Fernweh, Kolumbien, Südamerika
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Kolumbien – Ein Land voller magischer Momente

cartagena

Kolumbien hat mich verzaubert und wird in meinem Herzen für immer einen ganz besonderen Platz haben. Aus meinen Reise-Erinnerungen ist das Land zwischen Karibik und Pazifik nicht mehr weg zu denken. Kolumbien verleitet mich immer wieder zu ausgiebigen Tagträumereien und zählt für mich zu den absoluten Herzensbrechern. Es ist ein Land voller magischer Orte und beschert seinen Gästen unvergessliche Momente. Ich nehme euch mit auf einen Streifzug und zeige euch warum Kolumbien für mich ein Land voller Magie ist! 

Ein Streifzug durch Kolumbien

Auf meinem Streifzug durch Kolumbien nehme ich euch mit in die wunderschöne Stadt Cartagena in der Karibik. Nur ein paar Stunden in Richtung Osten liegt das kleine Paradies Tayrona. Mit der Chiva geht es durch den Süden Kolumbiens. Schließlich führt eine Wanderung zu den höchsten Wachspalmen im Valle de Cocora.

Cartagena – Ein romantischer Spaziergang

cartagena skulptur

Frauen-Skulptur von Botero in Cartagena

Los geht es in der Karibik. Cartagena de Indias ist eine ganz besondere und einmalige Stadt an der Karibikküste Kolumbiens. Verwinkelte Gassen, pastellfarbene Häuser und eine laszive Skulptur von Botero gehören hier ebenso zum Stadtbild wie das tropische Klima und die heißen Nächte.

Während Frauen in bunten Kleidern frische Früchte verkaufen, sitzen ältere Herren mit aufgeknöpftem Hemd in einem der Cafés, rauchen Zigarre und schauen dem Treiben auf den Straßen Cartagenas zu. Derweil laden exklusive Boutiquen in Häusern mit verfallenen Fassaden zum Shoppen ein. Pärchen laufen Hand in Hand durch die Gassen Cartagenas oder lassen sich in der Abenddämmerung mit einer Kutsche durch die Altstadt fahren. Am späten Nachmittag treffen sich Romantiker auf den Stadtmauern Cartagenas, schauen dem Sonnenuntergang zu und stimmen sich auf eine typische Nacht an der Karibik-Küste ein.

Egal ob Salsa, Merengue, Bachata oder Reggaeton, hier wird getanzt bis in die Morgenstunden. Alleine unterwegs? Kein Problem! Schließlich haben Kolumbianer ein Herz aus Gold und integrieren Besucher sofort. Also: Bailamas! (Lasst uns tanzen!).

Auch kulturell hat Cartagena einiges zu bieten. Für mich ist ein Spaziergang auf den Spuren von Gabriel García Márquez, in Kolumbien besser bekannt als „El Gabo“ und seinem Roman „Liebe in Zeiten der Cholera“, ein absolutes Highlight. Die passenden Lektüren sowie Bücher über Kolumbien findet ihr im Café Abaco. Es heißt, die Altstadtgassen von Cartagena de Indias haben dunkle Geheimnisse. Man erzählt sich hier Geschichten von Gespenstern, Spukereien und Menschen, die den Verstand verloren haben. Also Obacht!

Tayrona Nationalpark – eines der letzten Paradiese

Karibiktraum Tayrona

Entspannung pur!

Vor allem bietet Kolumbien unzählige Strände. Während im Westen der Pazifik die Landmassen streichelt, buhlt im Norden das Karibische Meer um Urlauber. Da fällt die Wahl schwer, insbesondere wenn das Innere des Landes mit Bergketten, vibrierenden Städten, Bergnebelwald und Regenwald trumpft.

Der Nationalpark Tayrona ist für Abenteurer und Hängematten-Liebhaber ideal. Oftmals ist das kleine Fischerdorf Taganga erste Anlaufstelle. Hinter dem Haupteingang El Zaino (etwa 30 km östlich von Santa Marta) beginnen traumhafte Wanderungen durch dichten Regenwald auf teils matschigen Pfaden. Hier soll es zum Meer gehen? Claro, que sí!

Und wer erst einmal das Meer mit den weiten Sandstränden und den rundlichen Monolithen, die eher an die Seychellen erinnern und die Nächte in der Hängematte verbracht hat, möchte diesen wunderbaren Ort niemals wieder verlassen.

Keine Strandbüdchen, keine Liegewiesen oder Massagen-Verkäufer…Herrlich! Lediglich herabfallende Kokosnüsse stellen zusammen mit Quallen und starken Strömungen die größten Gefahren dar. Aber auch auf lange Nächte müsst ihr euch einstellen. Schließlich müsst ihr die Sterne zählen.

Kolumbiens Süden – Entschleunigung Pur!

Chiva Kolumbien

Chiva-Bus in Kolumbien: Ein typischer Bus auf dem Land oder in der Stadt (als Partybus)

Die Chiva (Ziege) ist ein typisches Transportmittel in den ländlichen Regionen Kolumbiens. Die ausrangierten US-amerikanischen Schulbusse kommen vor allem auf dem Land Kolumbiens zum Einsatz. Besonders bequem ist die Fahrt mit diesen Bussen nicht, aber irgendwie gehört es dazu.

Kleine Dörfer entlang des Rio Magdalena, irgendwo zwischen San Agustin, Popayan und Neiva, laden zum Verweilen und Schlendern ein. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Besucher erhalten einen authentischen Einblick in das Leben der Campesinos (Bauern) – dazu gehören auch brisante Themen wie die Konflikte rund um Landenteignungen und die FARC (kolumbianische Guerillabewegung).

Auch die Region San Agustin (UNESCO Weltkulturerbe) bietet interessante Sehenswürdigkeiten. Etwa den archäologischen Park von San Agustin, die Flussbettverengung „El Estrecho“ des Rio Magdalena oder den Wasserfall „Salto del Mortiño“.

Valle de Cocora – Wanderung zu den Wachspalmen

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Die höchsten Palmen der Welt: Wachspalmen im Valle de Cocora

Das Valle de Cocora erreicht ihr von Salento aus. Hier solltet ihr einen Tagesausflug für diese wundervolle Wanderung zu einer der höchsten Palmenarten der Welt, den Wachspalmen (palmas de cera), einplanen. Die Wanderung führt euch immer wieder über Hängebrücken, die den Rio Quindío überqueren. Je nach Witterung, kann es ganz schön matschig werden. Also denkt an Gummistiefel.

Bromelien, Farne, Flechten und dicht gestellte Bäume markieren euren Weg hinauf zu einer Hütte. Ihr wandert bis zu einer Hütte der Fundación Herencia Verde und werdet hier mit einer heißen „Chocolate con Queso“ (Trinkschokolade mit Käse) erwartet. Seltene Kolibris schwirren immer mal wieder über eure Köpfe. Für mich ein ganz besonderer Ort für den sich auch der mühsame Abstieg auf matschigem Boden gelohnt hat.

Wenn ich noch mal ins Valle Cocora reisen dürfte, würde ich gerne länger bleiben und Erkundungen mit dem Pferd oder Mountainbike machen und mit einem Naturführer durch den Nebelwald stapfen und Ausschau nach Brillenbären, Tukanen und Kolibris halten.

Wie komme ich nach Kolumbien?
  • Meine Reise nach Kolumbien erfolgte auf dem Landweg von Ecuador aus. Mit dem Bus fuhr ich von Quito nach Bogota mit Umstieg in der Nähe der Grenze. Überlandbusse sind ein kostengünstiges und bequemes Transportmittel.
  • Flüge von Quito nach Bogota sind nun auch mit einer Art Low-Cost Carrier möglich.
  • Von Deutschland aus kommt ihr bequem mit KLM, Avianca und weiteren Fluglinien nach Kolumbien. Von Bogota aus könnt ihr dann entweder auf dem Landweg oder Luftweg weiterreisen.
Was sollte ich in Kolumbien nicht verpassen?
  • Empfehlen würde ich euch, gerade zu Beginn, etwas Zeit in der Hauptstadt Bogotá zu verbringen. Zwar habe ich die Hauptstadt nicht explizit hier aufgelistet, allerdings bin ich von Bogotá sehr angetan. Hier habe ich drei Monate gelebt und gearbeitet. Verständlich, dass sich die schönen Seiten der Stadt nicht bei einem kurzen Besuch zeigen. Aber gebt ihr eine Chance.
  • Unbedingt solltet ihr La Candelaria besuchen und euch eine Ajiaco (typische kolumbianische Suppe) gönnen. Außerdem solltet ihr an der sonntäglichen Ciclovia teilnehmen und eine Fahrt hinauf auf den Monserrate machen. Aber Bogotá kann auch anders – das zeigt der schöne Artikel über Streetart von puriy.
  • Cali ist DIE Hauptstadt des Salsa und bekannt für ihre Tanzabende. Hier habe ich mich in den Straßen alleine allerdings nicht sonderlich wohl gefühlt. Das gleiche galt für Medellin. Hier tat die Nacht im Casa Kiwi auch sein übriges (obwohl Lonely Planet seit etwa einem Jahrzehnt dieses Hostel empfiehlt, ich kann es nicht. Aber vielleicht war ich auch einfach nicht cool genug für kotzende Mitbewohner und extreme Parties. Jeder wie er mag). Genau beschreiben kann ich es nicht, aber mein Bauchgefühl hat mich damals die Städte nicht sonderlich genießen lassen. Wer also Empfehlungen für diese Städte hat, hinterlässt mir doch bitte einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail.
  • Auch die Zona de Cafetera gehört zu jeder Kolumbien Reise dazu. Unbedingt solltet ihr einfach mal auf einer Kaffee-Finca übernachten und den Kaffeeprozess mit machen. Je nach Besitzer, kann es zu einem wunderbaren Erlebnis werden. Ich übernachtete auf einer Finca, die auch eine Canopy-Tour anbot. Mit dem Seil über die Kaffee-Felder düsen – was für ein Spaß!
Was steht auf meiner persönlichen Wunschliste?
  • Wenn ich noch einmal nach Kolumbien reisen könnte, würde ich gerne das Amazonas Gebiet bereisen, Wale in Nuqui beobachten, zur Ciudad Perdida trekken oder den schönsten Fluss der Welt, Caño Cristales, besuchen.
  • Abschließend noch ein Tipp für alle Romantiker, Karibik-Liebhaber oder Honeymooner: Auf nach San Andrés oder Providencia mit euch! Die Inseln liegen inmitten der Karibik, unweit von Nicaragua und versprechen ein karibisches Tropenparadies. Falls ich mal heiraten sollte, gehen hier die Flitterwochen hin!
Wie bereite ich mich auf meine Kolumbien Reise vor?

Falls ihr Freunde habt, die bereits in Kolumbien waren, sollten sie eure erste Anlaufstelle sein. Ansonsten empfehle ich euch Reiseblogs zu lesen, in Reise-Magazinen und Reiseführern zu schmökern, Reportagen anzuschauen oder bei Instagram oder Pinterest zu suchen.

Zum Schluss hier noch einige Kolumbien Reiseempfehlungen für euch!

Wart ihr schon in Kolumbien? Wie hat es euch gefallen und welches waren eure Highlights? Was darf auf  keiner Kolumbien Reise eurer Meinung nach fehlen? Hinterlasst mir einen Kommentar – ich freue mich!

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