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City Guide: Quito (Ecuador)

Quito Plaza San Francisco

Wie schnell, die Zeit vergeht… Vor 6 Jahren war ich das letzte Mal in Südamerika. Ich habe in Peru und Kolumbien gelebt, jedoch Ecuador stiefmütterlich bereist. Der teure US-Dollar, ein Unfall und ein Kameraklau – da war bei mir erst mal die Luft raus und ich habe mich auf bekannte Gesichter in Kolumbien gefreut. Also bin ich weiter gefahren, ohne jemals die Straße der Vulkane besucht zu haben, geschweige denn Galápagos oder den Regenwald. Im Oktober hatte ich nun endlich die große Chance, Ecuador wieder zu besuchen. Welche Tipps ich für euch habe, stelle ich euch in diesem Quito City Guide vor. 

City Guide Quito – Meine Tipps & Sehenswürdigkeiten

Besonders war ich auf meine Zeit in Quito gespannt. Quito gewann in diesem Jahr bereits den World Travel Award als „South America’s Leading Destination“ und ist nun unter den Finalisten zur Nominierung der „New 7 Wonders“. Klingt vielversprechend! Aber was ist dran? Schließlich war die Altstadt Quitos bei meinem letzten Besuch noch wenig charmant und von Prostitution und Drogendealern dominiert. Mal schauen, ob sich die Stadt veränderte.

El Panecillo – Quito

El Panecillo Quito

Blick auf „El Panecillo“

El Panecillo (span. Brötchen) liegt im Süden Quitos und ist das erste Wahrzeichen, das man auf dem Weg vom Flughafen in die Altstadt Quito sieht. Abends ist es besonders schön, wenn die Virgen de Legarda (beflügelte Jungfrau) und die unter ihr liegenden Häuser angeleuchtet werden. Wenn ihr diesen fantastischen Aussichtspunkt inmitten von Quito genießen möchtet, solltet ihr den Besuch am Vormittag einplanen. Das Wetter ist in Quito am Vormittag meist sonnig mit blauem Himmel und dort oben, habt ihr unter der „Jungfrau aus Alumnium“ einen wunderschönen Ausblick auf die langgestreckte Metropole Quitos sowie die sie umliegende Vulkankette. Ein idealer Startpunkt, um einen Überblick über Quito zu bekommen. Empfehlenswert ist es ein Taxi dorthin zu nehmen und die Gegend um El Panecillo nicht in den Abendstunden zu erkunden.

La Ronda – von der No-Go-Area zum Schmuckstück

Calle La Ronda ist ein wahres Schmuckstück! Die alte Gasse aus dem 16. Jahrhundert erinnert an eine Straße in einem spanischem Städtchen. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten liebevoll restauriert und touristisch in Szene gesetzt. Und auch die Quiteños schätzen das gastronomische Angebot und die Vorzüge der einzigen Fußgängerzone Quito’s. Auch als Tourist fühlt man sich hier sehr sicher und kann einen wunderbaren Abend in einem einmaligen Ambiente genießen, nicht zu letzt auch durch die Anwesenheit der Polizei/ Touristenpolizei. Tagsüber eignet sich die Gasse zum Schlendern und Souvenir kaufen. Handwerk wie Kreisel, Backspezialitäten oder Kakao-und Schokoladenprodukte werden verkauft und liebevoll präsentiert. An Wochenenden finden Spiele für Erwachsene und Kinder in der Straße statt.

Quito Colonial – ein Spaziergang durch die Altstadt

Von der Calle La Ronda aus, erreicht man den Trole-Oberleitungslinien folgend, den Platz und die Kirche von Santo Domingo (Calle Guayaquil). Ein Besuch der Kirche ist lohnenswert: Barocke, neugotische Stilelemente sowie Malereien der Escuela Quiteña (Künstlerschule aus Quito) beherbergt diese Kirche.

Fans von Sakralbauten dürfen die Calle Garcia Moreno nicht verpassen. Hier liegt neben der Kathedrale und dem Regierungspalast ein weiteres Schmuckstück: Die Jesuitenkirche La Compañia de Jesús. So stelle ich mir das „El Dorado“ vor. Der Innenraum ist komplett
mit Blattgold überzogen und zeigt den Versuch, das Himmelreich auf Erden abzubilden.

Weitere Anziehungspunkte sind das Kloster und der Platz San Francisco. Wahrlich ein gewaltiges Gotteshaus mit einer wunderschönen Atmosphäre, besonders in den Abendstunden.

Dies sind nur einige Knotenpunkte, die man bei einem Spaziergang durch die Altstadt Quitos einplanen sollte. Zwischen den einzelnen Punkten, liegen so viele spannende Gassen, Lädchen und Museen, dass man hier einen kompletten Vormittag oder Nachmittag/ Abend verbummeln kann. Bei meinem Besuch vor 6 Jahren, habe ich kaum etwas von der Schönheit der Altstadt mitbekommen. Obwohl ich nicht alleine unterwegs war, wurde von der Altstadt abgeraten und wenn, sollte man sehr vorsichtig und wachsam sein.

Sicherlich gibt es heute noch immer zahlreiche Taschen- und Trickdiebe. Doch die stetig anwesende Touristenpolizei vermittelt einem das Gefühl der Sicherheit. Bettelnde Kinder und Drogenabhängige sieht man nur noch vereinzelt.

Ein Abend unter Quiteños und Besuchern – Rumba en la Mariscal

Vor 6 Jahren habe ich in einem Hostal in La Mariscal, in der Neustadt Quitos übernachtet. Es war damals für Touristen das sicherste Viertel. Hier liegen viele internationale Hotelketten, das Finanzzentrum und es war damals der der modernste Stadtteil. Diesmal durfte ich sowohl im kolonialen Quito, als auch in der modernen Neustadt übernachten. Der Charme, die Motive und die Architektur der Altstadt sprechen für eine Hotelunterkunft im alten Quito.

Dennoch sollte man mindestens einmal La Mariscal besuchen und zwar abends. Einfach ein Taxi vom Hotel rufen lassen und zum Plaza Foch fahren (jeder Local weiß, dass dies der
„place to be“ ist). Der Name Plaza Foch ist auf keiner Karte oder bei Google Maps zu finden. Offiziell heißt er Plaza Quinde und liegt im Herzen von La Mariscal. Hier steigt man
aus und befindet sich inmitten von Kneipen, Salsa-Bars und Restaurants. Ein idealer Ort für eine echte Rumba Latina.

Wir waren in der No-Bar und einigen anderen kleineren Bars. Der wohl verrückteste Ort ist Bungalow 6 (Eintritt 5 USD Frauen mit einem Freigetränk, Männer 10 USD mit 2 Freigetränken; Kopie des Ausweises nicht vergessen, sonst wird man nicht rein gelassen).

Trotz Party – Sicherheit geht vor

Hier wird sich geradezu darum gerissen hineinzukommen. Ein buntes Publikum und ein ganzes Haus mit 3 Etagen, in denen getanzt wird. Um 3 Uhr ist die Party spätestens vorbei. Dann wird aus Sicherheitsgründen, das komplette Gebiet von der Polizei geschlossen und die Party hat ein Ende. Ich bin alleine zum Hotel gefahren. Dazu aber bitte nicht einfach ein Taxi an der Straße halten, sondern vor allem wenn man solo unterwegs ist, den Türsteher fragen, ob er einem hilft ein sicheres Taxi zu finden. Ich bin ohne Handy, Geldbeutel und mit nur einigen US-Dollarn losgezogen und kann dies jedem empfehlen. Es lässt sich definitiv entspannter feiern.

Einen tollen Quito City Guide hat das Team von puriy zusammengestellt. Madlen und Lars lebten vier Wochen in der Hauptstadt und zeigen euch alternative und klassische Sehenswürdigkeiten in ihrem E-Book.

Diese Reise wurde vom Tourismusministerium von Ecuador und KLM gesponsert und von Solecu Tours unterstützt. Muchisimas Gracias!

1 Kommentare

  1. oooh, ähnlich wie du habe ich auch eine zeit in Peru gelebt und leider viel zu wenig von Südamerika mitgenommen!! Die Bilder sind wirklich beeindruckend!
    Ich kann es gar nicht abwarten bis ich mal wieder in Südamerika bin 🙂
    Liebste Grüße, Vicky

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