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Liebster Award: Frage-Antwort-Spiel

liebster award

Wohooo… ich bin für den Liebster Award nominiert! Über Twitter erreichte mich letzte Woche folgender Tweet: „Ich habe dich für den Liebster Award nominiert.“ Die ersten Fragen, die mir durch den Kopf schossen: „Was? Wie? Ich? Eine Nominierung? Was kann ich gewinnen? Und wer sitzt in der Jury?“. 

Worum geht’s beim Liebster-Award?

Bis zu Anna’s Einladung vom Reiseblog „Die Gradwanderung“ hatte ich ehrlich gesagt, keine Ahnung vom Liebster-Award und seinen Spielregeln. Vielen Dank Anna, dass du mich auf den Liebster Award aufmerksam gemacht hast!

Hier also meine Antworten auf 11 Fragen zum Thema Reisen.

Die Regeln, meine Nominierungen und meine Fragen findest du am Ende des Posts.

1. Fotografierst du gerne und wenn ja: Mit welcher Kamera?

Na klar! Mein Knipsverhalten hat sich allerdings über die Jahre stark verändert. Bis zum meinem 21. Lebensjahr habe ich analog fotografiert. Der Drogeriemarkt war für mich lange Zeit der letzte Ort an dem ich günstige Farbfilme einkaufen konnte. Von meiner Australien Reise kam ich mit 20 Filmen à 36 Bildern und einigen verwackelten Unterwasserbildern vom Great Barrier Reef zurück – Einwegkamera sein Dank.

Doch irgendwann sah ich ein, dass analoge Fotografie ganz schön ins Geld geht und die Resultate bei mir Glückssache waren.

In Südamerika war ich dann erstmals digital unterwegs, hatte aber auch einige Verluste zu verzeichnen:

  • Meine erste Samsung-Digitalkamera „verlor“ ich im Nachtbus von Arequipa nach Puno. Den Titicacasee gibt es nur in meinen Erinnerungen!
  • Meine zweite, schwarze, kleine und handliche Panasonic wurde mir in Quito im Trolleybus aus meiner Handtasche herausgeschnitten, nach einem wunderschönen Besuch in Otavalo.
  • Meine dritte Kamera habe ich in Bogota bei einem legalen Fachhändler gekauft. Ich hatte sie genau 3 Wochen, als sie auf dem Weg Richtung Heimat ihren Geist aufgab.

Der Verlust einer Kamera ist schon schlimm, aber der Verlust so vieler Bilder hat mir damals doch sehr zu gesetzt. Seitdem wechsle ich regelmäßig meine Speicherkarten und sichere sie so gut es geht schon während des Reisens. Heute sind meine Begleiter mein Handy (Samsung) und je nach Laune und Destination meine Canon EOS 600D und eine ältere Canon Power Shot.

Hagia Sophia Besuch

Besuch in der Hagia Sophia – natürlich mit Kamera

2. Bist du lieber in deinem direkten Umfeld unterwegs oder ist eine Reise erst richtig gut, wenn das Ziel möglichst weit weg ist?

Hättest du mich vor 10 Jahren gefragt, hätte es für mich gar nicht weit genug weg sein können. Je höher die Anzahl der Flugstunden, desto größer das Abenteuer.

Doch diese Gleichung geht für mich nicht mehr auf. Ich wohne erst seit 2 Jahren in Hamburg und die komplette Ost- und Nordsee sind für mich noch Neuland. Toll wenn man einfach mal am Wochenende mit Bahn und Rad an die See fahren kann. Erholung pur im Alltag!

Außerdem habe ich in den letzten Jahren den Balkan lieben gelernt. Jahr für Jahr kam ein neues Land hinzu: Slowenien, Kroatien, Montenegro und einen ersten Kurztrip nach Albanien habe ich auch geschafft. Hier werde ich auch die nächsten Jahre unterwegs sein. Geschichtlich, landschaftlich und kulturell gibt es hier so viel zu erleben.

Du merkst also, hier kann und will ich mich nicht auf eine Antwort festlegen.

Was aber viel wichtiger ist: Ich war lange Solo Traveller. Für mich spielt ein Urlaub mit Familie, meinem Freund und Freundinnen eine immer wichtigere Rolle. Ich finde es schön, meine Reiseerfahrungen mit meinen Liebsten direkt vor Ort zu teilen.

Die schönsten Urlaubserlebnisse sind manchmal ganz nah - wie hier auf Rügen

Die schönsten Urlaubserlebnisse sind manchmal ganz nah – wie hier auf Rügen

3. Dein größtes Missgeschick auf oder kurz vor einer Reise?

Mein größtes Missgeschick hatte eine rein natürliche Ursache und passierte mir auf der Busfahrt von La Paz nach Puno. Ich hatte gerade den Grenzübertritt bei Desaguadero hinter mir und habe mich mit „Choclo con Queso“ (Maiskolben und Käse) und Inkakola eingedeckt.

Während der Fahrt merkte ich, dass ich besser noch mal das Örtliche aufgesucht hätte. Bei meinen Reisen durch Peru war ich immer in Bussen mit Toilette an Bord unterwegs. Diesmal war es aber ein ganz einfacher Bus und alleine der Gedanke nicht auf Toilette gehen zu können, verstärkte meine problematische Situation.

Die Dame neben mir merkte, dass ich unruhig wurde und mich verspannte. Sie fragte, ob ich ein Problem habe. Ich fragte, ob Sie wisse, wann es einen nächsten Halt gibt.

Sie lachte und rief durch den kompletten Bus dem Fahrer zu, dass wir einen „Notfall“ haben und er solle kurz halten. Mir wurde also ein Sonderhalt genehmigt.

Doch das war noch nicht das glückliche Ende.

Es gab weit und breit kein einziges Gebüsch, geschweige denn ein Toilettenhaus.

Würde ich mich also hier an Ort und Stelle niederlassen, würde der gesamte Bus meinen blanken Hintern betrachten können.

Der Busfahrer drängte mich, mich zu beeilen. Als Mann konnte er meine miserable Lage sicherlich nicht nachvollziehen.

Meine Sitznachbarin war auch diesmal meine Retterin. Sie besorgte aus dem Kofferraum einige Decken und schirmte mich so gut es ging vor neugieren Blicken ab und baute mir eine Toilette mit freier Sicht auf den Titicacasee.

Fazit: Die bunten Röcke der Frauen am Titicaca-See halten nicht nur warm, sondern bieten auch einen idealen Sichtschutz.

Unter Applaus und Geschmunzel kehrte ich in den Bus zurück.

Am Titicacasee hat man auf jeden Fall Humor.

4. Bist du ein Sommer- oder Winterreisender? Oder ist die Jahreszeit vollkommen egal?

Ich reise gerne im Mai, September und Oktober/November. Wenn es geht meide ich grundsätzlich die Schulferien und versuche in der Nebensaison zu reisen. Im Frühjahr gefällt es mir vor allem ans Mittelmeer zu fahren, wenn die Blütenteppiche die Inseln schmücken und noch nicht so viel Trubel herrscht. Wenn es grau und nass in Deutschland wird, hilft mir ein Trip in den Süden, um noch einmal Sonne zu tanken und mich auf meinen Winterschlaf vorzubereiten.

touristenattraktion-sardinien

Sardinien im Mai – Blumenmeer am Mittelmeer

5. Meer oder Wüste?

Ich würde tendenziell eher zum Meer neigen, besonders wenn es so klar und sauber wie in Kroatien ist. Da ich aber gerade mitten in der Reisevorbereitung meiner Reise nach Peru stecke, bin ich derzeit wieder ganz angetan von der Wüste. Besonders der nächtliche Sternenhimmel hat es mir bei meinen damaligen Besuchen in der Wüste von Ica und der Atacama-Wüste angetan.

Wie passend, dass an der Pazifikküste Perus Wüste und Meer aufeinander treffen und einen einzigartigen Landstrich schaffen – da muss ich mich gar nicht entscheiden!

6. Wann hat dich das Reisefieber gepackt?

Ich schätze, dass Reisefieber wurde mir von klein auf injeziert. Mit 3 Jahren machte ich bereits meine erste Fernreise nach Pakistan. Das Gefühl des Aufgeregtseins vor einer Reise hatte ich zum ersten Mal im Alter von 6 Jahren. Es ging wieder nach Pakistan und ich durfte meinen Koffer selbst einpacken. Da gehörte nur das Nötigste rein: Mein zwei Stickeralben, Familie Plüschtier mit Mama-Bär, Papa-Hund und Baby-Ente sowie 10 Bücher, ein Flummi und ganz viele Haarspangen.

Bis heute schaffe ich es übrigens nicht, richtig zu packen. Noch immer vergesse ich etwas Wesentliches oder nehme viel zu viel mit.

7. Was ist für dich das Beste am Fliegen?

Das Fliegen ermöglicht die Überwindung großer Distanzen in relativ kurzer Zeit – bei guter Sicht mit einem fantastischen Ausblick auf die Topographie unserer Erde.

Früher hatte das Fliegen für mich etwas Magisches.

Heute ist es für mich ein Transportmittel, vor dem ich sehr viel Respekt habe. Leider habe ich grundsätzlich das Pech neben Männern zu sitzen, die Armlehnen belagern oder breitbeinig dasitzen müssen.

Zwei kleine Highlights hatte ich allerdings im letzten Jahr: auf meinem Flug von Istanbul nach Hamburg, wurden extra „designte“ Menükarten ausgehändigt und ein Koch servierte an Bord das Mittagessen.

Ein anderer unvergesslicher Augenblick war der Landeanflug auf Quito und die umliegende Vulkankette.

Blick aus dem Flugzeug

Blick aus dem Flugzeug

8. Was war der gefährlichste Ort, den du jemals besucht hast?

Laut Reiseführern, Hinweisen des Auswärtigen Amtes oder anderen Meinungen habe ich schon eine ganze Bandbreite an gefährlichen Orten besucht: Karachi, Islamabad, Guayaquil, Medellin, La Paz, Lima,…

Aber nie habe ich mich wirklich unsicher gefühlt.

Ich achte auf Reisen schon sehr stark darauf was ich unternehme und dass ich nachts nicht alleine um die Häuser ziehe. Dennoch erwarte ich nicht hinter jeder dunklen Ecke einen Bösewicht. Eine gute Portion Selbstbewusstsein, Gelassenheit aber auch Vorsicht gehören sowohl auf Reisen als auch im Alltag dazu. Ich bewerte meine Orte, lieber nach Ihren schönen Seiten!

9. Gibt es etwas, das du niemals essen würdest – es dann aber doch getan hast?

Weißwurst.

10. Warum hast du deinem Blog gerade diesen Namen gegeben?

Es erinnert mich an den Anblick der leckeren Auslage eines Cafés in Istanbul. Für einen Moment stand meine Welt still und mein Blick fokussierte sich auf das „Turkish Delight“ und Baklava genau vor mir. Mein persönlicher Kraftort!

11. Beschreibe die interessanteste Person, die du auf Reisen getroffen hast.

Es war gegen 7 Uhr morgens an einer Bushaltestelle in Dubrovnik. Meine Mutter und ich beendeten gerade unsere Mietwagenreise durch Montenegro. Sie fuhr mit dem Auto zum Flughafen und ich mit dem Bus weiter zum Busbahnhof. An der Haltestelle stand eine junge Frau und wir kamen schnell ins Gespräch. Sie sprach fließend Englisch und etwas Deutsch. Sie schrieb ihre Dissertation über Menschenrechte und forschte in einem Reservat in den USA. Was sie in Dubrovnik mache, fragte ich sie.

Sie arbeite den Sommer über in der Altstadt von Dubrovnik am Hafen und verkaufe „Schiffsfahrten!“ und „Ausflüge!“ an Touristen.

Sie wurde in Jugoslawien geboren und ist mit ihrer Mutter immer wieder umgezogen auf der stetigen Suche nach Arbeit. Eine richtige Heimat habe sie nicht, sagte sie.

Die Jugend auf dem Balkan sei sehr gut ausgebildet und findet doch keine Arbeit. Gerade in Kroatien ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch und viele versuchen Arbeit in Europa oder den USA zu finden. Sie lebte bereits in England, Deutschland, USA, Kroatien und Mazedonien. Ihr neuer Plan war es nach Schweden zu gehen und dort eine besser bezahlte Arbeit zu finden.

Der Bus kommt, wir steigen ein und suchen uns Plätze.

Sie steigt am Tor zur Altstadt von Dubrovnik aus. Wir wünschen uns alles Gute. Sie beginnt ihren Tag mit dem Verkauf von Schiffsreisen. Ich beginne meinen Tag mit einer Weiterreise nach Albanien.Nicht weil ich Arbeit suche, sondern weil ich gerne etwas Neues erleben möchte.

Mir wird einmal mehr bewusst, welches Privileg es ist aus Lust zu Reisen.

Ich hoffe, du bist bei dem ganzen Bla Bla nicht eingeschlafen?!

Dann bin ich jetzt dran! Ich darf mir (laut Regelwerk) nun 5 Blogger rauspicken und sie bitten meine Fragen zum Thema Reisen und Reiseblog zu beantworten.

Bitte verzeiht es mir, sollte es zu Doppel-Nominierungen kommen!

Meine Nominierten für den Liebster Award

  • Anuschka von rosasreisen
  • Steffi von A World Kaleidoscope
  • Vicky von stories and smiles
  • Julia von the untaken path
  • Agnes und Robert von bejaflor.net

Meine Fragen an die Nominierten:

  1. Wohin ging deine letzte Reise und was war dein persönliches Highlight?
  2. Wohin geht deine nächste Reise und warum?
  3. Welche Rolle spielen Blogs, Reiseführer, Reportagen, Apps, Freunde, … bei deiner Reiseplanung?
  4. Wie wichtig sind dir das Fotografieren und Filme aufnehmen auf Reisen?
  5. Hast du einen Glücksbringer/Talisman, der dich auf Reisen begleitet?
  6. Wo hast du die beste Party während einer Reise gefeiert?
  7. Bed and Breakfast, Hostel, Gastfamilie, Hotel oder Airbnb? Hast du eine Lieblings-Unterkunftsart?
  8. Von welchem Reiseerlebnis wirst du noch in 30 Jahren euphorisch berichten?
  9. Was darf bei keiner Reise in deinem Reisegepäck fehlen?
  10. Was ist das Schönste am „Zurückkommen“ nach einer Reise?
  11. Wie behältst du Urlaubserinnerungen präsent in deinem Alltag?

Liebster Award Regeln

Bedanke dich bei der Bloggerin/dem Blogger, die/der dich nominiert hat und verlinke ihren/seinen Blog in deinem Beitrag. Zeigen in deinem Artikel, dass du am „Liebster Award“ teilnimmst und erwähne die Regeln. Beantworte die dir gestellten 11 Fragen. Überlege dir selbst 11 Fragen. Informiere die von dir nominierten Blogger darüber, dass du sie nominiert hast und bitte sie, deine Fragen zu beantworten.

Ich freue mich auf deine Antworten!

Schick mir doch eine Nachricht per Email, Twitter oder in den Kommentare sobald deine Antworten online sind. Ich freu mich schon auf neuen Lesestoff!

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