Peru, Städte, Südamerika
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Lima – City Guide

Holá, Lima! Ich bin zurück. Nach sieben Jahren bin ich wieder dein Gast. In den letzten Jahren habe ich sehr viel Positives von dir gehört. Du hast dich verändert, sollst aber immer noch so eigensinnig sein wie damals. Zunehmend entdeckt die Welt deinen Charme, deine grandiosen Restaurants, deine Köche und deine schmackhaften Garküchen. Dieser klitzekleine Lima City Guide, macht meinen Lesern hoffentlich Lust, dir eine Chance zu geben und dich zu entdecken. Ich habe dir versprochen, dass ich wieder komme. Und das werde ich auch. Hasta pronto!

Plaza San Martin – Start unserer City Tour

Wie fast jede Stadtführung, beginnt auch unsere am Plaza San Martin. Wir sind von unserem Hotel in Miraflores mit dem Metropolitano (ähnlich dem TransMilenio in Bogotá) ins koloniale Zentrum gefahren. Das hat erstaunlich gut geklappt. Bisher kannte ich ja nur den
ewigen Stau in Lima. Sollte das Netz des Rapid Transit System und die Frequenz weiter ausgebaut werden, sehe ich für Lima’s Verkehrsproblem ein Fünkchen Hoffnung.

Aber zurück zum Plaza San Martin.

Über die Geschichte der Kolonialisierung durch die Spanier und die Befreiung durch José San Martin werdet ihr vor Ort jede Menge erfahren (Local Scout, Audio Guide oder E-Book). Spannend ist vor allem die Entwicklung der Altstadt in den letzten Jahren. Bei meinem Besuch vor sieben Jahren habe ich diesen Stadtteil nur sehr kurz besucht. Mein damaliger Local Scout hatte mich vor dieser Region gewarnt. Die wunderschönen historischen Gebäude waren Rückzugsort für Terroristen, Prostituierte und die Drogenszene.

Leer stehende Gebäude und ein sauberer Platz sind heute eine Wohltat für die Limeños, geben Sie doch ein Stück öffentlichen Raum zurück, in dem sie sich sicherer fühlen.

Wenn ihr schon am Plaza San Martin seid und ein Foto macht, schaut euch unbedingt die Ritterstatue einmal genauer an. Dort ist ein kleines Lama auf dem Kopf einer griechischen Schönheit platziert. Warum? Das findet ihr am besten vor Ort heraus.

Bummeln in einer der zwei (!) Fußgängerzonen

Lima gönnt sich den „Luxus“ kleiner Fußgängerzonen. Diese liegen zwischen dem Plaza San Martin und dem Plaza Mayor. Auf der Avenida Jirón de la Unión, die von Norden nach Süden verläuft, kann man wunderbar bummeln und sich die architektonische Entwicklung einmal genauer ansehen. Maurische Einflüsse, moderne chilenische Shoppingcenter und amerikanische Ketten in restaurierten Kolonialgebäuden treffen hier aufeinander.

Kolonialgeschichte an fast jeder Ecke

In der Kirche und dem Kloster San Francisco haben wir nicht allzu lange Zeit verbracht. Wir haben uns die sehr beeindruckende Bibliothek angeschaut und einen Rundgang durch das Kloster gemacht.

Der für mich spannende Teil liegt unter den Gebäuden. Schaut man sich die Katakomben ohne Reiseleiter an, sind sie sicherlich nur halb so spannend. José, unser Guide hat uns spannend und beispielhaft die Geschichte nahe gebracht. Welch reiche Stadt Lima einmal war, erkennt man erst auf den zweiten Blick.

Ihr könnt einen Abstecher in die Bar/Restaurant Cordano machen und wie einst die vielen Präsidenten hier zu Mittag essen (Causa a la Limeña und Chicha Morada sind ja meine Favoriten) oder einfach einen Kaffee oder Pisco trinken, wie dies auch schon Ernest Hemingway getan haben soll.

Anschließend bietet sich ein Bummeln durch die Seitenstraßen an oder ein Abstecher ins Barrio Chino und die große Markthalle. Uns wurde es hier etwas zu turbulent. Daher haben wir nach unserer City Tour einen Abstecher zum Cerro San Cristobal gemacht.

Lima soweit das Auge reicht – auf dem San Cristóbal

Die Tour auf den Cerro San Cristóbal, dem höchsten Punkt in Lima, dauert eigentlich eine Stunde und kostet 5 Soles. Leider hatten wir Pech und sind so lange Runden gefahren, bis der Combi-Bus voll war und die Tour losgehen konnte. Dadurch haben wir sehr viel Zeit verloren. Der Ausblick hat sich dafür sehr gelohnt. Welche Ausmaße die Stadt hat wird erst hier oben deutlich. Mitten in der Wüste so viele Menschen – wie möchte Lima eine Wasserversorgung
garantieren?

Barranco- Hippe Hipster

Barranco scheint der „Place to be“ für alle hippen Limeños zu sein. Hier passiert gerade eine Menge. Wunderschöne alte Herrenhäuser werden nach und nach restauriert und erhalten ihren alten Glanz zurück. Bars und Restaurants vermischen sich mit Galerien und kleinen Boutiquen.

Wir haben uns hier vor allem in das Nachtleben gestürzt. Wir haben unseren Donnerstag Abend in der Ayahuasca Restobar begonnen. Mein erster Gedanke: „Gibt es hier nen Dresscode?“. Der „Schuppen“ ist wirklich hip und ich glaube man kommt in Lima kaum an ihm vorbei. Ich mag ja eigentlich eher kleinere, informellere Läden. Als ich allerdings die Anticuchos gesehen und probiert habe und mir dann noch ein Ayahuasca Sour angeboten wurde – da war ich auch angesteckt. Wenn ihr eine netten Ort zum Auftakt oder Abschluss eurer Peru Reise sucht, dann empfehle ich euch die Bar gerne.

Salsa-Clubs gibt’s an fast jeder Ecke. Wenn ihr mit Einheimischen unterwegs seid, einfach folgen. Sonst mal im Hotel/Hostel rumfragen, ob sie euch etwas empfehlen können. Wir waren im El Dragón. Leider etwas spät, da die Liveband nicht mehr so lange gespielt hat. Aber typischerweise wird hier Salsa, Bachata, Merengue oder Cumbia getanzt. Aber keine Sorge – einfach tanzen und Spaß haben, das klappt immer, auch wenn man zwei linke Füße hat.

Ayahuasca Restobar – Auftakt einer typischen Noche Latina

Das Nachtleben war so gut, dass wir unseren letzten Tag sehr langsam angegangen sind. Zum Katerfrühstück gab es Ceviche und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Auf meiner To

Do-Liste für den nächsten Lima Trip stehen deshalb noch folgende Dinge:

  • Das Museum Larco Herrera besuchen
  • Einen Paragliding-Flug über den Pazifik machen
  • Bei Astrid und Gastón Arcurio vorbeischauen
    …und vielleicht auch einen Kochkurs mit den beiden machen
  • Zu den abendlichen Wasserspielen Circuito Magico del Agua gehen.
    An einem Wochenende in Lima sein und an einem Festival Gastrónomico teilnehmen
  • Nueva Esperanza besuchen
  • Mehr Zeit mitbringen!

Reisevorbereitung für Lima

Da ich bereits einmal in Lima war, wusste ich schon ungefähr was ich sehen möchte. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich außer um die Hotelunterkunft sonst wenig um das Programm in Lima gekümmert habe.

  • Ich bin Reisebuchliebhaberin! Deshalb trage ich eigentlich fast immer einen dicken Schinken mit mir rum, obwohl ich dies während meiner Reise immer mal wieder bereue. Schon lange vor meiner Reise blättere ich kreuz und quer. Ein guter Reiseführer kann ein absoluter Stimmungsmacher sein. Vorfreude ist bei mir dann oft schon garantiert. Gibt es dann auch noch gutes Kartenmaterial – super! Leider bin ich sehr kritisch und nicht so leicht zufrieden zu stellen. Daher fällt mir die Entscheidung für ein Buch meist schwer. Diesmal reiste ich nicht alleine und konnte den Reise Know-How Peru Bolivien und den Lonely Planet mitnehmen. Lonely Planet vor allem wegen seiner Ausgeh- und Essenstipps. Seid meiner Kolumbien-Reise habe ich sehr lange Abstand von der Lonely Planet Reihe genommen, aber in der Vorbereitung habe ich mich ausgiebig durchgelesen und ihn doch noch einmal ins Gepäck genommen. Zu Hause habe ich mich noch mit DuMont Peru beschäftigt, aber nur die Landkarte mitgenommen. Alle Reiseführer bieten einen umfangreichen Geschichtsteil und die klassischen Fakten zu Lima. Gewünscht hätte ich mir umfangreichere Informationen zu aktuellen Themen, wie Wasserproblematik, Armut, Kunst und Kultur.
  • Videos: Diesmal habe ich glaube ich so viele Reportagen wie noch nie vor einem Urlaub gesehen. Ans Herz legen möchte ich euch Essen wie Gott in Peru.
  • Pinterest: Hier lasse ich mich gerne von Bildern inspirieren und finde auch gleich den passenden Artikel dazu. Auf meiner Pinnwand „Lima(Peru) – Travel Inspirations“ habe ich einige interessante Pins zusammengestellt.
  • Unsere Stadtführung war genau richtig. Wir hatten eine private Tour, obwohl wir eine „Gruppentour“ buchten. José war sehr sympatisch und kompetent. Der Anbieter hat auch alternative Stadtführungen im Programm, ist auf Lima spezialisiert und engagiert sich sozial. Gefunden hat meine Freundin Haku Tours auf Tripadvisor. Die Möglichkeit einer Bustour haben wir glücklicherweise nicht genutzt. Der Verkehr in Lima ist so immens, dass wir sicherlich sehr lange im Stau gestanden hätten.
Warst ihr schon in Lima und habt persönliche Lieblings-Orte oder interessante Reisetipps? Wie hat es euch dort gefallen und würdet ihr noch mal hinfliegen?

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Link 🙂 Ich bin gestern Abend wieder in Lima angekommen und habe ganze fünf Wochen – ich freu mich schon!

    • Sonja sagt

      Gern geschehen! Wow, fünf Wochen Lima! Bin schon gespannt, was du berichten wirst. Hoffentlich schaffe ich es auch bald wieder hin.

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