Vermischtes
Schreibe einen Kommentar

Meine Sehnsucht nach Peru und was die ITB damit zu tun hat

Machu Picchu Peru

Es scheint, ich habe meinen Vorsatz mich hier öfter zu Wort zu melden, seit meinem letzten Post über Schweden schon wieder gebrochen. Ich war aber nicht ganz untätig und zu Besuch in der Mongolei, in Vietnam, Australien, Mecklenburg-Vorpommern, Kolumbien und Peru…Wie ich das geschafft habe? Ein Besuch in Berlin bei der Internationalen Tourismusbörse, kurz ITB, macht dies möglich. Seit Jahren schaue ich hier vorbei. So auch in diesem Jahr und mal wieder gab es viele Veranstaltungen zu Social Media, Storytelling, digitalen Nomaden und und und…

ITB – Die Welt zu Gast in Berlin

Die ITB ist sicherlich schuld, dass meine Sehnsucht nach Peru immer stärker wird. Unsere „Beziehung“ steckt nämlich im verflixten siebenten Jahr. Während Liebes- oder Ehe-Paare nach dieser Zeit normalerweise getrennte Wege gehen, bandelt sich bei uns beiden eine neue Liebe, ja wenn nicht sogar ein Zweiter Frühling an.

Hierzu beigetragen haben die vielen Gesichter, die ich aus meiner Zeit in Peru wieder getroffen habe sowie mein Beruf. Eine Rumba hier, ein Pisco Sour da und schon sind da wieder die vielen Bilder und das Gefühl etwas zu vermissen.

Was genau ich an Peru so vermisse? Hier kommt eine kleine Zusammenstellung:

„Mein“ Arequipa

Vulkan Misti Arequipa

El Misti in Arequipa

Vor genau 7 Jahren hielt ich mein Vordiplom in der Hand und setzte im Februar 2008 erstmals meine beiden wackeligen Beine auf peruanischen Boden. Es war grau, wolkig und nieselig. Jeder sagte nur: „Arequipa ist sehr schön. Warte nur ab bis du die ganzen Vulkane siehst!“ Aber es passierte eine Woche lang nichts und es blieb Wolken verhangen.

Als ich dann eine Woche später morgens aufstand und das erste Mal El Misti, Chachani und Picchu Picchu bei strahlend blauem Himmel sah, war es um mich geschehen. Es dauerte etwa 5 Monate, bis die nächsten Wolken kamen und damit auch der Regen.

Während meines Praktikums bei einem Reiseveranstalter, durfte ich auch Reisegruppen zur Markthalle San Camilo begleiten. Eine willkommene Abwechslung zum Büroalltag, denn hier spielt das wahre Leben. Der Mercado San Camilo ist ein wahres Einkaufserlebnis: Frische und exotische Früchte, fangfrischer Fisch aus dem Pazifik, Garküchen und Zubehör für jeden Schamanen und jede „Bruja“. Ein leckerer Saft gehört hier selbstverständlich dazu. Für mich ist der Besuch jedes Mal ein absolutes Highlight.

Markt in Arequipa

Stand für Schamanen in Arequipa

Wüste, Vulkane, Regenwald – Perus Natur

Ica Wueste Peru

Sanddünen in der Wüste Ica

Peru ist so weit und so groß. Es bietet für jeden etwas und noch viel mehr. Hier treffen antarktische auf tropische Gewässer. Die ozeanische und kontinentale Platte prallen aufeinander, so dass riesige Bergketten entstanden sind.  Erdbeben sind hier keine Seltenheit. Und dann gibt es noch ein wahres Paradies aus Orchideen, Bromelien und Kolibris, Tukanen und Ara. Also genau das Gegenteil zur Wüste. Ihr seht schon, die Geographin kommt in mir durch.

Archäologische Schätze – Moche, Nazca und Inka

Archäologische Schätze im Norden Perus

Archäologische Schätze im Norden Perus

Als kulturelles Highlights fällt vielen sicherlich zuerst Machu Picchu ein. Allerdings bietet Peru so viel mehr spannende Stätten, die noch vor sich hinschlummern und deren Besuch sich definitiv lohnt. Machu Picchu stellt für mich den Untergang der Inka dar. Doch wie hat eigentlich alles angefangen? Die Kulturen der Chavin, der Moche, der Chimú und der Nazca sind so spannend und vielseitig, dass ein Besuch in Caral, Kuelap und beim Señor von Sipan definitiv lohnenswert sind, wenn man sich für die vorinkaischen Kulturen interessiert.

Wunschziel: Gocta Wasserfall

Schon seit geraumer Zeit träume ich davon den Regenwald und die Regionen von San Martín und Amazonas kennen zu lernen. Sie liegen im Nordosten von Peru zwischen Anden und Regenwald. Ein kleines, (noch) eher unbekanntes Gebiet. Hier wurde vor etwa 10 Jahren der dritthöchste Wasserfall der Welt entdeckt (nach Salto Angel in Venezuela und Tugela Falls in Südafrika).

Spannender als die Höhe, sind die Mythen und Legenden rund um den Wasserfall. Es soll zum Beispiel eine Sirene am Wasserfall leben, die Menschen in Steine verwandelt. Durch ihren Glauben konnten die Bewohner von Gocta, den Wasserfall so lange versteckt halten, dass er bis dato in kaum einer Landkarte vorkam.

 

Und warum erzähle ich das alles?

Um mir selbst zu glauben, was ich gestern Nacht getan habe. Meine Sehnsucht nach Peru war so groß, dass ich mir nach langem hin und her einen Flug nach Peru kaufte.

Wie meine Route aussieht und ob mich noch jemand begleitet, weiß ich nicht. Ich weiß nur, es war die richtige Entscheidung! Raus aus der „Komfortzone“, öfter mal was riskieren und seine Träume verwirklichen, darum geht es in diesem Jahr. Mein derbes Minus auf dem Konto sagt mir zwar etwas anderes, aber es ist dann einfach mein vorgezogenes Geschenk zu meinem 30. Geburtstag.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.