frische FrĂŒchte zum FrĂŒhstĂŒck.

Zum GelĂ€nde gehört ein hĂŒbscher Garten. Unser Balkon blickt direkt auf diesen und morgens und abends lassen sich einige Vögel beobachten, manchmal sogar ein Kolibri. Etwas weiter oberhalb entdeckte ich einen kleinen GemĂŒsegarten. Dieses wird auch im hoteleigenen Restaurant verwendet. 

Im Vorfeld meiner Anreise habe ich bereits eine digitale BroschĂŒre erhalten. Darauf sind private Wanderwege eingezeichnet. Einen dieser Wanderwege teste ich dann direkt auch mal vor Ort und finde einen kleinen Wasserfall, der zu diesem Privatreservat gehört. 

WĂ€hrend unseres Aufenthalts regnet es wieder in Strömen und teilweise den ganzen Tag, so dass Wanderungen nur schwer möglich sind. Nach RĂŒcksprache mit dem Besitzer, empfiehlt er uns eher unseren Ausflug auf den nĂ€chsten Tag zu verlegen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie matschig es oben in den Bergen werden kann.

Dies ist nicht weiter tragisch, so dass wir die schöne Unterkunft etwas lĂ€nger genießen können und die Abende bei einer heißen Schokolade mit Marshmallows und Rummikub verbringen.

Mein Fazit

Bereits bei der Buchung war mir bewusst, dass die Finca etwas außerhalb liegt und genau diese Lage habe ich mir gewĂŒnscht. Ein Besuch der Finca ist sicherlich fĂŒr euch interessant, wenn ihr gerne wandert, in der Natur sein wollt und gleichzeitig eine komfortable und geschmackvolle Unterkunft sucht. FĂŒr mich waren die Informationen zur Vogelbeobachtung und die Verwendung selbst angebauter Lebensmittel ebenfalls ausschlaggebend fĂŒr eine Buchung.

Ein Willy oder Taxi fĂ€hrt euch relativ schnell ins Zentrum, falls ihr abends mal ein Bier trinken wollt und die wirklich entspannte und lockere AtmosphĂ€re in Salento erleben wollt. Ihr seid also nicht von der Welt abgeschnitten. Der Mix aus Paisanos und Touristen ist in Salento teilweise sehr skurril und fĂŒr ein so kleines Dorf, gibt es erstaunlich viele Möglichkeiten ein Club (kolumbianisches Bier) zu trinken. Aber auch CafĂ©s, Restaurants, LebensmittellĂ€den und FruchtstĂ€nde sorgen fĂŒr euer leibliches Wohl, falls ihr nicht im Restaurant der Unterkunft essen möchtet.

Hoteltipp Salento Kolumbien Wasserfall

Versteckt hinter der Finca und auf meiner Wanderung entdeckt.

Die Betten sind sehr gemĂŒtlich und komfortabel. Die Ausstattung entspricht den Bildern, die ich auf booking.com gesehen habe. In unserem Zimmer gab es aber die ein oder andere Ecke, die mal wieder etwas „aufgehĂŒbscht“ werden kann. Da die Finca direkt auf dem Land liegt, gibt es sehr viele Fliegen und Motten. Das ist nicht weiter schlimm. Dennoch könnte man die kaputte Abdichtung an der BalkontĂŒr mit einer Schraube dichter machen oder mal das Rollo abwischen, an dem Motten-Leichen kleben. Das sind aber nur Kleinigkeiten und VerbesserungsvorschlĂ€ge, die den Aufenthalt und den sehr guten Eindruck nicht schmĂ€lern.

Ein bisschen Kritik 

Was ich allerdings bemĂ€ngel ist die etwas lustlose Rezeption. Wir wurden von der Mitarbeiterin begrĂŒĂŸt, mit der ich auch schon zuvor hĂ€ufiger Kontakt per Email hatte. Ich habe sie auch darĂŒber informiert, dass wir sehr spĂ€t abends ankommen und ihr die Route erklĂ€rt. Die „HausfĂŒhrung“ erfolgte dann im Schnelldurchlauf und auch am nĂ€chsten Tag war sie eher nicht sehr ausfĂŒhrlich in der Hilfsbereitschaft bei der Tagesgestaltung. Hier war der junge Besitzer und seine Frau sehr viel zuvorkommender.

Beim Check-Out hat eben jene Mitarbeiterin auch erwĂ€hnt, dass das Obst in der „Minibar“ ein Willkommensgruß gewesen wĂ€re. Sie entschuldigte sich, dass sie uns nur so kurz durchs Haus fĂŒhrte und so wenig erklĂ€rte, aber ihr regulĂ€rer Feierabend wĂ€re um 18 Uhr gewesen und wir kamen so spĂ€t (19.45 Uhr) an. Ich erklĂ€rte ihr, dass dies eben zum Job gehört und ich sie ĂŒber unsere Ankunftszeit informierte. Darauf beschwichtigte sie, dass sie ja ĂŒberhaupt froh ist, einen Job zu haben und es nicht weiter schlimm sei. Dies ist wirklich der einzige Punkt, der mir bitter aufstieß. Selbst habe ich auch mal in der Hotellerie gearbeitet und es ist wirklich sehr anstrengend und der Verdienst bescheiden, aber einen Gast sollte man so etwas niemals spĂŒren lassen. Hier wĂ€re etwas weniger Ehrlichkeit angebracht gewesen. Trotz der kleinen Kritik, schmĂ€lert dieser Moment nicht meinen sehr guten Eindruck der Finca.

Buchen könnt ihr meinen Hoteltipp Salento Kolumbien auf der Homepage von Reserva El Cairo oder auf booking.com*.

[button link=“http://www.booking.com/hotel/co/reserva-el-cairo-valle-del-cocora.html?aid=836658&no_rooms=1&group_adults=1″ color=“red“] Zu booking.com [/button]

 

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