Anden, Peru, Südamerika
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Colca Canyon (Peru) – Zu Gast beim König der Anden

kondor colcatal peru

Es ist 05.30 Uhr früh im Colca Canyon und damit Zeit für ein stärkendes Frühstück. Die letzte Nacht war anstrengend, denn die Höhe hat mir ziemlich zu schaffen gemacht. Nur mit Alpaka-Decken, Alpaka-Socken und jeder Menge Kleidung kann ich mich warm halten, so dass ich doch zu einigen Stunden Schlaf komme. Mit einer eisigen Dusche beginnt der Morgen. Das Frühstück entschädigt alle Strapazen. Diverse Müslisorten darunter auch Quinoa Pops und Maca-Pulver, frisch gepresste Säfte, Omelettes und mein geliebter peruanischer „Quietsch“-Käse wecken meine Lebensgeister. Was ich bei meinem Ausflug zum Cruz del Condor erlebt habe, lest ihr hier.

Reisebericht aus dem Colca-Tal in Peru

In der Dämmerung verlassen wir in unserer kleinen Reisegruppe gegen 6 Uhr unsere wunderschöne Hotelanlage in Corporaque. Über eine Schotterpiste fahren wir am Colca-Tal entlang, sammeln andere Gäste der Colca-Lodge ein und fahren am Colca-Fluss entlang mit einigen spannenden Stopps auf dem Weg zum „Cruz del Condor“.

Yanque – Koloniales Dorf im Colca Canyon

Yanque

Kolonialarchitektur in Yanque, Peru

Gegen 7 Uhr erreichen wir das Dorf Yanque. Auf dem Hauptplatz führen Schüler den typischen „Liebestanz“ zweier Völker aus dem Colca Canyon auf. Yanque gehört wie Maca auch zu einem der letzten 14 von ehemals 24 Dörfer im Colca-Tal. Das Tal hat zunehmend mit Veralterung und Wegzug zu kämpfen. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Colca Canyon.

Yanque Peru

Folkloretanz im Colca-Tal

Colca Tal Peru

Da geht’s durch – abenteuerliche Fahrt entlang des Colca-Tals

Colca Canyon

colca tal peru

Die Terrassen des Colca-Tals. Im Mai noch wunderschön grün.

Wir lassen Yanque hinter uns fahren an Maca vorbei. Die Piste ist recht staubig und führt an wunderschönen Aussichtspunkten vorbei. Hier habe ich auch die Gelegenheit genutzt und einen schönen bestickten Gürtel erstanden.

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Freiluft Souvenir Shops im Colca-Tal

Cruz del Condor – Zu Besuch beim König der Anden

Colca Canyon

Das Kreuz des Kondors ragt über dem tiefen Tal

Um 08.30 Uhr erreichen wir das „Cruz del Condor„, das Kreuz des Kondors, den wohl bekanntesten Aussichtspunkt in der Großregion Arequipa. Natürlich sind wir nicht alleine. Die Straße wird von weißen Reisebussen gesäumt und entlang der Aussichtspunkte reihen sich wie an einer Perlenkette die Besucher. Ich hätte nicht gedacht bei dieser Menge an Menschen auch nur einen Kondor zu erblicken. Doch es gibt sie immer noch. Bis zu 5 Kondore kreisen herum und lassen sich von den „Ahhhhhss“ und „Ohhhhs“ nicht verschrecken. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es hier in der Hochsaison aussehen mag und wie lange die Kondore diesen Platz noch aufsuchen werden.

Wir stehen an einem Geländer und warten gespannt darauf, die majestätischen Tiere zu erblicken. Sie tauchen immer wieder überraschend auf und gleiten spielerisch durch die Schlucht. Manche Kondore machen sich einen Spaß daraus ganz nah über den Köpfen der Touristen ihre Runden zu ziehen. Wusch….Wusch….welche wunderschöne Tiere, die sich von den Winden tragen lassen.

Unweigerlich erklingt das Lied „El condor pasa“ in meinem inneren Ohr.

Wie kommt man in den Colca Canyon in Peru?

  • Wir buchten eine 2 Tagestour von Arequipa bis Puno. Zu uns dreien gesellte sich noch ein us-amerikanisches Ehepaar. Eine perfekte Gruppengröße. Der Fahrer und Guide waren sehr professionell und der Wagen sehr neu. Die Tour startete in Arequipa an unserem Hotel und führte uns über das Naturreservat Salinas y Aguadas Blancas bis nach Corporaque.
  • Es gibt auch die Möglichkeit mit einem Mietwagen oder den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Colca-Tal zu reisen. Die Straße ist sehr gut ausgebaut, allerdings würde ich mir aufgrund der Höhe die Fahrt mit dem Mietwagen nicht zutrauen. Mir ging es am ersten Tag sehr schlecht, aber ich vertrage die Höhe auch nicht besonders. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sicherlich sehr günstig, allerdings werden keine Stopps unterwegs eingelegt und mitunter ist der Fahrstil sehr peruanisch.

Wo kann man im Colca-Tal übernachten?

  • Wir übernachteten in der wunderschönen Hotelanlage La Casa de Mama Yacchi in Coporaque einen kleinen authentischen Dorf im Colca-Tal. Das Mittagessen war hervorragend mit diversen Salaten, gegrilltem Alpaka und Causa a la Limeña als Vorspeise. Die Aussicht und der Garten sind wunderschön mit Blick die Berge. Ringsum sind nur Felder und Kühe und es herrscht eine himmlische Ruhe. Außerdem setzt sich das Hotel für einen nachhaltigen Tourismus und einen Ressourcen schonenden Umgang ein.
  • Viele Touristen übernachten in Chivay. Für mich keine Alternative, nachdem ich einige der kleinen Dörfchen kennen gelernt habe.
  • Es gibt zahlreiche Hotels und Hostals, Gasthäuser und Pensionen. Wichtig ist zu vergleichen, was in den Leistungen und Programmen enthalten ist, wenn ihr eine geführte Tour machen möchtet.
  • Wer mehr Zeit mitbringt und gerne wandert, der kann in einfachen Gasthäusern im Tal übernachten zum Beispiel in der Flussoase Sangalle.

2008 lebte ich in Arequipa, Peru und erkundete verschiedene Regionen von Peru und Südamerika. 2015 reiste ich zurück und dies ist ein kleiner Ausschnitt meiner Peru Eindrücke.

3 Kommentare

  1. Sonja sagt

    Hey Lynn,
    es sind wirklich majestätische Tiere. Bei meinem letzten Besuch in Peru habe ich gar nicht mehr damit gerechnet noch so viele Kondore zu sehen, da die Besucherzahlen schon ziemlich hoch sind. Noch schöner ist es sie auf einer Wanderung durch die Anden zu beobachten und das Erlebnis nicht mit anderen teilen zu müssen 🙂
    Vielleicht schaffst du es ja bald mal, den König der Anden ganz nah zu sehen.
    Liebe Grüße
    Sonja

  2. Was für ein tolles Erlebnis. Seitdem ich ein kleines Kind bin, ist es mein großer Traum, einmal einen Condor zu sehen. Es fällt mir einfach schwer sich vorzustellen, wie unglaublich groß diese Vögel sind.

    Liebe Grüße,
    Lynn

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