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Ein Tag in Paris – 24 Stunden zwischen Eiffelturm und Éclairs

moulin rouge paris

Paris, die Madame an der Seine, ist ein tolles Ziel für einen Citytrip. Keine Frage! Es gibt viel zu sehen, zu erleben und zu entdecken. Ihr werdet nicht die Einzigen sein, die die französische Hauptstadt erkunden wollen und doch lohnt sich auch nur ein ganz kurzer Besuch. Natürlich ist ein längerer Aufenthalt oder ein verlängertes Wochenende immer schöner, um die Stadt intensiv zu erleben. Aber auch für Wiederholungstäterinnen wie mich, reicht manchmal einfach ein Tag, um sich dem Charme der Stadt vollkommen hinzugeben und in eine andere Welt einzutauchen. Meine Tipps für 24 Stunden in Paris!

Zum Frühstück nach Paris

Keine Sorge! Ich jette nicht mal eben an die Seine zum shoppen und fliege dann wieder zurück nach Hamburg. Es hat eben doch auch etwas Gutes, wenn man ein Zuhause an der Peripherie Deutschlands hat. Deshalb versuche ich meinen Heimatbesuch so oft es geht mit einem Ausflug nach Paris zu kombinieren. Mit dem ICE  dauert es lediglich 1 Stunde 51 Minuten von der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken in die Seine-Metropole.

Gegen 11 Uhr erreiche ich den Bahnhof Gare du Nord, im 10. Arrondissement. Meine Unterkunft liegt ganz in der Nähe, am Rande des 9. Arrondissement und damit super zentral. Das 9 Hotel L’Opera liegt in einer Seitenstraße zur bekannten Rue La Fayette und ist von den Bahnhöfen Gare du Nord und Gare de l’Est bequem zu Fuß erreichbar. Nach dem Einchecken zieht es mich auch schon auf die bekannte Rue La Fayatte, die zum Boulevard Haussmann führt.

Blick von Galeries Lafayettes

Seit meinen ersten Besuchen in der Kindheit und der Jugend, muss ich einfach immer zuerst auf die Dachterrasse des berühmten Einkaufszentrums Galeries Lafayette und schauen, ob noch alles steht wo es soll. Außerdem vergesse ich immer wo, was in welcher Richtung liegt. Die im Hausmann-Stil gebauten Häuser sind einfach so hoch, dass ich grundsätzlich die Orientierung verliere. Von der Dachterrasse kann man manchmal auch den Musikproben der gegenüberliegen Opéra lauschen. Ein erster Vorgeschmack auf das kitschige Paris. Schnell besuche ich noch die Feinkostabteilung und sehe mich ein bisschen an den Tartelettes und Mille-Feuilles satt. Da es mir hier zu teuer ist, ziehe ich weiter.

Unten auf dem Boulevard Haussmann angekommen, möchte ich am liebsten ganz schnell wieder verschwinden. Hier ist es mir definitiv zu voll. Von Schulklassen, kaufwilligen Asiaten und orientierungslosen Touristen umgeben, die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer im Nacken, zieht es mich sehr schnell in die nächste Bäckerei. Jetzt sind definitv ein Croissant und ein Café au Lait fällig.

Éclairs zum Mittagessen

Von der l’Opéra ziehe ich weiter ins 3. und 4. Arrondissement. Den Stadtteil Marais lernte ich erst vor zwei Jahren näher kennen. Dort hat sich einiges getan und das ehemals anrüchige Viertel ist heute Treffpunkt hipper Pariser und Freunde kleiner Boutiquen. Wenn ich in Paris bin, strapaziere ich meine Füße bis zum äußersten. Dann wird so viel wie möglich auf zwei Beinen zurück gelegt. Dies hat auch vor allem damit zu tun, dass ich die Pariser Metro h-a-s-s-e. Einfach schrecklich, so weite Umwege, es stinkt und so viele Stolperfallen. Wie Rollstuhlfahrer oder Fussschwache hier zurecht kommen? Also wenn ich nicht muss, fahre ich in Paris keinen Meter mit der Metro.

Von der Oper bis ins Marais schafft ihr es locker in etwa 40 Minuten zu Fuß. Ihr könnt einen Abstecher zum Centre-Pompidou machen (vielleicht ist ja auch eine Ausstellung dabei, die euch interessiert?), bevor ihr euch euer Mittagessen im Marais gönnt. Auf dem Weg liegt eine verführerische Pâtisserie – ruck zuck befinden sich Éclairs in meinen Händen. Oh, mon dieu!

Eclair in Paris

Eclair als Stärkung vor dem Besuch des Centre Pompidou

Im Marais kann ich Stunden damit verbringen, in den Läden zu stöbern oder Leute zu beobachten. Sollte euch das zu langweilig sein, Notre-Dame liegt gleich um die Ecke und der Spaziergang über die Seine hat auch seinen Reiz.

marais paris

Unterwegs im Stadtteil Marais

Wenn das Wetter schön ist, könnt ihr euch herrlich im Jardin du Luxembourg entspannen. Mit weniger Zeit könnt ihr ab der Haltestelle St.Michel in den RER steigen und zum Eiffelturm fahren. Zu Fuß würde es ca. eine Stunde dauern, das muss dann doch nicht sein. Im Herbst und Winter wird es ja etwas früher dunkel, so dass ihr bestimmt schon den blinkenden Eiffelturm zu Gesicht bekommt. Ein Foto-Stopp und vielleicht noch eine Fahrt hinauf. Das war’s dann aber auch. Ich war nun einmal auf dem Champs du Mars, müsste aber nicht unbedingt noch einmal hin. Als Erstbesucher gehört der Stopp aber definitiv dazu.

Eiffelturm Paris

Eiffelturm am Abend

Mich zieht es ins Hotel, um mich etwas frisch zu machen, Schuhe zu wechseln und dann zum Abendessen zu flanieren.

Abendessen im 10. Arrondissement

Nach so viel „schönen“ Orten und typischen Touristenzielen, zieht es mich zu den „echten“ Parisern. Es ist ja immer sehr schwer zu sagen, was als echt oder authentisch gilt. Die ultimativen Paris-Tipps habe ich auch nicht, dafür kenne ich die Stadt zu wenig. Dennoch denke ich, dass man im 10. Arrondissement, also nicht soweit von meinem Hotel entfernt, einen Blick in das Pariser Leben erhält. Rund um den Canal St.Martin gibt es zahlreiche Restaurants, Bars, Imbisse und Kulturzentren fern der Touristenmassen.

Montmartre Paris

Montmartre bei Nacht

Wenn es dir hier nicht gefällt oder du noch eine Sehenswürdigkeit mehr abhaken möchtest, kannst du nachts auch noch nach Montmartre zur Kirche Sacré-Coeur fahren. Dafür kannst du einfach ein Taxi auf der Straße anhalten. Taxi fahren ist sehr günstig in Paris. Mache nur nicht den Fehler und lass dir ein Taxi rufen. Sobald der Taxifahrer auf dem Weg zu dir ist, läuft das Taxameter bereits. So kann es sein, dass du schon 20 Euro zahlen musst, bevor du überhaupt losfährst. Mir hat es abends sehr gut in Montmartre gefallen. Die Souvenirläden sind geschlossen, die meisten Besucher liegen friedlich in ihren Betten und man kann durch die Gassen schlendern und sich die Szenen aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ ungestört im Kopfkino ablaufen lassen.

In diesem Sinne: À bientôt!

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